„Vom Lehren zum Lernen – ein neues Paradigma für die Hochschullehre“ – so lautete der programmatische Titel des Vortrags, mit dem Dr. Adi Winteler (Universität der Bundeswehr, München) den „Tag der Hochschullehre“ an der Fachhochschule Gießen-Friedberg eröffnete.
Etwa 100 FH-Mitglieder, davon die Hälfte Professoren und je ein Viertel Studierende und Wissenschaftliche Mitarbeiter, waren einer Einladung der Arbeitsgemeinschaft Qualität in Lehre und Studium (AG QLS) gefolgt. Die Veranstaltung, so Prof. Dr. Birgit Wolf vom Fachbereich Wirtschaft, „bot allen Interessierten die Möglichkeit, sich über neue Entwicklungen in der Hochschuldidaktik zu informieren und Erfahrungen auszutauschen.“
Vier Workshops standen zur Wahl: „Das Konzept Problemorientiertes Lernen“ stellte Frank Marks (pep.per.mind Kommunikationstraining, Berlin) vor. Unter der Leitung von Birgit Wolf diskutierten die Teilnehmer über „Grundsätze guter Lehre an der FH Gießen-Friedberg“. Dafür, „wie es möglich wird, neue Lehrkonzepte zu erproben“, interessierte sich der von Adi Winteler geleitete Workshop. Die Frage „Was bedeutet Studieren heute?“ versuchten die Teilnehmer der Gruppe zu beantworten, die von den Studierenden Isabella Mazurcyk und Jörg Sichtermann (FH Gelsenkirchen) moderiert wurde.
Die AG QLS wurde im Frühjahr 2005 an der FH gegründet. „Sie soll Antworten auf die tief greifenden Veränderungen in der Hochschullandschaft finden und einen langfristigen Qualitätsentwicklungsprozess unter Beteiligung aller Hochschulangehörigen in Gang setzen“, so Birgit Wolf, die den Tag der Hochschullehre gemeinsam mit der Weiterbildungsreferentin Silke Bock organisiert hatte. Die Veranstaltung habe wertvolle Impulse für die weitere Arbeit der AG QLS gegeben.
FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin hatte sich bereits in seiner Begrüßungsansprache für das bisherige Engagement der Arbeitsgemeinschaft bedankt. Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge machten Lehr- und Lernformen nötig, mit denen aktives und selbständiges Studieren gefördert werde. Nur mit neuen Konzepten könnten auch die erheblichen Mittel, die den Hochschulen voraussichtlich ab dem nächsten Jahr aus Studiengebühren zuflössen, sinnvoll für die Verbesserung von Studium und Lehre eingesetzt werden.