Seitdem hat Prof. Dib mehrfach Vorlesungen an der Universität in San Juan gehalten. Die Zuhörer waren Doktoranden aus verschiedenen südamerikanischen Ländern, die am renommierten IEE ihre Promotion auf dem Gebiet der Energietechnik anstreben. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Einen Doktoranden aus Kolumbien, Camilo Cortés, ebenfalls DAAD-Stipendiat, betreute Prof. Dib gemeinsam mit seinem argentinischen Kollegen Prof. Enrique Mombello und dem Institutsdirektor Prof. Giuseppe Rattá. Dessen Dissertation hatte die Beurteilung und Verbesserung der Messgenauigkeit von Magnetfeldsonden im Frequenzbereich bis 30 kHz zum Thema. In einem weltweit einmaligen umfangreichen Untersuchungsprogramm wurden dabei 41 Messgeräte ausgiebig getestet und bewertet. Die Messungen führte der Doktorand während einer Arbeitsphase in Deutschland durch, die von Dr. Hauke Brüggemeyer vom Niedersächsischen Landesamt für Ökologie in Hannover unterstützt wurde. Ein weiterer wesentlicher Teil der Arbeit bestand in der Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Reduzierung der Messfehler bei der Frequenzanalyse.
Die Beteiligung des Friedberger Hochschullehrers am Promotionsabschluss in Argentinien stellt einen Höhepunkt der bisherigen Zusammenarbeit dar. Die Prüfung bestand aus einem Vortrag mit anschließender Befragung des Doktoranden durch die anwesenden sieben Professoren. Camilo Cortés, der auch zuvor hervorragende Leistungen in Theorie und Praxis gezeigt hatte, bestand die Prüfung mit der bestmöglichen Note.
Während des Argentinienaufenthalts führte der Gast von der FH Gießen-Friedberg Gespräche mit der Institutsleitung, mit Professoren und weiteren Doktoranden. Alle Seiten sind bestrebt, die Kooperation künftig auszubauen. Prof. Dib wird eine laufende Doktorarbeit beratend begleiten und eine weitere Dissertation als Korreferent betreuen. Angestrebt wird auch ein Aufenthalt der Doktoranden in Deutschland.