Der Senat der TH Mittelhessen hat Prof. Matthias Willems mit 29 von 32 Stimmen als Präsidenten wiedergewählt.Prof. Dr. Matthias Willems ist als Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen vom Senat wiedergewählt worden. Er erhielt im ersten Wahlgang 29 von 32 abgegebenen Stimmen. Eine Findungskommission aus Mitgliedern des Wahlvorstandes und des Hochschulrats der THM hatte Willems als einzigen Kandidaten vorgeschlagen. Seine nächste Amtszeit beginnt am 1. April 2022 und dauert sechs Jahre.

Dem derzeitigen Senat der THM gehören bei einer Wahl 33 stimmberechtigte Personen an – laut Hessischem Hochschulgesetz neben den regulären Mitgliedern auch deren Stellvertreter. In dem Gremium sind alle Gruppen der Hochschule vertreten, also Professoren (18), Studierende (9), wissenschaftliche (2) und administrativ-technische Mitarbeiter (4).

Der 57-jährige Willems leitet die Hochschule seit 2016. Als Professor am Friedberger Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung lehrte er zuvor Wirtschaftsinformatik. Willems hat in Medizinischer Informatik promoviert und sich zudem mit einem MBA-Abschluss qualifiziert. Erfahrungen in der Hochschulverwaltung hatte er vor seinem Präsidentenamt als Geschäftsführender Direktor des Zentrums Dualer Hochschulstudien in Wetzlar sowie als langjähriges Mitglied von Fachbereichsrat und Senat sammeln können.

In der Bewerbungsrede zog Willems eine positive Bilanz seiner ersten Amtszeit. Die Zahl der Studierenden sei im vergangenen Wintersemester auf eine Rekordzahl gestiegen. Das spreche für die anhaltende Qualität des Studienangebots.

„Durch die Gründung des Forschungscampus Mittelhessen hat die THM die Zusammenarbeit mit den beiden mittelhessischen Universitäten in der Forschung institutionalisiert. Bundesweit Vorreiter ist die THM mit der Eröffnung des Promotionszentrums für Ingenieurwissenschaften gewesen“, hob Willems hervor. Der im vergangenen Jahr unterzeichnete neue hessische Hochschulpakt mache den Aufbau eines akademischen Mittelbaus für die anwendungsbezogene Forschung möglich.

Auch in Zukunft, so der Präsident, bleibe die Lehre Kernaufgabe der Hochschule. An erster Stelle stehe die Sicherung einer qualitätvollen akademischen Ausbildung. Der Hochschulpakt biete die Möglichkeit, in den nächsten Jahren zusätzliche Professorinnen und Professoren einzustellen. Das eröffne die Chance, die Betreuungsrelation im Studium deutlich zu verbessern, sagte Willems.

Wie sieht die Zukunft der Hochschule nach Corona aus? Und wie die Zukunft der Arbeitswelt? Das seien die zentralen Fragen, mit denen sich die THM in den nächsten Jahren beschäftigen müsse. „Antworten darauf werden wir gemeinsam mit den Hochschulmitgliedern suchen und bei grundlegenden Entscheidungen einen breiten Konsens finden“, versprach Willems. Ein von ihm geleitetes Präsidium werde immer für eine wertschätzende Hochschulkultur stehen.