Vizepräsident Prof. Olaf Berger und Abteilungsleiterin Anette Schönberger (2. und 3. v.l.) sind namens der THM dem Verein „Familie in der Hochschule“ beigetreten.Die Anforderungen von Studium und Lehre mit denen von Familien in Einklang zu bringen, hat sich der Verein „Familien in der Hochschule“ zur Aufgabe gemacht. Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM), seit Jahren für ihre Familienfreundlichkeit zertifiziert, ist dem Verein daher nun beigetreten.

Die Familie ist für die meisten Menschen Kern ihres Lebens – das Berufsleben mit ihr gelungen zu vereinen, sollte deshalb für Arbeitgeber steter Ansporn sein. Die THM hat sich diesem Ziel seit langem verschrieben: „Familienfreundlichkeit als Querschnittsthema ist integraler Bestandteil der Hochschulentwicklung“, sagt Anette Schönberger, Abteilungsleiterin Personalentwicklung und Gleichstellung. Deshalb gehört die THM nun zu rund 150 Hochschulen, wissenschaftlichen und wissenschaftsnahen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum mit ähnlicher Position. Gemeinsam wollen sie im Verein „Familie in der Hochschule“ das Mit- statt Nebeneinander der beiden Lebenswelten verbessern.

Gemeinsam mit Prof. Olaf Berger, als Vizepräsident mit Kanzlerfunktion Leiter der Hochschulverwaltung, hat Schönberger die Jahrestagung des Vereins in Göttingen besucht, wo Berger dessen von ihm unterzeichnete Charta als Zeichen des Beitritts präsentierte. Darin verpflichtet dich die Hochschule, familiengerechte Studien- und Arbeitsbedingungen zu verstetigen und auszubauen, Führungskräfte in der geschlechtergerechten und familienfreundlichen Zusammenarbeit und Führung zu stärken, Studienzeiten in besonderen Lebenslagen zu flexibilisieren sowie Angebote der Kinderbetreuung sowie für pflegende Angehörige auszubauen.

„Unsere Aufgabe ist es, Familienfreundlichkeit analog zu beispielsweise der Nachhaltigkeit stets mitzudenken“, erklärt Schönberger. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Familie seien etwa häufig flexible Arbeitszeiten von großer Bedeutung, für Studierende mit Kind Gestaltungsspielräume in der Studien- und Prüfungsorganisation. In der Forschung sei die Erkenntnis wichtig, dass uneingeschränkte Verfügbarkeit der Forschenden nicht gleichzusetzen sei mit hoher Qualität von Ergebnissen.

Ziel der Mitgliedschaft im Verein ist zudem eine Vernetzung, um Ideen und Best-Practice-Ansätze auszutauschen. Aus diesem Grund wird sich die THM auch in Arbeitsgruppen inhaltlich engagieren.