Im Friedberger Labor: Doktorand Andrés Romero (links) mit seinem Betreuer Prof. Ramzi Dib.Andrés Romero hat im laufenden Wintersemester einen dreimonatigen  Forschungsaufenthalt an der Fachhochschule Gießen-Friedberg verbracht. Er folgte einer Einladung von Prof. Dr. Ramzi Dib vom Fachbereich Informationstechnik – Elektrotechnik – Mechatronik. Der Friedberger Hochschullehrer betreut die Doktorarbeit des in Bogotá (Kolumbien) geborenen Nachwuchswissenschaftlers.

Romero hat in seiner Heimatstadt Elektrische Energietechnik studiert und erhielt anschließend ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, das ihm eine Promotion an der Universidad Nacional de San Juan in Argentinien ermöglicht. Mit dem dortigen Instituto de Energía Eléctrica kooperiert Dib seit dem Jahr 2000. Gemeinsam mit seinem argentinischen Kollegen Prof. Humberto Zini begleitet er Romeros Dissertation.

Darin befasst Andrés Romero sich mit der Modellierung von Verbrauchsprozessen in Netzen der elektrischen Energieversorgung. Für die Planung und den Betrieb solcher Netze ist eine Reihe von Variablen zu berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem verschiedene Typen von Verbrauchern, die unterschiedliche Wirkungen auf den Netzbetrieb haben. Wie viele Verbraucher welchen Typs zu einem bestimmten Zeitpunkt Elektrizität benötigen, weiß man nur ungefähr. Man ist aber auf Informationen darüber angewiesen. Diese Situation versucht Romero in seiner Doktorarbeit zu modellieren. Er benutzt dabei die „Fuzzy-Technik“ – eine Methode, in der aus unscharfen Angaben eine in Rechnernetzen nutzbare mathematische Beschreibung gewonnen wird.

Während seines Forschungsaufenthalts in Friedberg ist es Romero gelungen, seine in Argentinien entwickelten Lösungsansätze weiter zu präzisieren und erfolgreich anzuwenden.