Alles Grübeln half nichts: Gegen Marcin Tazbir waren Klaus Wüst, Helmut Waldrich, Steffen Reichman, Stephan Euler und Joaquin Diaz (von links) chancenlos. Bei seinen Turnierteilnahmen war das Schachteam der Technischen Hochschule Mittelhessen in der Vergangenheit regelmäßig erfolgreich. So belegte die Mannschaft bei Wettkämpfen von Betriebs- und Firmenmannschaften stets vordere Plätze.

In Gießen trat nun ein THM-Team gegen den polnischen Großmeister Marcin Tazbir an. Der 31-Jährige spielte viele Jahre in der Schachbundesliga und ist Weltmeister der Blinden und Sehbehinderten. Seinen Kontrahenten an der THM stellte er sich in einem Simultanwettkampf. Dabei fordert ein Spieler mehrere Gegner gleichzeitig heraus, wobei an jedem Brett eine Schachuhr läuft. Schwächere Spieler haben so eher eine Chance, da sie eine längere Bedenkzeit als der Simultanspieler haben.

Viel half das dem fünfköpfigen Team der Hochschule nicht. Die Professoren Joaquin Diaz, Stephan Euler und Klaus Wüst mühten sich ebenso wie Helmut Waldrich vom Studienkolleg und Steffen Reichmann, Professor an der Hessischen Hochschule für Verwaltung und Polizei. Das Ergebnis fiel aber eindeutig aus. Der polnische Spitzenspieler gewann mit 5 : 0.