FH Gießen-Friedberg verleiht Friedberger Bürgermeister Michael Keller die Hugo-von-Ritgen-MedailleDie Fachhochschule Gießen-Friedberg hat dem Friedberger Bürgermeister Michael Keller die Hugo-von-Ritgen-Medaille verliehen. Der Rathauschef der Wetterauer Hochschulstadt hat die Auszeichnung am 22. April im Rahmen einer Senatssitzung aus der Hand von FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin entgegengenommen.

Die Hugo-von-Ritgen-Medaille kann Personen oder Institutionen zuerkannt werden, die sich um die FH Gießen-Friedberg in besonderem Maße verdient gemacht haben. Als Mitglied der FH-Senatskommission, die Keller für die Ehrung vorgeschlagen hatte, erläuterte Prof. Dr. Matthias Willems die Beweggründe. Er nannte vor allem dessen Engagement für die aktuelle bauliche Erweiterung des Friedberger FH-Campus. Der heutige Bürgermeister habe maßgeblich zur Verwirklichung des inzwischen fertig gestellten Neubaus auf dem ehemaligen „Rüstergelände" beigetragen. Das dreigliedrige Gebäude, das sich auf einer Länge von mehr als 110 Metern von der Wilhelm-Leuschner-Straße bis zur Hanauer Straße erstreckt, bietet der Hochschule auf einer Hauptnutzfläche von 3758 Quadratmetern dringend benötigte neue Dienst- und Seminarräume, Labore und Hörsäle. Dem Einsatz Michael Kellers in seiner damaligen Funktion als Erster Stadtrat sei es vor allem zu verdanken, dass die Stadt seinerzeit durch eine finanzielle Beteiligung den Grundstückskauf ermöglichte und damit zum Partner bei der Schaffung der Grundvoraussetzungen für den Erweiterungsbau wurde.  „Als Erster Stadtrat und Bürgermeister Friedbergs hat er stets die Bedeutung der Hochschule für Leben und Wirtschaft in der Region gesehen und immer tatkräftig zu ihr gestanden", so fasst der Text der Verleihungsurkunde Michael Kellers Verdienste um die FH Gießen-Friedberg zusammen.

FH-Präsident Prof. Grabatin sprach dem Geehrten den Dank und die Anerkennung der gesamten Hochschule aus. In seinem Redebeitrag machte er auch die rasante Entwicklung des Hochschulstandortes Friedberg deutlich. Begannen dort im Wintersemester 1998/99 knapp 300 Immatrikulierte ihr Studium, so steigerte der Wetterauer Campus in der Folgezeit seine Anziehungskraft bis auf den dreifachen Wert im Herbst 2008. Auch die aktuelle Gesamtzahl der Studierenden in Friedberg unterstreicht dieses Wachstum: Mit 4180 liegt sie heute um rund 150 Prozent höher als vor zehn Jahren. Kein hessischer Hochschulstandort sei in den vergangenen Jahren so stark gewachsen wie der Friedberger Campus.

Michael Keller hob in seiner Dankrede die Verbundenheit zwischen der Stadt Friedberg und der Hochschule hervor. Die Ehrung sei ein Ansporn, sich weiter so für die FH einzusetzen wie bisher. Friedberg verstehe sich als Stadt der Bildung, und dabei stehe die Hochschule an erster Stelle. Die Rolle der Stadt beim Grundstückskauf für den Erweiterungsbau sei ihm in guter Erinnerung. In einer „Sternstunde der Kommunalpolitik" sei es binnen kürzester Zeit gelungen, die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung zum finanziellen Engagement für die FH zu gewinnen. Die gegenseitige Wahrnehmung von Stadt und Hochschule habe sich in den letzten Jahren fast dramatisch verbessert. Früher habe man sich gelegentlich getroffen, heute betreibe man eine gemeinsame Standortpolitik, so der Bürgermeister.