Wie lässt sich ein Ort gestalten, der demokratische Werte nicht nur repräsentiert, sondern aktiv Raum für Teilhabe, Begegnung und Entwicklung schafft? Mit dieser Frage haben sich Architekturstudierende der THM im Rahmen einer Entwurfsaufgabe auseinandergesetzt. Die Ergebnisse sind noch bis zum 25. Mai im Museum für Gießen zu sehen.
Im Mittelpunkt der Architekturprojekte steht der Kirchenplatz in Gießen. Das Ziel war es, ein „Haus der Vielfalt“ zu gestalten – ein Gebäude, das nicht nur als Symbol für Demokratie dient, sondern auch als lebendiger Treffpunkt, der die gesamte Stadtgesellschaft in ihrer Vielfalt anspricht.
Die Studierenden hatten bei der Gestaltung und Platzierung des Bauwerks viel kreative Freiheit. Wichtig war dabei, die historische Stadtkirche als Bezugspunkt planerisch und inhaltlich einzubeziehen.
Berücksichtigen mussten die Studierenden bei der Gestaltung auch die Frage nach zukünftiger Wandelbarkeit: Das Gebäude sollte unterschiedlichen Nutzungsanforderungen gerecht werden können – von Veranstaltungsräumen über Begegnungsorte bis hin zu Bildungsformaten. Die Studierenden setzten sich zudem intensiv mit der Lage im Stadtgefüge, der Dichte angrenzender Gebäude sowie der Wirkung des neu geschaffenen Orts auseinander. Auf diese Weise sind eine Vielzahl von Gestaltungsideen entstanden, die Nachhaltigkeit, Funktionalität und Offenheit zusammenführen.
Die Ausstellung „Haus der Vielfalt – Architektur für eine demokratische Stadtgesellschaft“ ist noch bis zum 25. Mai 2025 im Museum für Gießen (Netanya-Saal) zu sehen. Die Pre-Finissage mit einer Ansprache des betreuenden Professors Norbert Hanenberg finden am 20. Mai um 18 Uhr statt.