Einen intensiven Einblick in die Industrielle Anwendung der Vakuumtechnik bekamen die Gäste von der TH Mittelhessen. Foto (ALD VacuumTechnologies)Nach Hanau führte eine Exkursion der TH Mittelhessen. Studenten und Lehrende des Gießener Masterstudiengangs Vakuumingenieurwesen besuchten die Firma ALD Vacuum Technologies. Dabei waren auch Interessierte aus anderen Studiengängen.

Das Unternehmen beschäftigt etwa 900 Mitarbeiter in Europa, Asien und Amerika und sieht sich als weltweit führender Hersteller von vakuumtechnischen Anlagen auf den Gebieten Metallurgie und Wärmebehandlung. In Vorträgen stellten Mitarbeiter die Hauptgeschäftsfelder der Firma vor. Mithilfe der Vakuumtechnik werden zum Beispiel spezielle Legierungen aus metallischen Flüssigkeiten oder metallische Spezialpulver für den 3D-Druck erzeugt. Bei hohen Temperaturen lassen sich im Vakuum die Oberflächen von Werkstücken modifizieren. Das erhöht ihre Verschleißfestigkeit. Solche Materialien werden zum Beispiel für Turbinen in der Luftfahrt oder Getriebe in der Fahrzeugtechnik eingesetzt.

Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen konnte die Gäste anschließend die hierfür nötigen Anlagen besichtigen, die Vakuum mit extrem hohen Temperaturen verbinden und zum Teil ein Volumen von mehreren Kubikmetern haben. Fachkräfte für deren Entwicklung und Betrieb seien gesucht, so der ALD-Personalleiter.

„Insgesamt eine rundherum gelungene Veranstaltung“, fasste Studiengangsleiter Prof. Dr. Thomas Welzel zusammen. „Der Besuch bot einen intensiven Einblick in die industrielle Anwendung der Vakuumtechnologie. Er machte auch die hervorragenden Berufsaussichten deutlich, die Absolventen mit Kenntnissen auf diesem Gebiet haben.“