Erfolg für das Friedberger Motorsportteam: Beim internationalen Konstruktionswettbewerb „MotoStudent“ im spanischen Alcañiz haben die Studierenden der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) den Pokal für das beste Design nach Hause geholt und sich damit gegen 32 internationale Teams durchgesetzt. Auch in weiteren Disziplinen punkteten sie.
Über 18 Monate hinweg entwickelten, konstruierten und fertigten die Studierenden ihr eigenes Rennmotorrad – von der ersten Idee bis zum fertigen Rennmaschinen-Prototyp. Dabei wendeten sie ihr theoretisches Wissen aus dem Studium direkt in der Praxis an: „Die Studierenden lernen, im Team zu arbeiten, kreative Lösungen zu finden und komplexe technische Herausforderungen eigenständig zu meistern – Fähigkeiten, die in der Ingenieurpraxis unverzichtbar sind“, betonte Projektleiter Pascal Jaeger.
Die „MotoStudent“ ist ein internationaler Wettbewerb, bei dem Studierendenteams aus Hochschulen ihre selbst entwickelten Rennmotorräder gegeneinander antreten lassen. Bewertet wird dabei nicht nur die Leistung auf der Strecke, sondern das gesamte ingenieurwissenschaftliche Konzept – von der Konstruktion und technischen Umsetzung über die Präsentation bis hin zum Design.
Und genau in diesen Disziplinen hat das Friedberger Team die meisten Punkte erreicht und so den ersten Platz belegt. Zudem erreichte es Platz 1 in den Kategorien „Drawings/CAD (Computer-aided Design)“ und „Final Presentation“, Platz 2 bei „Best MS1 Overall“ und Platz 3 im „Team Plan“. Damit belegte das Team den sechsten Platz in der Gesamtwertung des Wettbewerbs.
Das Team der Saison bestand aus 25 Studierenden aller Friedberger Fachbereiche – von Maschinenbau bis Wirtschaftsingenieurwesen. Sie schlüpften in die Rolle von Motorsportingenieurinnen und -ingenieuren und bekamen Einblicke in Themen wie die Fahrzeugtechnik, Aerodynamik, Elektronik, 3D-Druck und Fertigungstechnik. „Ein besonderer Dank gilt allen Sponsoren, Partnern und Freunden deren Unterstützung maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat.“
„Die Arbeit im Motorsportlabor fördert Teamfähigkeit, Kreativität und unternehmerisches Denken“, fasste Student Luis Castillo Welter, Teil des Motorsportteams, zusammen. „Der Erfolg bei der MotoStudent ist gleichzeitig das Ergebnis der Verbindung von praxisnaher Lehre, Teamarbeit und technischer Exzellenz“, fügte Laborleiter Prof. Dr. Claus Breuer hinzu. Das Projekt bietet den Studierenden nicht nur wertvolle Einblicke in die Praxis des Ingenieurwesens, sondern auch die Möglichkeit, Kontakte in der Branche zu knüpfen. Nicht selten dient die Arbeit im Motorsportteam als Sprungbrett für die berufliche Karriere.