TH-Präsident Prof. Günther Grabatin, Preisträger Prof. Ryszard Rybski, Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident der JLU und DAAD-Vizepräsident, Laudator Prof. Axel Schumann (von links)Die Technische Hochschule Mittelhessen hat Prof. Dr. Ryszard Rybski mit der Hugo-von-Ritgen-Medaille geehrt. Diese Auszeichnung erkennt die THM Persönlichkeiten zu, die sich in besonderer Weise um die Hochschule verdient gemacht haben.

In einer Feierstunde erläuterte THM-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin den hohen Stellenwert dieser Anerkennung. Ryszard Rybski, Direktor des Instituts für elektrische Messtechnik an der Universität Zielona Góra,sei seit der ersten Verleihung im Jahr 2005 erst der fünfte Empfänger der Ritgen-Medaille.  

Rybski gehört zu den Pionieren der „Cooperation of Universities in Central and Eastern Europe (CUCEE)“, einem Netzwerk von Hochschulen in Deutschland, Polen, der Ukraine und im Baltikum. In seiner Laudatio hob Prof. Dr. Axel Schumann, Vizepräsident für Auslandsbeziehungen an der THM, Rybskis prägende Rolle bei der CUCEE-Gründung im Jahr 1997 und bei der weiteren Entwicklung des Netzwerks hervor. „Sie haben in herausragender Weise über all die Jahre die Kooperation aufgebaut und ihr Funktionieren organisiert“, sagte Schumann. Der polnische Hochschullehrer sei eine zentrale Figur für die Kontinuität der Kooperation. „Sie haben einen Kern gebildet, an dem sich die anderen festhalten konnten“, so Schumann. Die langjährige Zusammenarbeit mit Rybski habe ihn sehr viel lernen lassen über Polen und das Baltikum.

Besonderes Engagement bescheinigte er ihm bei der Betreuung von Studentinnen und Studenten, die im Rahmen des integrierten Auslandsstudiums in Zielona Góra und Gießen ein Doppeldiplom erlangt haben. Von den insgesamt 82 Absolventen stammen 43 von Rybskis polnischer Hochschule. „Unaufgeregt, zuverlässig, vertrauensvoll und nachhaltig“ habe Rybski jeden einzelnen seiner Studenten betreut.

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, der auch Vizepräsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ist, dankte dem Preisträger im Namen des DAAD für seine Arbeit. Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Krise seien Netzwerke wie CUCEE besonders wichtig.

Rybski nannte in seiner Dankrede die Auszeichnung „eine wunderbare Belohnung für die langjährige Zusammenarbeit“. Vor allem im Studentenaustausch sehe er einen substantiellen Beitrag zur europäischen Integration. Dass der Verbund seit 17 Jahren ausgezeichnet funktioniere, sei dem Engagement vieler Beteiligter aus allen Mitgliedshochschulen geschuldet. „Die Kooperation kann nur so gut sein wie die Personen, die an ihr beteiligt sind“, so der Preisträger.