Über 50 Bildungs-Aktive aus ganz Mittelhessen sind der Einladung zum dritten Treffen des regionalen Netzwerks für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gefolgt, das an einem ausgezeichneten MINT-Bildungsort für Kinder und Jugendliche, der Theo-Koch-Schule (TKS) in Grünberg, stattfand.

Seit 2011 ist die TKS, größte Schule im Landkreis Gießen, in das nationale Excellence-Netzwerk von MINT-Schulen aufgenommen und beteiligt sich als eine von fünf Schulen an der Ausrichtung der mittelhessischen MINT-Nacht. Wie MINT im ländlichen Raum gefördert werden kann, war deswegen auch Teil der Vorstellung der Schule. Neben der Schulleitung waren Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aus allen Fachbereichen vor Ort, um die MINT-Angebote mit konkreten Experimenten vorzustellen: Mehlstaubexplosionen, Roboterprogrammierung, Matherätsel, PC-Reparatur und Messung der Stoffmengenkonzentration präsentierten und erklärten Schülergruppen verschiedenen Alters den Netzwerkmitgliedern mit offensichtlicher MINT-Begeisterung.

Zur dritten Netzwerkveranstaltung auf Einladung des Projekts MINTmit waren auch dieses Mal wieder viele neue Expertinnen und Experten aus schulischen, außerschulischen, wissenschaftlichen, öffentlichen und (Arbeitsmarkt-)politischen Institutionen gekommen, um sich und ihre MINT-Aktivitäten besser zu vernetzen. Bei der Präsentation der TKS wurde einerseits deutlich, dass der Landkreis Gießen als Schulträger Lernbereiche und Profil-Klassen durch Investitionen in neue Räume ermöglicht hat. Zum anderen zeigten Jörg Keller und Marcel Jochim, wie wichtig Kooperationen sind, um für die Schülerinnen und Schüler konkrete berufliche Perspektiven zu entwickeln; neben heimischen Unternehmen ist die Grünberger Schule auch mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) verbunden.

Das MINT-Netzwerk lernt sich besser kennen

Schwerpunkte des dritten Treffens waren Kennenlernen, Vernetzen und Synergien schaffen, und damit die Hauptziele des MINTmit-Netzwerkes. Damit wirklich alle untereinander und voneinander profitieren können, fand in „Gruppen-Speed-Datings“ ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden statt. Konkrete Kooperationen und Ideen zur Weiterentwicklung von MINT-Angeboten (nicht nur) im ländlichen Raum wurden gemeinsam gesponnen.

Regionale und bundesweite Angebote für MINT-Aktive

Wie man auch überregional voneinander lernen kann, zeigte schließlich Katharina Haack, MINTmit-Projektkoordinatorin, als sie die durch das BMBF geförderten MINT-Online-Plattformen „MINT-Campus“ und „MINTvernetzt“ vorstellte. Auf dem „MINT-Campus“ sind MINT-Lernangebote und Materialien zu verschiedenen Themen in unterschiedlichen Formaten und für vielfältige Zielgruppen zu finden, welche alle mit offener Lizenz frei zur Verfügung stehen. Bei „MINTvernetzt“ handelt es sich in erster Linie um eine Community-Plattform, die davon lebt, dass ihre Mitglieder sich austauschen und Wissen teilen, um von- und miteinander zu lernen. Die Plattform ermöglicht jedoch nicht allein das Vernetzen zwischen MINT-Aktiven, -Projekten, -Netzwerken und -Organisationen bundesweit, sondern bietet darüber hinaus relevante, stets kostenfreie und oftmals online stattfindende Veranstaltungen für Community-Mitglieder.