Statt in der Aula der Wirtschaftswissenschaften der THM präsentieren Schülerinnen und Schüler ihre Beiträge im Wettbewerb „Jugend forscht“ am 20. Februar in der Gießener Kongresshalle. Neugier und der Wille, Dinge selbst auszuprobieren, sind zentrale Triebfedern wissenschaftlicher Arbeit. Genau hier setzen „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ an: Die bundesweiten Nachwuchswettbewerbe starten in ihre 61. Runde. In Mittelhessen richten die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) das Regionalfinale gemeinsam aus. Am Freitag, 20. Februar, stellen 38 Teams ihre Projekte öffentlich vor.

Die Stiftung „Jugend forscht“ hat den Wettbewerb in diesem Jahr unter das Motto „Maximale Perspektive“ gestellt. Bundesweit beteiligen sich rund 11.500 Schülerinnen und Schüler in sieben Fachgebieten. In Mittelhessen gehen jeweils 19 Projekte in beiden Wettbewerbssparten an den Start, wobei sich „Jugend forscht“ an Jugendliche ab 15 Jahren richtet, die „Junior“-Ausgabe an jüngere Kinder. Die Wettbewerbsleitung übernimmt erneut Matthias Burk von der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar.

„Bei diesem Wettbewerb lernen Jugendliche, wie Wissenschaft funktioniert. Sie arbeiten strukturiert, dokumentieren sauber und vertreten ihre Ergebnisse überzeugend. Das sind Schlüsselkompetenzen für unsere Zukunft“, lobt Prof. Dr. Jochen Frey das Unkonventionelle an „Jugend forscht“. Das schaffe Motivation für ein späteres Studium. Der Vizepräsident für Forschung, Transfer und wissenschaftlichen Nachwuchs an der THM ist Gastgeber des Regionalentscheids: Ab 9.30 Uhr präsentieren die Teams ihre Arbeiten vor einer Jury. Von 14 bis 16 Uhr sind die Projekte im Rahmen einer Ausstellung in der Gießener Kongresshalle öffentlich zu sehen. „Spannende Fragen stellen sich überall, im Alltag und im Weltall. Der kreative Umgang damit ist in jedem Fall ein Gewinn. Das diesjährige Motto ,Maximale Perspektive‘ fordert junge Forschende heraus, sich auch mit den großen Fragen jenseits der unmittelbaren Anwendbarkeit zu beschäftigen“, ergänzt Prof. Dr. Kai-Thomas Brinkmann, Patenbeauftragter und Mit-Gastgeber der JLU.

Inhaltlich reicht das Spektrum der Experimente von Fragen der Lebensmittelproduktion über Aspekte der Energiegewinnung und -speicherung bis hin zu Untersuchungen kognitiver Fähigkeiten bei Menschen und Tieren. Auch medizinische und kosmetische Themen sowie klassische Fragestellungen aus Physik, Chemie und Mathematik sind vertreten. Insgesamt beteiligen sich zwölf Schulen aus der Region. Welche Projekte die Jury besonders überzeugen, zeigt die öffentliche Siegerehrung ab 16.10 Uhr. Sie wird live auf dem YouTube-Kanal der THM übertragen. Frey zeigt sich gespannt auf die Qualität der Arbeiten und sagt: „Am Ende geht es nicht nur um Preise. Es geht ums Lernen, um Austausch und darum, Forschung verständlich zu machen. Diese Kompetenzen braucht unsere Gesellschaft dringend.“

Die erstplatzierten Teams qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe: „Jugend forscht junior“ findet am 20. und 21. März in Kassel statt. Das Landesfinale von „Jugend forscht“ folgt am 18. und 19. März in Darmstadt. Für die Landessiegerinnen und -sieger geht es anschließend zum Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach – ausgerichtet von der Schaeffler AG als Bundespatenunternehmen gemeinsam mit der Stiftung „Jugend forscht“.