Prof. Dr. Claus Breuer präsentiert den Teilnehmenden der AutoM-Labortour die Motorräder und Teststände des THM Racing Teams.Die Automobilbranche und ihre Zulieferer stecken in einem historischen Umbruch, der durch neue Technologien getrieben ist. Regionale Akteure haben an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) am Campus Friedberg einen Einblick in die Forschungstätigkeit des interdisziplinären Kompetenzzentrums für Automotive, Mobilität und Materialforschung (AutoM) erhalten.

Das Zusammentreffen von Wissenschaft und Wirtschaft wurde initiiert vom TeamMIT (Transformationsnetzwerk Mittelhessen). Neben Vertretern der IHK Gießen-Friedberg, des Regionalmanagements Mittelhessen, der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer und der Philipps-Universität Marburg waren regionale Technologieführer und Mittelständler aus dem Automotive-Sektor zu Gast an der THM. Ihr Interesse galt den branchenbezogenen Friedberger Disziplinen: Motorsport und Verbrennungsmotoren, Fahrsimulation, Produktionstechnik sowie Leichtbau und Betriebsfestigkeit.

Prof. Dr. Udo Jung spricht in seinem Labor für Betriebsfestigkeit über Simulation und Konstruktion im Fahrzeugbau.Das Zentrum vereint diese und weitere mobilitätsbezogene Expertise der THM-Fachbereiche Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie, Maschinenbau und Energietechnik, Informationstechnik-Elektrotechnik-Mechatronik, Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung und Bauwesen. Die oft anwendungsorientierte Forschung der Mitglieder treibt die Entwicklung und Prüfung neuer Werkstoffe, etwa im Leichtbau, sowie digitale Produktentwicklungs- und Fertigungsverfahren voran. Die intelligente und nachhaltige Mobilität setzt den Rahmen für die Arbeiten innerhalb dieses Kompetenzzentrums, beispielsweise das Design von „Low-Emission“-Fahrzeugen.

Letzteres gehört zu den von AutoM identifizierten Zukunftsfeldern der Mobilität – wie auch moderner öffentlicher Personennahverkehr und Radverkehr mit entsprechender Infrastruktur, die digitale Produktentwicklung und additive Fertigung und der Leichtbau in Verbindung mit Bionik, also dem Lernen aus dem Vorbild der Natur. Die Professoren Dr. Claus Breuer, Dr. Jörg Pfister, Dr. Udo Fiedler, Dr. Carsten Stroh und Dr. Udo Jung stellten abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte vor, die zumeist mit Industriepartnern umgesetzt wurden und werden.