An der TH Mittelhessen in Friedberg gab es jetzt mehrere Gründe zu feiern. Der Studiengang Information & Communications Engineering (ICE), erstes internationales Masterprogramm der THM, besteht seit zehn Jahren. Zudem wurden Absolventinnen und Absolventen verabschiedet, die in den beiden zurückliegenden Semestern ihre Masterprüfung abgelegt haben. Und schließlich wurde eine ICE-Studentin bei der Feier mit dem diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ausgezeichnet.
Vor den zahlreichen Gästen des Festempfangs, darunter viele Ehemalige, nannte Professor Dr. Karl-Friedrich Klein, der Initiator dieses Studienangebots, die Gesamtzahl von rund 200 Studierenden seit dem Start im Jahr 2005. Zur Gründungsidee sagte er: „Wir wollten auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt Antworten finden.“ Die Abschlussquote gab er mit 80 Prozent an und berichtete: „Die meisten unserer Absolventen bleiben zunächst in Deutschland, um hier einige Jahre zu arbeiten. Rund 35 Prozent kehren in ihre Heimatländer wie Indien, Sri Lanka oder Peru zurück.“
Neben dem Fachwissen sei die interkulturelle Kompetenz ein wichtiger Bestandteil des Studiums hob THM-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin hervor und bescheinigte ICE eine „besondere Atmosphäre“. Er gratulierte allen Beteiligten zum Erfolg dieses Lehrprogramms und richtete einen besonderen Dank an Prof. Klein als „Vater des Studienganges“ und Sylviane Anton als dessen „Seele“.
Lena Herget von der Friedberger Stabsstelle Wirtschaftsförderung wies darauf hin, dass die Stadt von der Dynamik der Hochschule profitiere, und bekannte: „Wir bemühen uns gemeinsam, den Campus der Hochschule zu entwickeln und zu sichern“.
Nach den Grußworten der Professoren Dr. Kristof Obermann und Dr. Dieter Baums, Dekane der am Studiengang ICE beteiligten Fachbereiche Elektro-und Informationstechnik (Gießen) sowie Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik (Friedberg), konnten 18 Ingenieurwissenschaftler ihre Masterzeugnisse entgegennehmen. Die 27-jährige Binisha Shakya aus Nepal erhielt den mit 1000 Euro dotierten DAAD-Preis, der an ausländische Studierende deutscher Hochschulen für besondere akademische Leistungen und soziales Engagement verliehen wird.
Zum Abschluss dankten die Absolventen Krishna Kanth Ravipati und Tommy Halim mit einer Rede und einer Präsentation für die schöne Zeit in Gießen und Friedberg. Musikalisch umrahmte den Abend der Regenbogenchor aus Bad Nauheim unter der Leitung von Michael Weber.