THM-Vizepräsidentin für Studium und Lehre Prof. Dr. Stephanie Hanrath sieht in dem Projekt die Möglichkeit, Studierenden wichtige Zukunftskompetenzen und Skills zu vermitteln, die in einer zunehmend dynamischen und vernetzen Arbeits- und Lebenswelt immer wichtiger werden.Wie können Studierende optimal auf eine Zukunft vorbereitet werden, die von technologischem Fortschritt und gesellschaftlichem Wandel geprägt ist? Mit dem Projekt FoKuS@THM geht die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) genau dieser Frage nach. Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert das Vorhaben bis 2029 mit rund 4,85 Millionen Euro. Ziel ist es, Studierende beim Erwerb sogenannter Zukunftskompetenzen zu unterstützen – Fähigkeiten, die in einer zunehmend dynamischen und vernetzen Arbeits- und Lebenswelt immer wichtiger werden.

„Talente.Technik.Zukunft“ – so lautet das Leitbild der THM. Dahinter steht der Anspruch, Absolventinnen und Absolventen (Talente) so auszubilden, dass sie verschiedene Technologien (Technik) in einer Arbeitswelt voller Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (Zukunft) sinnvoll einsetzen können. Die stark ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete THM will Studierende befähigen, globale Perspektiven in lokalen Kontexten einzubringen und gesellschaftliche Verantwortung für Gemeinschaft, Umwelt und soziale Integration zu übernehmen. Dabei spielt der Erwerb von (über-)fachlichen Zukunftskompetenzen eine zentrale Rolle.

FoKuS (Foerderung von Kompetenzen und Skills) schafft einen hochschulweiten Rahmen, in dem Studierende – und perspektivisch auch Alumni – ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen gezielt weiterentwickeln können. Im Rahmen des Projekts wird ein Konzept umgesetzt, das individuelle Kompetenztests, Lerncoachings sowie ein (außer-)curriculares Lehrangebot umfasst. Durch die Verbindung von Kompetenzdiagnostik mit begleitendem Mentoring wird auch die Reflexionsfähigkeit der Studierenden nachhaltig gefördert.

„So wird aus dem Studium ein Prozess persönlicher und fachlicher Weiterentwicklung“, fasst THM-Vizepräsidentin für Studium und Lehre Prof. Dr. Stephanie Hanrath zusammen. Das Projekt soll sicherstellen, dass Studierende während ihres gesamten Studiums gezielt Fähigkeiten erlernen, die sie in einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt benötigen – wie etwa Reflexionsfähigkeit, Kooperations- und Kollaborationskompetenz, (interkulturelle) Kommunikationsfähigkeit, ethische Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft oder Digital Literacy.

Aber auch Lehrende profitieren von dem Zukunftsprojekt: Sie entwickeln sich gleichermaßen weiter und werden dabei begleitet, die Studierenden beim Erwerb von Zukunftskompetenzen anzuleiten. Hochschuldidaktische Beraterinnen und Berater und ein Lehrinnovationsfonds fördern die Einführung innovativer Lehr- und Lernmethoden, um eine nachhaltige Integration in die Fachbereiche zu sichern.

Das von der ehemaligen Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Katja Specht, angestoßene Projekt wurde in der Konzeptionsphase von einer Arbeitsgruppe im Rahmen des Zukunftsprozesses der THM unterstützt. Diese Gruppe setzte sich aus Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden verschiedener Fachbereiche und zentraler Einrichtungen zusammen und bildete eine „Allianz für Schlüsselkompetenzen“.

„Mit FoKuS schaffen wir eine strukturierte Grundlage, um unsere Studierenden zu befähigen, die Zukunft aktiv mitzugestalten“, betont Prof. Dr. Stephanie Hanrath. FoKuS@THM soll langfristig den Studienerfolg stärken und Studienabbrüche reduzieren, indem es die Handlungsfähigkeit in einer durch Wandel geprägten Welt verbessert. Diese Ziele dienen der Zukunftsfähigkeit der THM als attraktiven Studienort für Studierende und attraktiver Arbeitgeber für Lehrende.

Anlässlich der Bekanntgabe der Förderung der Stiftung sagte Wissenschaftsminister Timon Gremmels: „Zehn Prozent der Gesamtmittel gehen in unser Land und bieten den Hochschulen die Möglichkeit, Lehre neu zu denken, innovative Ansätze zu erproben und Studierenden zukunftsgerichtete Lernumgebungen zu bieten. Das ist ein toller Erfolg und ein starkes Zeichen dafür, dass die Entwicklung von Studium und Lehre ein Herzensanliegen in Hessen ist.“ In den neu anlaufenden Projekten könnten die Hochschulen – neben FoKuS@THM werden fünf weitere Vorhaben hessischer Hochschulen gefördert – auf Erfahrungen und Strukturen aufbauen, die sie bereits durch das Programm QuiS gewonnen hätten, so Gremmels.

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre ist eine in Hamburg ansässige gemeinnützige Treuhandstiftung. Sie ermöglicht Innovationen im Bereich des Lehrens und Lernens an Hochschulen und stärkt die Erneuerungsfähigkeit der Hochschullehre. Die Mittel der Stiftung werden von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt.