Mit dem Empfänger Serop Baghdadlian freuten sich bei der Übergabe des Preises THM-Vizepräsidentin Prof. Katja Specht und Stifter Prof. Reza Mehran.Serop Baghdadlian hat den Reza-Mehran-Förderpreis 2018 erhalten. Damit zeichnet die TH Mittelhessen ausländische Studierende aus, die in einem technisch-naturwissenschaftlichen Studiengang eingeschrieben sind und durch besondere Leistungen in einer frühen Studienphase hervorgetreten sind. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

Serop Baghdadlian stammt aus Syrien und legte an der Armenischen Evangelischen Schule im Libanon das Abitur ab. Er begann 2014 ein Biologiestudium, bevor er im Jahr darauf zum Studiengang Biomedizinische Technik an der American University of Science and Technology in Beirut wechselte. Ein Studienvisum ermöglichte es ihm, nach Deutschland zu kommen. Seine erste Station hier war Marburg, wo er Deutsch lernte.

Für die Wahl der TH Mittelhessen als neuen Studienort nennt der 22-Jährige zwei Gründe. Er wollte seine akademische Ausbildung in Biomedizinischer Technik fortsetzen, einer Disziplin, die zum Studienangebot der THM in Gießen gehört. Seine fachliche Präferenz erklärt er so: „Ich habe mich dafür entschieden, da ich ein sehr großes Interesse an Medizin und neuen Technologien habe, weswegen für mich ein reines Medizinstudium nicht in Frage kam.“ Zudem gab es einen familiären Beweggrund, in Mittelhessen zu bleiben: die räumliche Nähe zu seiner Schwester, die in Marburg Pharmazie studiert.

Seit dem Wintersemester 2016/17 studiert er am Gießener Fachbereich Life Science Engineering und will sich mit dem Bachelor- sowie anschließend dem Masterabschluss qualifizieren. Seine bisherigen Erfahrungen an der Hochschule fasst er mit „sehr positiv“ zusammen. Im Rückblick hebt er vor allem das „Buddy-Programm“ hervor, mit dem das International Office der THM Neuankömmlingen aus dem Ausland das Einleben erleichtert. Das habe ihm geholfen, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Heute könne er sagen: „Ich fühle mich jetzt hier wie zu Hause.“

Die Auszeichnung mit dem Reza-Mehran-Preis mache ihn „glücklich und dankbar“, sagt Serop Baghdadlian. Und er führt aus: „Zum ersten Mal in meinem Leben wurden meine Leistungen nicht nur anerkannt, sondern auch belohnt. Ich fühle mich sehr geehrt und motiviert, noch weitere Erfolge anzustreben.“

Dieser Effekt ist ganz im Sinne des Preisstifters Dr. Reza Mehran. Der ehemalige Professor für Elektrotechnik in Friedberg hatte selbst als ausländischer Student an der TH Aachen einen Preis für gute Leistungen bekommen. Diese Anerkennung wirkte als Ansporn auf seinem weiteren akademischen Werdegang und bewegte ihn 2005 dazu, eine vergleichbar motivierende Auszeichnung auszuloben.