Johanna Sickel, Tom Wächter und Prof. Burkhard Ziegler engagierten sich gemeinsam bei der hochschulinternen Verteilung.Während einer Pandemie können Berührungen besonders gefährlich sein. In Hochschulgebäuden werden täglich ungezählte Male die Klinken und Knäufe von Türen angefasst. Wer einer Infektion vorbeugen will, reinigt sich danach die Hände. Das steigert den Verbrauch von Wasser, Seife und Infektionsmitteln, belastet auf Dauer aber auch die menschliche Haut.

An der Technischen Hochschule Mittelhessen hat deshalb der Ingenieurwissenschaftler Prof. Dr. Burkhard Ziegler vom Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik über Abhilfe nachgedacht. Seine Lösung: ein „Hygiene-Gadget“. Im Englischen meint Gadget einen kleinen Gegenstand, der die Pfiffigkeit des Erfinders verrät. Prof. Ziegler ergriff die Initiative, damit seine Idee zum Objekt werden konnte.

Das handliche Hygiene-Gadget eignet sich für elektronische Türknäufe, lässt sich aber auch zum Drücken von Klinken benutzen.Das Gadget lässt sich als passgenaues Überbrückungsteil zwischen Hand und Tür nutzen. Gefertigt wird es aus einem PVC-Schlauch mit dem entsprechenden Durchmesser. Es eignet sich vor allem dazu, die zylindrischen Knäufe elektronischer Schließsysteme, die an der THM inzwischen Standard sind, zu öffnen und zu schließen. Bei richtigem Gebrauch kommen nur das Innere und eine Stirnseite in Kontakt mit Keimen. Die Außenfläche, wo die Finger angreifen, bleibt dagegen sauber. Reinigen kann man das handliche Werkzeug mit üblichen Desinfektionsverfahren.

Der Prototyp überzeugte die „Corona Taskforce“ an der THM. Ein Unternehmen in Breitscheid (Scheld GmbH) erhielt den Auftrag zur Produktion. Mit 1800 Stück, die in Gießen, Friedberg und Wetzlar samt einer Nutzungsanleitung an die Beschäftigten verteilt werden, wollen die Verantwortlichen der Gefahr einer Virusübertragung von Hand zu Hand an der Hochschule entgegenwirken.