Prof. Dr. Stefan Bernhard lehrt Biomedizinische Technik am Fachbereich Life Science Engineering in Gießen.Prof. Dr. Stefan Bernhard hat seine Arbeit an der Technischen Hochschule Mittelhessen aufgenommen. Er lehrt Biomedizinische Technik am Fachbereich Life Science Engineering in Gießen.

Nach dem Vordiplom an der Fachhochschule Wiesbaden schloss Bernhard sein Studium der Applied Physics 2001 an der University of Central Lancashire im britischen Preston ab. Das anschließende Physikstudium an der Georg-August-Universität Göttingen führte 2002 zum Master of Science. An derselben Hochschule promovierte er 2006 zum Dr. rer. nat. In seiner Arbeit ging es um die Modellierung von Strömungen in Herzmuskelbrücken.

Als Angestellter in der Privatwirtschaft und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin befasste er sich anschließend vorwiegend mit der Anwendung wissenschaftlicher Methoden aus Mathematik und Biophysik in der Medizintechnik. Erfahrungen konnte der gelernte Feinmechaniker als Entwickler in der Medizintechnikbranche sammeln. Von 2012 bis zu seiner Berufung an die TH Mittelhessen war er Professor für Biosignalverarbeitung und Medizinphysik an der Hochschule Pforzheim. Ein Semester hat er als Visiting Professor am Bioengineering Institute der University of Auckland in Neuseeland verbracht.

Als Arbeitsschwerpunkte nennt der 43-Jährige unter anderem die experimentelle und mathematische Modellierung des Herz-Kreislauf-Systems, die Biosignalverarbeitung und Elektrophysiologie sowie die Medizingerätetechnik.


Stefan Bernhard hat verschiedene Forschungsvorhaben abgeschlossen. Dazu gehört die Entwicklung eines Geräts zur nicht-invasiven Langzeitmessung des Blutdrucks, das im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde. Zwei Projekte, die sich mit der Herzkreislaufdiagnose und der digitalisierten Gesundheitsversorgung befassen, werden in naher Zukunft abgeschlossen. Beide fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung.