Die Versorgung von Menschen, die sich in der letzten Lebensphase befinden, ist Thema eines virtuellen Symposiums an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Bei der Veranstaltung am 6. Mai werden 20 Referentinnen und Referenten Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation Sterbender darstellen und diskutieren. 

Das Symposium greift Aufgaben und Ergebnisse des Projektes „Avenue-Pal“ auf, das durch den Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert wird. Es soll die Rahmenbedingungen an Orten und in medizinisch-pflegerischen Systemen weiterentwickeln, wo Menschen ihre letzten Tage verbringen. Ein konkretes Ziel: Die derzeit noch häufig praktizierten Verlegungen von Sterbenden zwischen und innerhalb von Versorgungseinrichtungen will man reduzieren. Das Projekt beinhaltet sowohl die Ausarbeitung eines wissenschaftlich fundierten Praxiskonzeptes als auch dessen erprobende Einführung in zwei großen Einrichtungen, die exemplarisch die Vielzahl an Krankenhäusern und Pflegeheime in Deutschland repräsentieren.  

Im Eröffnungsvortrag der Online-Tagung berichtet Prof. Wolfgang George (THM, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung) über „Verlegungspraxis, Leitlinien und entwickelte Instrumente“. Aus dem Institut für Biomedizinische Technik der THM steuern dessen Leiter Prof. Thomas Schanze und Mitarbeiter Pavel Larionov Beiträge zur Implementierung digitaler Werkzeuge für den Praxiseinsatz in Einrichtungen des Gesundheitswesens und zur Unterstützung pflegender Angehöriger bei. Referenten aus kooperierenden Institutionen wie dem UKGM informieren unter anderem über die „Umsetzung der Leitlinie in einem Universitätsklinikum“, über Begleitforschung zur Thematik „Compliance und Ethik“ sowie über „Kommunale und bürgerschaftliche Einbindung“.

Detaillierte Angaben zum Programm des Symposions gibt es hier. Unter dieser Adresse können sich Interessierte ab Mitte April registrieren lassen. Die Teilnahme ist kostenlos.