Am Fachbereich Wirtschaft in Gießen setzten die THM und die Edinburgh Napier University ihre Tradition der gemeinsamen Kurse zum Thema Unternehmensgründung fort.Der Fachbereich Wirtschaft der TH Mittelhessen pflegt seit langem den Studierendenaustausch mit der Edinburgh Napier University. Im Mai waren wieder zwölf Studentinnen und Studenten der schottischen Hochschule im Rahmen des „International Entrepreneurship Exchange Programme“ zu Gast an der THM in Gießen.

Gemeinsam mit angehenden Betriebswirten der THM Business School bildeten sie gemischte Teams, in denen sie sich mit Konzepten zur Umsetzung einer von ihnen entwickelten Geschäftsidee befassten. Eine Woche lang kooperierten die Studierenden, zu deren Herkunftsländern nicht nur Deutschland und Schottland, sondern unter anderem auch Indien, Spanien, China und Nigeria gehörten, bei der Ausarbeitung ihrer Businesspläne. Traditioneller Höhepunkt der Lehrveranstaltung ist die Präsentation der Gründungskonzepte in englischer Sprache vor einer Jury, die den besten Beitrag auszeichnet. In dieser Expertenrunde wirken auch Berufspraktiker mit. Die Leitung des Programms an der THM hatte, unterstützt von Auslandskoordinatorin Heike Siebert, Prof. Dr. Susanne Müller. Sie arbeitete dabei mit den Edinburgher Dozenten Crichton Mouat, Dr. Renata Osowska und Cilla Richards zusammen.

Zentrales Element des Austauschs ist das Buddy-Prinzip. Das bedeutet, dass jeder der Gaststudenten während des Aufenthalts bei einem Studierenden der Partnerhochschule wohnt. Auf diesem Weg können die Beteiligten Erfahrungen sammeln, die über die fachliche Ebene hinausreichen, und ihre interkulturelle Kompetenz erweitern. Beim Gegenbesuch der Gießener in Edinburgh im September übernehmen die Gäste dann die Gastgeberrolle.

Als Repräsentant der heimischen Wirtschaft und Stammgast beim Entrepreneurship-Programm stellte Thomas Rühl, der Vorstandsvorsitzende der Cursor AG, den Studierenden sein Unternehmen vor und beschrieb dessen Expansion von der Gründung zu einem mittelständischen Betrieb mit heute über 100 Beschäftigten. Die Leica Camera AG lud die Gruppe zu einer Unternehmensführung ein und vermittelte damit ebenfalls Anregungen für die Ausgestaltung der jeweiligen Businesspläne. Als weiterer Kooperationspartner wirkte Dr. Manfred Felske-Zech, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung beim Landkreis Gießen, im Rahmen eines „Expertenpanels“ mit, bei dem die Studierenden Fragen zur Unternehmensgründung an ihn richten konnten.

Auch ein Besuch bei Leica gehörte zum Programm

Auch ein Besuch bei Leica gehörte zum Programm.