Daniel Rühl kontrolliert die Produktion an der THM.Schutzkleidung für medizinisches Personal ist in Corona-Zeiten lebenswichtig – und nach wie vor knapp. Nützlich sind unter anderem Masken. deren Hauptkomponenten Kunststoffringe sind, die sich im 3D-Druck herstellen lassen und aus denen mithilfe einfacher Overheadfolie „Faceshields“ produziert werden. Diese Schutzschilde helfen unter anderem, um sich vor Tröpfcheninfektionen zu schützen.

An der Technischen Hochschule Mittelhessen haben Marc Runkel und Daniel Rühl eine Produktionsstätte dafür eingerichtet. Die beiden arbeiten an der THM im Projekt 3D-Druck in der individualisierten Medizin. Da der Betrieb in den Laboren zurzeit weitgehend ruht, konnten sie von verschiedenen Fachbereichen Drucker ausleihen. 80 Faceshields können sie pro Tag herstellen. Die Geräte laufen dafür 24 Stunden am Tag und müssen nur gelegentlich kontrolliert werden.

Ein Faceshield kann das Gesicht wirksam schützen.Außerdem arbeiten die 3D-Druck-Experten an speziellen Bauteilen für den Einsatz am Gießener Uniklinikum, so zum Beispiel an einem Adapter, mit dem ein Beatmungsfilter an eine Schnorchelmaske anschließbar ist.

Koordiniert wird das Projekt vom Makerspace Gießen, der auch die kostenlose Verteilung der Masken an medizinische Einrichtungen übernimmt. Die offene High-Tech-Werkstatt in der Gießener Innenstadt, die großenteils von der THM finanziert wird, hat bisher mit der Hilfe von über 80 Unterstützern mehr als 1500 Faceshields unter anderem an Kliniken, Arztpraxen und Pflegedienste verteilt.