Gäste des CUCEE-Netzwerks aus Mittel- und Osteuropa haben mit der THM über die Vertiefung der Kooperation gesprochen und am Standort Friedberg unter anderem das Labor von Prof. Dr.-Ing. Dorra Baccar am Fachbereich M besichtigt.Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) treibt die Zusammenarbeit mit ihren Partnerhochschulen in Mittel- und Osteuropa weiter voran. Beim Frühjahrstreffen des internationalen Hochschulnetzwerks CUCEE (Cooperation of Universities in Central and Eastern Europe) an der THM in Friedberg standen gemeinsame Studienangebote, neue Kurzzeitprogramme und Forschungskooperationen im Mittelpunkt.

THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems würdigte die langjährige Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks, das seit 26 Jahren besteht. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Austausch sowie gemeinsame Studien- und Forschungsangebote in Mittel- und Osteuropa auszubauen. Hervorgegangen ist das Netzwerk aus einer Kooperation der THM mit der Universität Zielona Góra, die nächstes Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Professor Ryszard Rybski von der polnischen Partnerhochschule überreichte Willems dazu einen persönlichen Brief sowie eine Medaille der Prorektorin Prof. Dr. Justyna Patalas-Maliszewska.

Im Fokus der Gespräche unter der Leitung des CUCEE-Koordinators Prof. Dr. Rafael Greszczynski vom Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen (WI) stand die Weiterentwicklung gemeinsamer Doppelabschlussprogramme. Mehrere Fachbereiche der THM arbeiten derzeit daran, bestehende Vereinbarungen mit europäischen Partnerhochschulen auszubauen und Studienverläufe stärker aufeinander abzustimmen.

Eine wichtige Rolle spielten außerdem sogenannte Blended Intensive Programmes (BIP). Diese kombinieren digitale Lehrangebote mit internationalen Präsenzphasen. Ein bereits erfolgreich laufendes Beispiel stellte Lena Östreich aus dem Fachbereich WI vor. Beteiligt sind Studierende der THM sowie Hochschulen aus Polen und Finnland. Nach einem ersten erfolgreichen Durchlauf an der THM treffen sich die Teilnehmenden in den nächsten Jahren auch in diesen Ländern.

Darüber hinaus diskutierten die Partner neue Forschungsprojekte und Fördermöglichkeiten, unter anderem im Rahmen der Ostpartnerschaften des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Dabei zeigte sich, dass insbesondere bilaterale Projekte künftig stärker in den Fokus rücken könnten. Die Gäste zeigten sich sehr interessiert an Ausstattung und Laboren am THM-Standort Friedberg und besuchten unter anderem das Elektrotechnik-Labor von Prof. Dr.-Ing. Dorra Baccar am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie (M).

Auch neue Kooperationen im Bachelorbereich wurden vorbereitet. Der Fachbereich Informationstechnik-Elektrotechnik-Mechatronik (IEM) prüft derzeit gemeinsame Doppelabschlussprogramme mit Partnerhochschulen in Lviv und Gliwice. Bereits zum Wintersemester 2026/27 könnten erste Studierende aus der Ukraine und Polen an die THM kommen.