Mit dem Reza-Mehran-Preis konnte Abdessamad Faraji (Mitte) auch die Gratulationen der Vizepräsidentin Prof. Katja Specht und des THM-Präsidenten Prof. Matthias Willems entgegennehmen. Abdessamad Faraji hat den Reza-Mehran-Preis 2019 erhalten. Damit zeichnet die TH Mittelhessen ausländische Studierende aus, die in einem technisch-naturwissenschaftlichen Studiengang eingeschrieben und durch besondere Leistungen in einer frühen Studienphase hervorgetreten sind. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

„Wenn es um Maschinenbau geht, denkt man: Made in Germany.“ So begründet der 23-jährige Marokkaner, warum er 2016 nach Deutschland kam. Zuvor hatte er bereits an der Universität Ibn Tofail in Kenitra Mathematik und Informatik studiert, um seine Grundlagenkenntnisse für die Ingenieurwissenschaften zu erweitern. In Marokko begann er auch schon, Deutsch zu lernen. Nachdem er einen Intensivkurs in Kaiserslautern besucht hatte, legte er die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ab und schrieb sich zum Sommersemester 2017 im Studiengang Maschinenbau an der THM in Gießen ein. Im Mai 2020 wird er voraussichtlich seinen Bachelor-Abschluss machen.

Prof. Dr. Hellgard Richter, die am Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik lehrt, schlug ihn für die Auszeichnung mit dem Mehran-Preis vor und bescheinigte ihm außergewöhnlich gute Leistungen zum Beispiel in den Modulen Wärmeübertragung und Technische Thermodynamik. „Mit seinen hervorragenden Studienergebnissen ist er ein Vorbild für seine Kommilitonen,“ – so ihr Urteil. Der aus dem Iran stammende Preisstifter Dr. Reza Mehran, ehemals Professor in Friedberg, will durch die motivierende Prämierung dazu beitragen, dass Studierende aus anderen Ländern ihren Abschluss schaffen.

Abdessamad Faraji arbeitet studienbegleitend als Werkstudent in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung einer Eisengießerei in Stadtallendorf und weiß es zu schätzen, dass er dadurch sowohl sein Studium finanzieren als auch das Erlernte mit Praxisanwendungen verknüpfen kann. Daneben engagiert er sich in der Islamischen Gemeinde Gießen als Betreuer von Kindern und Jugendlichen und an der THM bei der Unterstützung marokkanischer Studenten.

Die Zuerkennung des Preises bezeichnet er als „große Ehre und Motivation für mein weiteres Studium“. Nach dem Bachelor will er seine akademische Ausbildung mit dem Masterprogramm in Gießen fortsetzen. Danach hat er vor, In Deutschland zunächst weitere Erfahrungen in der Industrie zu sammeln. Und als Fernziel nennt er, eine eigene Firma in Marokko zu gründen.