Von Links: Oliver Egginger, Kerstin Israel und Ali Gürler für den Gesamtpersonalrat sowie Prof. Dr. Matthias Willems und Prof. Olaf Berger für das Präsidium.Zurück ins Büro – das ist derzeit in vielen Betrieben und Behörden die Devise. Auch an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) sind nicht nur die Hörsäle wieder belebt, sondern auch Labore und Büros in Fachbereichen und Verwaltung. „Wir haben aber stets auch die Arbeitszeiten gemeint, wenn wir sagten, dass wir in der Pandemie vieles gelernt haben“, sagt Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Hochschule. Nach stets der wechselnden Corona-Lage angepassten Übergangsregelungen haben Präsidium und Gesamtpersonalrat nun eine moderne Dienstvereinbarung zum mobilen Arbeiten geschlossen.

Kern der Regelung: das flexible Arbeitszeitmodell der Gleitzeit um zeitgemäße Rahmenbedingungen für einen flexiblen Arbeitsort zu ergänzen. Beschäftigte können bei einer Vollzeitstelle und einer Fünftagewoche nun bis zu 72 Stunden monatlich mobil arbeiten, Teilzeit-Beschäftigte anteilig. „Wir übertragen die genaue Ausgestaltung bewusst an die Beschäftigten und ihre jeweiligen Vorgesetzten“, sagt Willems: Die Funktionsfähigkeit der Präsenzhochschule müsse gewahrt bleiben, die enge Abstimmung innerhalb der Teams verringere Konfliktpotentiale.

Kerstin Israel, Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der THM lobt die „konstruktiven Gespräche“: „Wie haben die Basis für eine vertrauensvolle und flexible Arbeitszeitgestaltung geschaffen, welche bereits in der Pandemiezeit wuchs und nun weiter gestärkt werden kann." Der Präsident erwähnt, dass die Aufteilung in mobile und Präsenzarbeit nicht nur tage-, sondern stundenweise möglich wird. Dies gebe größtmögliche Flexibilität. Für besondere familiäre Belastungssituationen sind zudem individuelle Regelungen möglich.

Die Dienstvereinbarung ist mit Unterzeichnung bereits in Kraft, es bedarf allerdings noch der technischen Umsetzung. So soll etwa das „Einstechen“ per App möglich werden. Bis dahin hat die aktuelle Übergangsregelung bestand – auch sie sieht bereits bis zu 9 Tage mobiler Arbeit im Monat vor.