Am automatisierten Fahren forschen weltweit Automobilkonzerne und Zulieferer. Es ist auch ein Arbeitsschwerpunkt von Prof. Dr. Benedikt Lattke, der seit März am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie der THM in Friedberg tätig ist.
Lattke hat von 2002 bis 2008 Maschinenbau mit der Studienrichtung Mechatronik an der TU Darmstadt studiert. Er schloss eine Promotion im Fachgebiet Fahrzeugtechnik über ein „kommunikationsbasiertes Gefahrstellenwarnsystem für Motorräder“ an. Seine Arbeit zeigt, dass Motorradunfälle häufig auf erkennbare Gefahrstellen wie Kurven, Reibwertsprünge oder Fahrbahnschäden zurückgehen, die durch Assistenzsysteme vermeidbar wären. Ein neu entwickeltes Warnsystem kombiniert Fahrdynamiksensoren mit drahtloser Kommunikation, um Gefahrstellen frühzeitig zu erkennen.
Der assistenzbasierten Fahrsicherheit blieb Benedikt Lattke treu: 2012 ging er zu Continental am Standort Frankfurt, wo er in den folgenden Jahren verschiedene Positionen innehatte. So war er als Softwareentwickler, als Projektmanager und als Leitung für den Themenkomplex „Parking & Trailer Functions“ tätig. Als Solution Manager leitete er die Vorentwicklungsprojekte im Bereich „Innovation Line Driverless“ fachlich und organisatorisch. In dieser Zeit war er in zahlreiche technisch-wissenschaftliche Veröffentlichungen zu automatisiertem Fahren und Fahrerassistenzsystemen eingebunden. Zweimal erhielt er den Continental Automotive Gold Award im internen Innovations-Wettbewerb des Automobilzulieferers. Er war an der Entwicklung mehrerer Erfindungen beteiligt, die zur Erteilung von Patenten geführt haben.
Automatisiertes Fahren und mobile Robotik bleiben Themen, denen Prof. Dr. Benedikt Lattke sich in Forschung wie Lehre an der THM widmen will. Zum Nutzen seiner Studierenden bringt er neben Kontakten zur TU Darmstadt auch solche nach China, Japan, Rumänien, Singapur und in die USA mit.