Dipl.-Ing.Gerald Steil, Absolvent des Studiengangs Maschinenbau an der FH in Friedberg, hat seine Promotion zum Dr.-Ing. am Internationalen Hochschulinstitut Zittau erfolgreich abgeschlossen. In seiner 400-seitigen Dissertation untersuchte der 43-Jährige aus Frankfurt am Main, wie sich die Fehlerquote bei der strömungstechnischen Auslegung von Anlagen verringern lässt.

Der Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie (M) der FH Gießen-Friedberg hatte die akademische Weiterqualifikation des Diplom-Ingenieurs gegenüber der sächsischen Universität befürwortet. Dafür sprachen sowohl dessen hervorragende Studienleistungen als auch die Ergebnisse seiner im Berufsalltag fortgesetzten ingenieurwissenschaftlichen Untersuchungen, die den Kern seiner Dissertation bilden. Er überzeugte damit auch das Internationale Hochschulinstitut Zittau, das Gerald Steil zum Promotionsverfahren zuließ, ohne weitere Prüfungen zum Nachweis seiner fachlichen Befähigung zu verlangen.

Mit Prof. Dr.  Hardy Weisweiler war auch der Dekan des Fachbereichs M im Gutachtergremium vertreten. Er hob hervor, dass der Doktorand sich über Jahre hinweg berufsbegleitend der selbständigen wissenschaftlichen Bearbeitung eines Themas gewidmet hat, mit dem er in seiner Berufspraxis immer wieder konfrontiert wurde. Nach dem Diplomabschluss an der Fachhochschule im Jahr 1986 war Gerald Steil zunächst Versuchs- und Berechnungsingenieur in einer mittelständischen Firma. Anschließend sammelte er Erfahrungen in der Entwicklung und dem Bau von Versorgungssystemen, bevor er 1999 Betriebsleiter für die Bereiche Strom und Wasser in einem Energieversorgungsunternehmen wurde. Während seiner 20-jährigen Berufstätigkeit hat sich der Ingenieur kontinuierlich mit numerischen Problemstellungen in der Strömungsmechanik auseinander gesetzt. Die Genauigkeit von Auslegungsberechnungen für Anlagen war ihm dabei ein professionelles Anliegen. Mit seiner Doktorarbeit hat er auf diesem Gebiet ein Verbesserungspotenzial aufgezeigt, das auch eine ökonomische Bedeutung hat. Denn die Verringerung von Fehlern um nur wenige Prozent trägt zur Vermeidung von Energieverlusten bei und erhöht damit die Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Es ist geplant, die Ergebnisse zu veröffentlichen und damit Praktikern einen wertvollen Leitfaden zur Verfügung zu stellen.