Die Friedberger Absolventen der Napier University mit ihren Betreuern: Johannes Nguyen, Dozent Neil Urquhart, Jannick Enenkel, Jan Linus Steuler, Jannick Geyer, Jan-Niklas Keiner und Prof. Michael Guckert (von links). Das Gemälde zeigt den schottischen Mathematiker John Napier, der der Universität in Edinburgh den Namen gab.Fünf Wirtschaftsinformatikstudenten haben neben ihrem Abschluss an der TH Mittelhessen auch einen Bachelor im Studiengang Computing der Edinburgh Napier University gemacht. Jannik Enenkel, Jannik Geyer, Jan Niklas Keiner, Johannes Nguyen und Jan Linus Steuler sind die ersten Friedberger Studenten, die die Kooperation der beiden Hochschulen für diesen doppelten Abschluss nutzten.

Der Friedberger Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung und die schottische Universität arbeiten auf Initiative von Prof. Dr. Michael Guckert seit 2010 zusammen. In der Vergangenheit gab es bereits einige Studenten aus der Wetterau, die im Rahmen des Erasmus-Programms der Europäischen Union in Edinburgh studiert haben. Mit Dr. Neil Urquhart, Dozent an der dortigen School of Computing, kooperiert Guckert auch in der Forschung. Dr. Thomas Farrenkopf, Absolvent und heute Wissenschaftlicher Mitarbeiter der THM, hat an der Napier University promoviert.

Zwei Trimester mussten die Studenten aus Friedberg in Schottland studieren, und alle haben ihre Prüfung „mit Auszeichnung“ bestanden. Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes halfen ihnen bei der Finanzierung. Die Studiengebühren übernahm die „Student Awards Agency Scotland“. Die Integration in den Studienalltag sei ihnen leicht gefallen, sagt Johannes Nguyen, der auch die Praxisorientierung des Studiums lobt. Bei Problemen habe Neil Urquhart jederzeit geholfen. „Alles in allem war die Zeit in Schottland für unsere persönliche Entwicklung sehr lohnenswert. Es ist eine wichtige Erfahrung, sich in einem anderen Land komplett neu einzurichten“, resümiert Nguyen.

Prof. Guckert will dafür sorgen, dass die fünf doppelten Bachelor aus Friedberg nicht die letzten bleiben. Er will die Zusammenarbeit institutionalisieren – auch wenn die Rahmenbedingungen nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union schwieriger werden könnten. Mit Benjamin Hoffmann gibt es auch bereits einen weiteren Fachbereichsmitarbeiter, der an der Partnerhochschule promovieren wird.