Mit einer Arbeit über die Entwicklung eines Geräts für die Inhalationstherapie bei Mensch und Tier hat Oskar Seifert an der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviertMit einer Arbeit über die Entwicklung eines Geräts für die Inhalationstherapie bei Mensch und Tier hat Oskar Seifert an der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviert. Der 32-jährige Marburger ist der erste Absolvent der Technischen Hochschule Mittelhessen, der am Fachbereich Veterinärmedizin der JLU seine Promotion abgeschlossen und den akademischen Grad eines Doktors der Veterinärbiologie (Dr. biol. anim.) erlangt hat.

Die Dissertation trägt den Titel „Entwicklung und Validierung eines Verneblersystems zur individuellen Deposition von Aerosolpartikeln in der Lungenperipherie“. Das System erlaubt es erstmals, die Partikelgröße eines Aerosols zwischen zwei und fünf Mikrometern zu variieren. Dadurch kann ein verabreichtes Medikament unterschiedliche Orte innerhalb der Lunge erreichen. Das macht eine Anwendung bei verschiedenen Krankheiten, zum Beispiel bei Asthma oder der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit, der sogenannten Raucherlunge, möglich. In der Therapie lassen sich außerdem die unterschiedlichen anatomischen Dimensionen bei Tieren, zum Beispiel von Katze und Pferd, berücksichtigen.

Betreuer der Dissertation des diplomierten Medizintechnikers waren Prof. Dr. Volker Groß vom Fachbereich Gesundheit der THM und Prof. Dr. Martin Kramer vom Fachbereich Veterinärmedizin der JLU. Sie beurteilten die Arbeit mit der Note sehr gut.

Dr. Oskar Seifert ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am THM-Fachbereich Gesundheit. Weitere Forschungsprojekte zu Diagnostik und Therapie von Lungenerkrankungen sind in Kooperation mit den Veterinärmedizinern der JLU geplant.