Schallschutzmessungen in der IndustrieproduktionAuf die Betriebsgelände von Unternehmen führen Übungen, die Prof. Dr. Thomas Steffens an der Fachhochschule Gießen-Friedberg leitet. In Kooperation mit Firmen der Region gibt der Hochschullehrer Studierenden im Studiengang Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitstechnik Gelegenheit, Produktionsstätten unter sicherheits- und arbeitschutztechnischen Aspekten zu untersuchen.

An Arbeitsplätzen in der Industrie können die Studentinnen und Studenten unter anderem die dort bestehenden Lärmbelastungen messen. Außerdem erhalten sie die Aufgabe, Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitsplatzanalysen zu erstellen. Von Fall zu Fall können sie ihr Forschungsgebiet auch vor die Tore der Fabriken und Werkhallen ausweiten, um beispielsweise zu ermitteln, ob eine Schadstoffbelastung der Umgebungsluft vorliegt. Auf dem Seminarplan stehen im laufenden Wintersemester Messungen bei der Poppe GmbH & Co. KG, die in Gießen mit insgesamt 480 Beschäftigten Dichtungen, Profile und Schläuche aus Gummi und Kunststoff produziert. Seit rund zwei Jahren kooperiert das Werk im Leihgesterner Weg  bei sicherheitstechnischen Untersuchungen mit der FH Gießen-Friedberg.

Prof. Steffens, der Sicherheitstechnik, Qualitätsmanagement und Immissionsschutz am Fachbereich Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie der FH lehrt, will mit diesen Exkursionen in die industrielle Welt den Praxisbezug der akademischen Ausbildung weiter erhöhen. Er erläutert: „Im Alltag der Unternehmen werden die Studierenden vielfältiger gefordert als in einem rein theoretischen Seminar. Sie wenden den zuvor vermittelten Lehrstoff in Situationen an, in denen sie im Umgang mit Menschen, Maschinen und Umgebungseinflüssen Entscheidungen treffen müssen. So gewinnen sie Erfahrungen im Lösen realer Probleme der Berufswelt.“  Auf diesem Weg werde nicht nur das Denken angeregt und die Fachkenntnis vertieft, sondern auch die soziale Kompetenz gefördert.  

Um diese Ziele zu erreichen, werden die Besuche vor Ort in kleinen Gruppen und in enger Abstimmung mit den gastgebenden Unternehmen organisiert. Zu den Aufgaben der Studierenden gehört es nicht nur, die ermittelten Resultate zu analysieren und darüber zu berichten, sondern auch Vorschläge zur Verbesserung auszuarbeiten. Die Firmenvisiten der angehenden Ingenieure für Umwelt- und Sicherheitstechnik bringen auch den Unternehmen Vorteile, denn sie erhalten durch diese Kooperation nutzbare Informationen z. B. über die Qualität ihrer sicherheitstechnischen Anlagen. Dadurch, dass die Partner dauerhaft in Kontakt bleiben, kann auch die Wirksamkeit der erfolgten Verbesserungsmaßnahmen überprüft werden. 

Unternehmen, die Interesse an einer Kooperation haben, können Prof. Steffens an der Fachhochschule Gießen-Friedberg unter der Telefonnummer (0641/309-2515) oder der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichen.