Flugschule: Prof. Frank Marx (links) und sein Team während des Pilotentrainings Bei Großunfällen oder Katastrophen ist es für die Rettungsdienste oft schwierig, einen Überblick zu bekommen. Welche Rolle dabei der Einsatz von Drohnen spielen kann, untersucht jetzt der Gießener Fachbereich Gesundheit der TH Mittelhessen.

„Wir wollen zunächst die Leistungsfähigkeit dieser Art der Aufklärung aus der Luft erforschen. Werden Menschen vermisst, haben sich die Drohnen schon in vielen Fällen bewährt, diese Menschen im Wald, auf Feldern oder an anderen unübersichtlichen Orten zu suchen“, sagt Prof. Dr. Frank Marx. Er ist am Fachbereich für den Schwerpunkt Rettungsdienstmanagement im Studiengang Medizinisches Management verantwortlich. Zur Zeit werden die Drohnenpiloten ausgebildet. Der Gruppe, der neben Marx mehrere Wissenschaftliche Mitarbeiter und Studenten mit Erfahrung im Rettungsdienst angehören, stehen dafür leistungsfähige Geräte zur Verfügung, die mit Nachtsichtkamera und Wärmebildkamera ausgerüstet sind.

Die gewonnenen Erkenntnisse wolle man mit Behörden und Einrichtungen mit Sicherheitsaufgaben teilen, so Marx. Auch Hilfsorganisationen wie der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe oder der Arbeiter-Samariter-Bund hätten erkannt, dass die Aufklärung aus der Luft eine sinnvolle Ergänzung ihrer Arbeit sein könne. Der Drohneneinsatz werde bald auch in das Studienprogramm des Rettungsdienstmanagements an der THM aufgenommen.