Nach acht Jahren endet die Kooperation der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) mit der Techniker Krankenkasse (TK) für das studentische Gesundheitsmanagement der Hochschule. Die Zusammenarbeit, die 2019 begann, lief zur Jahresmitte planmäßig aus, weil das Vorhaben erfolgreich verstetigt wurde: Es leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung im Studium.
Mit der Unterstützung der TK wurden im Rahmen von Studium 360° zahlreiche gesundheitsfördernde Maßnahmen und Angebote entwickelt und etabliert, die die Studierenden in ihrem Hochschulalltag unterstützen. Finanziert wurden dafür zunächst eine Projektstelle sowie über den gesamten Förderzeitraum eine externe fachliche Beratung. Von 2023 bis 2026 unterstützte die TK zudem eine weitere Projektstelle für das Zertifikatsprogramm KOMPass zur Stärkung der Gesundheitskompetenz.
„Die Unterstützung durch die Techniker Krankenkasse hat entscheidend dazu beigetragen, die Gesundheitsförderung an der THM für Studierende zu verstetigen. Gemeinsam konnten wir viele innovative Angebote schaffen, die sich konsequent an den Bedürfnissen unserer Studierenden orientieren“, sagt Vizepräsidentin Prof. Dr. Stephanie Hanrath.
Grundlage allen Handelns waren umfassende Befragungen der Teilnehmenden in den Jahren 2019 und 2025. Sie machten sichtbar, welche gesundheitlichen Herausforderungen Studierende besonders beschäftigen und was nötig ist, um die Studienbedingungen weiter zu verbessern. In Ideenwerkstätten entwickelten sie im gesamten Förderzeitraum gemeinsam mit Hochschulangehörigen konkrete Verbesserungsvorschläge. So rückten beispielsweise Rückzugsorte auf dem Campus stärker in den Fokus, bestehende Angebote wurden sichtbarer gemacht und neue Formate wie der MensaTalk entstanden.
Dieser bringt seit 2022 regelmäßig Studierende, das Studierendenwerk, den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und Studium 360° an einen Tisch. So wurden zahlreiche Verbesserungen angestoßen – darunter die Weiterentwicklung des veganen Speisenangebots, Optimierungen bei der Rückgabe von Pfandbechern, Anpassungen an der Salattheke sowie die Bereitstellung von Mikrowellen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit war die psychische Gesundheit. Im Rahmen des internationalen Programms Mental Health First Aid (MHFA) wurden inzwischen mehr als 35 Ersthelfende für psychische Gesundheit an der THM qualifiziert. Sie unterstützen Betroffene in belastenden Situationen und vermitteln professionelle Hilfsangebote. Gemeinsam mit der psychologischen Beratung und dem Prüfungscoaching der THM finden regelmäßige Austauschtreffen der Ersthelfenden statt.
Mit dem Zertifikatsprogramm KOMPass entstand zudem ein Angebot, das Studierende dabei unterstützt, ihre Gesundheitskompetenz systematisch zu verbessern und dadurch Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu steigern. Das modular aufgebaute Programm wurde in zwei Pilotphasen entwickelt, wissenschaftlich begleitet und anhand von Evaluationen kontinuierlich verbessert. Erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Zertifikat, das ihre Zusatzqualifikation dokumentiert und auch bei Bewerbungen eingesetzt werden kann.
Zum Abschluss der gemeinsamen Projektphase kamen die Verantwortlichen von Studium 360° der THM mit den Projektverantwortlichen der TK und der zuständigen Vizepräsidentin Prof. Dr. Stephanie Hanrath zu einer Abschlusssitzung zusammen. Dabei wurde Bilanz gezogen, das Erreichte gewürdigt und über die Perspektiven für Studium 360° gesprochen: Das Angebot ist fest an der Hochschule verankert und greift auf ein breites Netzwerk an Unterstützenden zurück. Das studentische Gesundheitsmanagement soll kontinuierlich an den sich wandelnden Bedarfen der Studierenden ausgerichtet, bei Bedarf weiterentwickelt oder durch neue Angebote ergänzt werden.