Freuen sich über die gute Zusammenarbeit bei der neuen PV-Anlage (v.l.): Joachim Arnold, Dr. Jochen Stengel (Leiter Facility Management THM), Oswin Veith und Gerold Reitz (Facility Management Friedberg), Dr. Hans-Peter Frank und André Weil (OVAG). Foto: Matlé/OVAGErneuerbare Energien in der Stromversorgung sind das Kernelement der Energiewende an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Seit Jahren erhöht die THM ihren Anteil durch Photovoltaik selbstgenerierten Stroms. Im Rahmen einer Kooperation mit der Oberhessischen Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (OVAG) hat die THM in Friedberg jetzt einen weiteren Schritt in Richtung grüner Zukunft getan: Mit Ihrem Kooperationspartner „next energy“ hat die OVAG auf dem Dach des Gebäudes B1 der THM eine moderne PV-Anlage geplant, montiert und ans Netz gebracht. Eigentümer und Betreiber der Anlage bleibt die THM.

Verbaut wurden monokristalline Module mit einer Leistung von je 335 Watt peak und ein SMA-Wechselrichter. Diese Module sind zwar teurer als zum Beispiel polykristalline Module, haben dafür aber einen höheren Wirkungsgrad. „Bei der begrenzt zur Verfügung stehenden Dachfläche war es uns wichtig, eine möglichst hohe Leistung auf kleiner Fläche zu erreichen“, sagt Dr. Jochen Stengel, Abteilungsleiter des Facility Managements der THM. Daher sei ein Modulhersteller ausgewählt worden, der eine „lineare Leistungsgarantie“ gibt – also auch nach 25 Jahren 80 Prozent Stromertrag garantiert. Hinzu kämen großzügige Produktgarantien des deutschen Herstellers.

Dr. Hans-Peter Frank, bei der OVAG zuständig für Handel, Erzeugung und Portfoliomanagement, bekräftigt: „Damit ist auch das Ziel der OVAG erreicht, Klimaschutz durch Einsatz erneuerbarer Energien zu beflügeln, mit hoher technischer Qualität, die einen langfristigen hohen Solarstrombeitrag sicherstellt.“ Die installierte Anlagenleistung beträgt 65 kWp und liefert etwa 59.000 kWh jährlich. Dies entspricht rechnerisch etwa dem Jahresstrombedarf von 20 Einfamilienhaushalten. Den Strom, den die PV-Dachanlage liefert, wird die THM weitgehend selbst verbrauchen. Die Stromkostenersparnis wird bereits im ersten Betriebsjahr bei etwa 12.000 Euro liegen, wodurch sich die Anlage etwa ab dem siebten Betriebsjahr amortisiert. „Somit liefert die Anlage sowohl unter ökologischen als auch ökonomischen Aspekten gute Argumente“, zeigt sich Stengel zufrieden.

„Die PV-Dachanlage ist ein gutes Beispiel für eine effiziente und wertvolle Zusammenarbeit zwischen der THM und der OVAG“, sagt Oswin Veith, Vorstand der OVAG. Er freue sich bereits auf weitere gemeinsame Vorhaben. Frank ergänzt: „Gerne unterstützen wir mit unserer Kompetenz und langjährigen Expertise solche Projekte“ – denn die OVAG könne bei klimafreundlicher Energie auf eine lange Tradition zurückblicken. Als einer der größten Ökostromproduzenten Hessens habe das Unternehmen als erstes im Land einen Windenergiepark errichtet. Das klimafreundliche Wasserkraftwerk in Lißberg betreibt die OVAG seit mehr als 90 Jahren. „PV-Anlage auf vorhandenen Dächern bieten noch ein sehr großes Potential für die Energiewende“, ergänzt er. Und die Nachfrage sei da, komplettiert André Weil, der das THM-Projekt für die OVAG geleitet hat: Neben der Hochschule hätte das Thema in diesem Jahr mit über 50 realisierten Neuprojekten bei OVAG-Kunden enormen Schwung bekommen.