Besuch von Prof. Fidel Castro Junior in der TransMITDas Thema Technologietransfer stand im Mittelpunkt eines Besuchs von Prof. Dr. Dr. Fidel Castro Diaz-Balart an der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Als Wissenschaftlicher Berater seines Heimatlandes interessierte sich der Sohn des kubanischen Staatsoberhauptes vor allem für die Patentierung von Resultaten aus der Hochschulforschung.

Auf Einladung des FH-Präsidiums stellten deren Geschäftsführer Dr. Christian Schulze und Dr. Peter Stumpf dem Gast die Gießener TransMIT GmbH vor. Die Gesellschaft arbeitet für die drei mittelhessischen Hochschulen an der Vermarktung von Innovationen aus Wissenschaft und Technologie. Unter dem Dach der TransMIT sind als Kooperationspartner für Industrie und Wirtschaft mehr als 30 Zentren unterschiedlicher Disziplinen zusammengeschlossen. Elf davon werden von Professoren der FH Gießen-Friedberg geleitet. Als Patentverwertungsagentur hat die TransMIT kürzlich bei einer Leistungsbewertung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegeben wurde, unter 21 bundesdeutschen Agenturen den ersten Platz belegt.

Prof. Dr. Günther Grabatin, der Präsident der FH Gießen-Friedberg, informierte den Besucher über das fachliche Spektrum der Hochschule, die seit dem Jahr 2001 im Rahmen eines Kooperationsprogramms enge Beziehungen zur Technischen Universität Havanna unterhält. Dabei pflegt man den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Beteiligt daran sind vor allem die elektrotechnischen Fachbereiche in Friedberg und Gießen und das Centro de Investigaciones y Pruebas Electroenergeticas der kubanischen Universität.

Zuvor hatte Prof. Castro Diaz-Balart die Gelegenheit genutzt, in Wetzlar die dualen Ausbildungskonzepte der Studiengänge des StudiumPlus kennen zu lernen. Der Atomphysiker ist Professor und Koordinator an der Kubanischen Akademie der Wissenschaften. Auf zahlreichen Auslandsreisen widmet er sich der internationalen Kommunikation über wissenschaftliche, technologische und ökonomische Fragen.