Prof. Dr. Sven Pohl, Stefan Dickel, Marius Jörg und Heinz Hermann Killer testen den neuen Scanner. (Foto: THM)Das Scannen von 3D Modellen ist schon lange nichts Neues mehr. Allerdings kann die dahinterstehende Technologie noch sehr viel mehr. So präsentierten Prof. Dr. Sven Pohl und Stefan Dickel vom Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik (ME) der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) nun stolz ihren neuen Laserscanner, den Hott Scan, der knappe 10000€ wert ist und die bisherigen Geometrieerfassungssysteme nochmals erweitert.

Dieser ist eine Spende des Ingenieurbüros np aus Fernwald, das bereits seit 35 Jahren für nachhaltiges Planen und Bauen in der technischen Gebäudeausrüstung steht. Sie begleiten vom Vorentwurf über die Ausführung bis hin zur Objektüberwachung. Arbeitsobjekte waren bereits Bildungsbauten wie die THM, aber auch Banken oder Historische Gebäude wie das Gießener Zeughaus. „Wir versuchen immer, sehr innovativ und dabei auch mit neusten Technologien in Hard- und Software zu arbeiten“, sagt Heinz Hermann Killer, Inhaber von np. Nach Anschaffung des 2018 von Hottgenroth entwickeltem Scanners wurde allerdings festgestellt, dass die Bedienung und Nachbearbeitung der Raumscans für die gelegentliche Nutzung zur Bestandsaufnahme und Baudokumentation zu aufwendig ist. „In der Lehre findet der Scanner noch eine sehr gute Anwendung“, meint Marius Jörg von np. Beispielsweise für Abschlussarbeiten. Der gute Ingenieur braucht Erfahrung“, ergänzt Pohl.

Der neue Hott Scanner des Fachbereichs ME. (Foto: THM)Dickel erklärt, dass es sich bei dem 3D-Raumscanner um ein hochmodernes Gerät handelt, das auf Basis von Lasermesstechnik präzise Messwerte für ein detailliertes 3D-Aufmaß liefert. Angaben wie beispielsweise die Wanddicke können ins System eingepflegt und dann beim Aufzeichnen der Räume mit berechnet werden. Die Ergebnisse ergänzen dann die Planungsdaten zu einem vollständigen Building Information Modelling (BIM). Der Scanner macht sehr viele einzelne hochauflösende Fotos und verbindet diese zu einem Panoramabild. Die gescannten Punkte können auf dem Handy verfolgt werden. Die Datenübertragung erfolgt über USB oder Wifi. „Das Ingenieurwesen wirkt immer ein wenig Old School, aber wir verfügen über modernste Technik. So müssen wir auch versuchen, die jungen Leute wieder mehr ran zu holen“, ist Pohl der Meinung.