Die Preisträger des Friedrich-Dessauer-Stiftungspreises des VDEDie besten Diplomarbeiten am Fachbereich Informationstechnik – Elektrotechnik - Mechatronik (IEM) der Fachhochschule Gießen-Friedberg hat der Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (VDE) Rhein-Main ausgezeichnet. Sieben Absolventen erhielten den Friedrich-Dessauer-Stiftungspreis.

Erster Preisträger ist Thilo Hoffmann, dessen Entwicklung einer neuartigen auf Virtual Reality-Elementen beruhenden Schnittstelle zwischen Mensch und Computer die Preisrichter am meisten beeindruckt hatte. Ihm folgte auf dem zweiten Platz Marcus Zerb, der einen von ihm bis zur fertigen Platine konzipierten Verstärker vorstellte. Den dritten Preis teilten sich Jakob Belschner (Thema: W-Lan für Züge) und Kawa Nazemi (E-Learning), während auf dem vierten Platz mit Christina König, Dennis Eder und dem Gespann Robert Boczki und Adrian Degner gleich vier Absolventen auf einmal gelandet waren. „Die Unterschiede zwischen den allesamt hervorragenden Diplomarbeiten waren so gering, dass wir diese Entscheidung für die beste hielten“, sagte Prof. Dr. Hans-Dieter Spindler, als er die Siegerurkunden gemeinsam mit Dagmar Borchert vom VDE Rhein-Main überreichte.

Neben den mit insgesamt 1200 Euro dotierten Preisen galt es auf der Diplomfeier zudem noch, die notenbesten Absolventen auszuzeichnen. Hier hatten gleich zehn der 80 neuen Diplom-Ingenieure die Note 1,5 erreicht und konnten dafür außer den Urkunden von Dekan Prof. Dr. Karl-Friedrich Klein und Prodekan Prof. Dr. Michael Peppel Buchgeschenke in Empfang nehmen.

Angesichts der Flut von Auszeichnungen blickte der Dekan des Friedberger Fachbereichs,  Prof. Dr. Karl-Friedrich Klein, ein wenig optimistischer in die Zukunft, als er seinen Zuhörern von dem immer dramatischer werdenden Mangel an Ingenieuren in Deutschland berichtete. Ermutigend sei für ihn auch die „große Resonanz der Schüler, gerade im Bereich der Elektrotechnik“, die zuletzt die Informationstage zu einem Besuch an der FH in Friedberg genutzt hatten. Im Rahmen seines Jahresrückblicks wertete Klein den Spatenstich für den FH-Neubau, in den im Sommer 2008 neben der kompletten Medieninformatik auch große Teile der beiden anderen Fachbereichsstudiengänge einziehen sollen, als „wichtiges Ereignis“.

FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin, der wie der allererste Friedberger VDE-Preisträger, Dr. Sven Hischke, allen Absolventen herzlich gratulierte, rief seine jungen Zuhörer auf, den Kontakt zu „ihrer Fachhochschule“ nicht abreißen zu lassen. Darüber hinaus betonte er, die Preise dokumentierten, dass im Fachbereich IEM „kontinuierlich Spitzenleistungen vollbracht werden“. Überhaupt habe der Fachbereich einen „bedeutenden Anteil“ daran, dass die FH seit ihrer schwierigen Phase Ende der 90er Jahre durch die Einführung neuer Studiengänge von damals knapp 1600 auf heute über 4000 Studierende angewachsen sei, so Grabatin.