Das Projekt „Innovative 3D-Fertigungstechnologien für die individualisierte Medizin“ stellte sich ebenso auf der Messe vor ...Die TH Mittelhessen ist seit der Premiere der Hightechmesse „W3+ Fair/Convention“ in Wetzlar im Jahr 2014 mit von der Partie. Die Hochschule präsentierte bei der sechsten Auflage in der Rittal Arena aktuelle Forschungsvorhaben.

Ganz neu ist das Projekt „Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft“ zum Thema „3D-Druck in der individualisierten Medizin“. Dr. Ulf Mäder vom Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz erklärt, wie diese Technik in der Qualitätssicherung der Radiologie, beispielsweise der Mammographie eingesetzt werden kann. „Dreidimensionale anthropomorphe Prüfkörper, die anhand radiologischer Aufnahmen im 3D-Druck gefertigt werden, können in Zukunft zur Bestimmung von Bildqualitätsparametern eingesetzt werden.“ Damit könne festgestellt werden, ob die bei der Mammographie eingesetzten Röntgenapparate und Bildwiedergabegeräte den vorgeschriebenen Anforderungen genügten.

...wie die studentische M.A.M.U.T.-AG.Auch die studentische Arbeitsgruppe M.A.M.U.T. (Mobile Autonomous Modular Universal Technology) setzt auf die Möglichkeiten des 3D-Drucks. Die Studierenden arbeiten derzeit an einem großen mobilen Roboter, der Wüstengebiete vollautomatisch bepflanzt. Den Protoyp im handlichen Format hatten sie dabei „Da steckt rund ein halbes Jahr Arbeit drin, mit Planung, Berechnung, Druck der Bauteile und Zusammenbau“, so Maik Kadias, Kathrin Seidler und Sebastian Schwiertz. Bald schon wird sich die Gruppe dem Prototyp in Originalgröße widmen.

Forschungsvorhaben, die am Kompetenzzentrum für Nanotechnik und Photonik angesiedelt sind, präsentierten die Doktoranden Jonathan Bier und Malte Nickel vom Fachbereich Elektro- und Informationstechnologie. Bier entwickelt ein standardisiertes Verfahren zur Qualitätssicherung von Bauteilen, die mit Hilfe von Nano-Drähten aneinanderhaften. Malte Nickel arbeitet in einem Kooperationsprojekt mit der Universität Marburg an der Entwicklung eines elektro-optischen Messsystems, um biologische Marker wie Antikörper in Blutproben quantitativ zu erfassen.

Für Prof. Dr. Klaus Behler vom Friedberger Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung ist aber nicht nur die Präsentation der Forschungsarbeiten von großer Bedeutung. Für ihn auch ist das Netzwerk-Potential, dass die Messe bietet, ein wichtiger Faktor. „Unsere Studierenden haben hier die Möglichkeit, weltweite Top-Firmen als potentielle Arbeitgeber kennenzulernen und sich zu bewerben.“

Die THM war auch beim „Ausbildungstalk“ im Rahmen des Student Day auf der W3+ aktiv. Die Professoren Dr. Markus Degünther und Dr. Pia Robinson stellten die branchenrelevanten Studiengänge der THM vor. Erstmalig nahmen alle drei mittelhessischen Hochschulen an diesem Format teil. Der Student Day wurde vom Regionalmanagement Mittelhessen moderiert und in Form von Kurzvorträgen organisiert. Den Anfang machten fünf Messeaussteller, die sich als Arbeitgeber vorstellten. Die Nachwuchskräfte erhielten so einen Überblick über die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in Mittelhessen.