Für seinen Beitrag erhält Prof. Dr. Gerd Manthei den „Honorable Mention Award“ aus den Händen des Vorsitzenden des Organisationskomitees, Prof. Dr. Hirokazu Moriya von der Tohoku Universität in Sendai.Bereits zum zehnten Mal hat Prof. Dr. Gerd Manthei die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) beim International Acoustic Emission Symposium (IAES) in Japan vertreten. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Michael Guckert berichtete er über die Anwendung eines neuronalen Netzes zur Klassifizierung räumlich geclusterter Schallemissionsereignisse in massivem Salzgestein. Im Rahmen des Symposiums wurde ihr Beitrag mit dem „Honorable Mention Award“ für seine Güte ausgezeichnet.

Das (IAES) wird von der japanischen Arbeitsgruppe auf dem Gebiet der Schallemissionsprüfung im zweijährigen Rhythmus veranstaltet, in diesem Jahr in der Stadt Kawasaki. Manthei nahm erstmals 1998 teil und gehört seitdem auch zum International Advisory Board. Die Konferenz, die seit 1972 regelmäßig stattfindet, hat es sich zum Ziel gesetzt, Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie zu Forschung und Anwendung des Schallemissionsverfahrens zu fördern. Diese Technik dient passiv dem zerstörungsfreien Auffinden von Fehlstellen in einer Vielzahl von Werkstoffen und Materialien und ist deshalb weitverbreitet.

Manthei und Guckert berichteten über die Klassifizierung von Schallemissionsereignissen, die bei sechs Hydraulic-Fracturing-Tests in massivem Salzgestein registriert wurden. Für die Mustererkennung wurde eine KI, ein sogenanntes vollvermaschtes Vorwärtsnetzwerk verwendet, das darauf trainiert wurde, die Ereignisse nach Zielklassen zu kategorisieren. Als Eingangsdaten wurden Signalankunftszeitprofile der einem Erdbeben vergleichbaren longitudinalen und transversalen elastischen Wellen verwendet, um das neuronale Netz zu trainieren, zu testen und zu validieren. Gefördert wurde die Arbeit durch den Connectom-Vernetzungsfonds im Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI).

Internationales Zusammentreffen: Die Vertreterin von AEWG Prof. Didem Ozevin von der Universität Illinois Chicago, USA (2.v.r), der Vertreter von JCAE Prof. Tomoki Shiotani von der Kyoto Universität, Japan (2. v.l) und Prof. Gerd Manthei als Vertreter von EWGAE (l.).Im Rahmen der Tagung fand auch ein Austausch der weltweit größten Arbeitsgruppen zum Schallemissionsverfahren statt: der AEWG aus den USA, der JCAE aus dem Gastgeberland Japan und der europäischen Arbeitsgruppe EWGAE, die Prof. Manthei vertrat. Der Zusammenschluss dieser drei Arbeitsgruppen dient der Förderung der Schallemissionstechnologie durch die Veranstaltung weltweiter Konferenzen, der Förderung und Organisation von Fachsitzungen oder Symposien und dem Aufbau eines technischen Austauschs mit anderen Gruppen, die sich für Schallemissionen und ihre Anwendungen interessieren.