Neue Wege zur weltweiten Energieversorgung stellte Dr. Christian Urbanke bei einem Vortrag an der Fachhochschule in Friedberg vor. Dabei betonte der Referent die wichtige Rolle, die qualifizierten Ingenieuren künftig bei der Nutzung alternativer Energiequellen und Entwicklung innovativer Systeme zukommt.
Dr. Urbanke, der bei der Siemens AG dem Bereichsvorstand „Power Transmission and Distribution“ angehört, wies in seinem Vortrag darauf hin, dass sich global betrachtet der Verbrauch elektrischer Energie etwa alle zwanzig Jahre verdoppelt. Als Gründe nannte er das Wachstum der Weltbevölkerung, die steigende Lebenserwartung und die Zuwanderung in die Städte. Bald aufgebraucht seien die Vorräte der fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas, die hauptsächlich zur Erzeugung elektrischer Energie eingesetzt werden. Man müsse frühzeitig auf neue Technologien setzen, die sowohl die Menschheit der Zukunft mit der benötigten Energie versorgten als auch umweltverträglicher seien als die herkömmlichen Brennstoffe. Darin liege auch ein Ansatz, die aus der hohen Kohlendioxidbelastung resultierende Erderwärmung aufzuhalten.
Der Referent führte als Beispiele für solche innovativen Lösungen hocheffiziente CO2-arme Kraftwerke sowie die technische Weiterentwicklung, verstärkte Ausschöpfung und wirtschaftlichere Nutzung erneuerbarer Energiequellen an. Eine verbesserte Hochspannungstechnik ermögliche darüber hinaus, Energie über weite Strecken verlustarm und zuverlässig zu transportieren. Eine intelligente Erzeuger- und Laststeuerung sorge für eine hohe Ausnutzung der elektrischen Netze und schütze sie zugleich vor Überlastung und Ausfällen.
Ein großes Auditorium war der Einladung des Fachbereichs Informationstechnik – Elektrotechnik – Mechatronik zu diesem Vortrag gefolgt. Hochschulmitglieder und interessierte Gäste aus der Lokalpolitik und Schulen nutzten die Gelegenheit, mit dem Referenten nach dessen Vortrag über „Innovative Technologien für die Energieversorgung von heute und morgen“ zu diskutieren.