An Lernstationen im Labor und in der Wieseckaue konnten die Schülerinnen und Schüler mit Anleitung Messungen ausführen.Wie kann man die Fließrichtung des Grundwassers bestimmen? Wie lassen sich Strömungsgeschwindigkeiten messen? Wie entstehen unterschiedliche Böden? Das waren Fragen, mit denen sich 17 Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg an der TH Mittelhessen befasst haben. Sie absolvierten dort am Fachbereich Life Science Engineering zwei „Feld- und Labortage“.

Die jugendlichen Gäste gehen in die 13. Klasse des beruflichen Gymnasiums und gehören dort dem Leistungskurs Umwelttechnik an. Das speziell für sie ausgearbeitete Lehrprogramm an der THM setzte einen Schwerpunkt darauf, ihnen Einblicke in praktische umwelttechnische Untersuchungsmethoden zu vermitteln. Zu diesem Zweck hatten Verantwortliche des Studiengangs Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitstechnik vier Lernstationen vorbereitet. Dort führten die Schülerinnen und Schüler selbständig Versuche durch, werteten sie schriftlich aus und besprachen ihre Ergebnisse und Erkenntnisse. Dabei erhielten sie auch einen Eindruck von den besonderen Lernbedingungen an der THM und vom hohen Maß der Anwendungsorientierung.

Veranstaltet wurden die Feld- und Labortage im Rahmen des Kooperationsvertrages, den beide Institutionen 2012 abgeschlossen haben. Aus Sicht der Schule ist dieser Gastaufenthalt an der THM für die Jugendlichen vor allem deshalb so interessant und lehrreich, weil sie dabei als Akteure Erfahrungen mit qualitativ hochwertigen Untersuchungen gewinnen können. Die Hochschule verfolgt mit der Zusammenarbeit auch die Absicht, Interessierte schon während ihrer Schulzeit mit Arbeitsweisen und Anforderungen der akademischen Ausbildung vertraut zu machen.