THM-Vizepräsident Prof. Axel Schumann (links) und Dekan Prof. Jörg Gollnick (rechts) mit dem Preisträger Mohammad Salah.Mohammad Salah ist mit dem Reza-Mehran-Preis geehrt worden, der jährlich an der TH Mittelhessen verliehen wird. Der 23-jährige Jordanier hat die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung für seine guten Studienleistungen und sein soziales Engagement erhalten.

„Ich möchte Ihnen danken, dass Sie an mich geglaubt und mich unterstützt haben.“ So brachte der Preisträger während der Absolventenfeier des Fachbereichs Maschinenbau und Energietechnik seine Verbundenheit mit Hochschullehrern und Kommilitonen zum Ausdruck. Mohammad Salah studiert Maschinenbau an der THM in Gießen. Er strebt den Bachelorabschluss an und will sich anschließend mit einem Masterprogramm in Fahrzeugtechnik weiterqualifizieren.

Nachdem er vor viereinhalb Jahren für sein Studium von Jordanien nach Deutschland gekommen war, stand er vor schweren Herausforderungen: „Es war nicht einfach, das alles zu schaffen, die deutsche Sprache zu erlernen und alleine tausende Kilometer von meiner Heimat und Familie entfernt zu leben.“

Aber Heimweh - seine Familie konnte er seit Studienbeginn nur dreimal besuchen - und großes Lernpensum hielten ihn nicht davon ab, sich in beispielhafter Weise in das Hochschulleben zu integrieren. Er engagiert sich als Tutor und Nachhilfelehrer für Kommilitonen und hilft anderen ausländischen Studierenden, sich auf dem Campus und in Gießen einzugewöhnen.

Trotz dieser Aufgaben und weiterer Beschäftigungen zur Studienfinanzierung ist es dem jungen Maschinenbauer gelungen, in der Regelstudienzeit zu bleiben. Damit erfüllt er sämtliche Voraussetzungen, die Reza Mehran, aus dem Iran stammender THM-Professor für Elektrotechnik, seinerzeit bei der Auslobung formuliert hatte.Der Preisstifter, der in Friedberg gelehrt hat, will damit motivierend dazu beitragen, dass Studierende aus anderen Ländern ihren Abschluss schaffen.

Derzeit macht Mohammad Salah ein Praktikum beim Gießener Unternehmen Tucker GmbH Emhart Teknologies. Seine Zukunft sieht er in der Automobilindustrie. In seinem Berufsleben will er die Rolle eines „Vermittlers zwischen deutschen Firmen und arabischen Ländern“ übernehmen.