Astrid Michalowski (links) und Johannes Struck überreichen die Spenden an Gitta Baumgartl-Weber und Ingrid Nolte (Mitte). Foto: THM   Zum Jahresübergang wird häufig derer gedacht, die besonderer Unterstützung und Hilfe bedürfen. Das haben auch die Beschäftigten der Technische Hochschule Mittelhessen (THM) getan: Bereits zum dritten Mal spendete der Personalrat die Einnahmen aus dem Losverkauf seines Winterfests. Die Feier im Dezember war mit ungefähr 300 Leuten gut besucht. So standen schließlich, bezuschusst durch Mitglieder des Präsidiums, 1200 Euro zur Verfügung.

Astrid Michalowski und Johannes Struck vom örtlichen Personalrat Gießen der THM überreichten je einen Teil des Betrags an den Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen und an das Agaplesion Haus Samaria Hospiz. Das Geld wurde bar übergeben. „Ich hoffe, sie können etwas damit anfangen“, merkte Michalowski an. Dies bejahten Gitta Baumgartl-Weber vom Hospiz und Ingrid Nolte vom Elternverein, da jeder Euro ihrer Arbeit zuträglich ist.

Nolte berichtete, dass zu den Angeboten ihres Vereins etwa eine ambulante Krankenschwester gehört, die unter anderem in der Erstberatung und häuslichen Unterstützung tätig ist. Der Verein bietet ein Elterncafé an sowie ein Sommer- und Weihnachtsfest. Zu diesem kommen auch genesene Kinder, dadurch kann ein Austausch entstehen und Mut gemacht werden. Die Arbeit könne sehr herausfordernd sein, da man immer wieder mit dem Tod konfrontiert werde und Kinder solche Themen viel ungehemmter ansprächen.

„Kinder haben diese Berührungsängste noch nicht“, bestätigte auch Baumgartl-Weber vom Hospiz, die ebenfalls täglich mit schweren Schicksalen konfrontiert ist. Der Tod ist für sie ein Dauerthema und sie sieht es als ihre Aufgabe, ihn zu enttabuisieren. Auch Nolte meinte: „Darüber reden ist wichtig.“ Beide Frauen sind der Meinung, dass es entscheidend sei, einzelne Glücksmomente und Genesungen zu sehen und wertzuschätzen. So konnten etwa Anfang letzten Jahres drei Menschen das Hospiz nochmals verlassen. „Ich habe auf jeden Fall Hochachtung vor Ihnen und Ihrer Arbeit“, betonte Michalowski.