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Ein Ruderer der THM sitzt in seinem Ruderboot auf dem Wasser.
THM-Ruderer Tim Titus Günther in Krefeld (Foto: Rowerhead/Paul Hense)

Zwei Ruder und ein Steuerseil in der Hand, dazwischen nur ein einziges Rennen. Was wie pures Ruder-Chaos klingt, war eine erfolgreiche Strategie für die Gießener Ruderinnen und Ruderer bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften. 

Im Juli verwandelte sich die Regattastrecke in Krefeld zum Hotspot des deutschen Rudersports. Studierende aus ganz Deutschland kämpften um Titel, Platzierungen und die begehrten Startplätze für die Europäischen Hochschulmeisterschaften. Mittendrin die Rudrerinnen und Ruderer der THM.

Die erfolgreichste Athletin des Wochenendes war Victoria Hory, die Medizinische Physik an der THM studiert. Sie ging in einer Wettkampfgemeinschaft aus THM und Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) an den Start. Im Frauen-Doppelvierer setzte sie sich im A-Finale durch und sicherte sich den Meistertitel. Kurz darauf folgte dann der nächste Erfolg: Auch im Vierer ohne Steuerfrau fuhr die Wettkampfgemeinschaft um Hory als Erste über die Ziellinie. Beide Siege bedeuten zugleich die Qualifikation für die European University Championships (EUC) 2027, die im ungarischen Sukoro ausgetragen werden.

Außerdem ging Victoria Hory im Einer an den Start. Für sie bedeutete das ein drittes Rennen noch am selben Wochenende. Es reichte zur Bronzemedaille und damit einer weiteren Podestplatzierung.

Auch bei den Männern sorgte die THM für Spannung. Tim Titus Günther, Student des Bachelorstudiengangs Digital Media Systems, sicherte sich im Vorlauf den Einzug in den Kreis der schnellsten Boote Deutschlands. Im Finale selbst reichte es am Ende zum fünften Platz; eine starke Leistung gegen die international erfahrene Konkurrenz der besten Leichtgewichts-Einer Deutschlands.Die Ruderteams posieren für ein Gruppenfoto.

Kaum war Günther aus dem Boot gestiegen, tauschte er seine Ruder – die Skulls – gegen das Steuer im Frauen-Achter und das in der fast unschlagbaren Crew um Doppel-Siegerin Victoria Hory. In einem harten Rennen brachte Günther den Achter mit ruhiger Hand und klarem Kopf ins Ziel. Am Ende stand Bronze zu Buche – der perfekte Abschluss dieses Tages, an dem vor allem die Athletinnen der THM ihr Können erneut unter Beweis gestellt haben.

Der Männer-Vierer mit Tim Titus Günther und seinen Mannschaftskollegen der JLU musste sich im Vorlauf mit dem letzten Platz begnügen. Im folgenden Finale B fand das neu gebildete Team besser zusammen und erreichte mit einer enormen Leistungssteigerung den 2. Platz und somit den 8. Gesamtplatz.

Zwei Meistertitel, zwei EUC-Qualifikationen und zwei Bronzemedaillen: Die Deutschen Hochschulmeisterschaften 2026 in Krefeld gehen als eines der erfolgreichsten Wochenenden in die Rudergeschichte der THM ein.