Alter und neuer Vorsitzender: Prof. Frank E.P. Dievernich (links) und Prof. Matthias Willems. Foto: Bededikt BieberProf. Dr. Matthias Willems ist turnusgemäß zum neuen Vorsitzenden der „Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Hessen“ (HAW Hessen) gewählt worden. Der Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen vertritt die fünf hessischen staatlichen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und die Evangelische Hochschule Darmstadt. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Zu seinem Stellvertreter wählten die Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, der die Frankfurt University of Applied Sciences leitet und zuvor als Sprecher fungierte.

„Die praxisnahe akademische Qualifizierung bleibt die zentrale Aufgabe der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Die Zahl unserer Studentinnen und Studenten ist in den vergangenen zehn Jahren um gut 60 Prozent gestiegen“, so Willems. „Unsere Absolventinnen und Absolventen leisten einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Wirtschaft. Besonders der Mittelstand profitiert davon. Das gilt auch für die anwendungsorientierte Forschung, in der die HAW in der jüngeren Vergangenheit deutlich an Profil gewinnen konnten. Hier muss besonders der Ausbau des wissenschaftlichen Mittelbaus weitergehen.“

Die finanzielle Ausstattung habe trotz aller Anstrengungen mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten. Es gelte jetzt, gegenüber der Landesregierung darauf hinzuwirken, dass der Hochschulpakt für die Jahre 2021 bis 2025 die Leistungen der HAW durch ein angemessenes Budget anerkenne.

Matthias Willems (56) ist seit 2003 Professor für Praktische Informatik an der THM und seit 2016 deren Präsident. Er folgt auf Dievernich, der in den vergangenen beiden Jahren HAW-Hessen-Vorsitzender war.

„In meiner Amtszeit haben wir es als HAW Hessen geschafft, geschlossen aufzutreten - und das trotz der regionalen Unterschiede, in denen die HAW eingebettet sind. Wir haben gemeinsam mit den Universitäten eine gute Verhandlungsgrundlage für den neuen Hessischen Hochschulpakt vorgelegt und haben als Hochschultyp an Sichtbarkeit enorm zugenommen. Auf Landesebene finden sich viele unserer Positionen im Koalitionsvertrag wieder“, erklärt Dievernich.