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Seinen Weg „Vom Wirtschaftsingenieur zum Software-Unternehmer" beschrieb Konrad Hepp in einem Vortrag an der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Die Reihe „Aktuelle Themen der Wirtschaftsinformatik" wird von Prof. Dr. Matthias Willems (Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung) in Friedberg organisiert.

Schon als Student des Wirtschaftsingenieurwesens in Friedberg beschäftigte Hepp sich mit Software und Informationstechnik. Seine Diplomarbeit schrieb er angesichts der damals schwierigen Lage auf dem Ingenieurarbeitsmarkt in der Researchabteilung einer deutschen Großbank, für die er ein Informationssystem mit moderner Software-Entwicklungsumgebung entwarf. Nach verschiedenen beruflichen Stationen gründete Konrad Hepp im Jahr 2000 die Firma Content Software mit Sitz in Bad Homburg. Mittlerweile bietet das Unternehmen eine modulare Standard-Software an, die alle Geschäftsprozesse einer Investment- und Researchabteilung abdeckt.

Hepp erläuterte, dass es für diese Software im deutschsprachigen Raum etwa 25 potentielle Kunden gebe, von denen 20 bereits die Produkte von Content Software einsetzten. In einem solchen Nischenmarkt könne ein Zehn-Mann-Unternehmen zum Marktführer werden. Um weiter wachsen zu können, werde derzeit ein Büro in London eröffnet. Für das Wachstum, so Hepp, setze die Firma auch auf Friedberger Absolventen. Vier seiner zehn Mitarbeiter kommen aus verschiedenen Studiengängen der FH Gießen-Friedberg.

Zum Abschluss des Vortrags wurde rege über die Auswirkungen der Bankenkrise diskutiert. Die Job-Aussichten für Wirtschaftsinformatiker, so Prof. Willems, seien trotz der aktuellen wirtschaftlichen Lage weiterhin ausgezeichnet.

Im nächsten Vortrag der Reihe wird am Dienstag, 25. November, Barbara Kuhn über ein Kundenbeziehungsmanagement-System berichten. " CRM-Erfahrungen bei Rittal - weltweit" lautet um 17.00 Uhr im Raum A2  der Fachhochschule in Friedberg (Wilhelm-Leuschner-Straße 13) der Titel ihres Beitrags.