In Friedberg lernen die Studieninteressierten in kleinen Projekten, beispielsweise beim Programmieren eines Autos, die Praxisnähe an der THM kennen. Was sind Inhalte des Architekturstudiums, wo finden Absolventinnen und Absolventen eines Maschinebaustudiums einen Job und was lernen Studierende der Medizinischen Physik? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie weitere Studieninteressierte bei den Hochschulinformationstagen (HIT). Am Mittwoch und Donnerstag, 28. und 29. Januar, hatten sie die Möglichkeit, das Studienangebot der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen, Friedberg und Wetzlar kennenzulernen.

In Informationsveranstaltungen, Probevorlesungen, Fragerunden und Laborführungen erlebten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Hochschule und machten sich ein Bild von einem Studium an der THM.  Erfahren konnten sie mehr über Aufbau und Inhalte der Studiengänge, Tätigkeitsfelder und Berufsaussichten.

Am Campus Gießen stießen insbesondere die Studiengänge Architektur, Bauingenieurwesen sowie Eventmanagement und -technik auf großes Interesse. Bei StudiumPlus in Wetzlar war die Informationsveranstaltung zum dualen Studiengang Bauingenieurwesen besonders gut besucht. In Friedberg interessierten sich die Besucherinnen und Besucher besonders für Immobilien- und Facility Management, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau.

Das Interesse ist groß: Bei der Informationsveranstaltung zum Studiengang Hebammenwissenschaft am Campus Gießen ist nahezu jeder Platz belegt.Bei den Veranstaltungen blieb es jedoch nicht nur theoretisch: Die Studieninteressierten wurden selbst aktiv, führten Versuche durch, analysierten beispielsweise die Härte von Wasser und diskutierten gemeinsam die Auswirkungen des Klimawandels. In den Räumen der Medizinischen Physik bekamen sie bei einem Rundgang Einblicke in die modernen Forschungslabore der THM, während eine weitere Gruppe Schülerinnen und Schüler im Elektroniklabor eigene Elektronikversuche machte.

In Friedberg bekamen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter anderem einen Einblick, wie mithilfe von Virtual Reality Studieninhalte greifbarer werden, löteten selbst einen Würfel oder ein LED-Lauflicht, arbeiteten mit speziellen Computerprogrammen und programmierten Roboter. In Probevorlesungen konnten sie sich schon wie Studierende fühlen.

Ergänzt wurde das HIT-Programm bereits einen Tag zuvor mit Online-Veranstaltungen der Zentralen Studienberatung zu Themen wie Studienwahl und Studienfinanzierung.

Die Hochschulinformationstage sind eine gemeinsame Initiative der THM und der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Sie richten sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Jahrgangsstufen 12 und 13 sowie der Abschlussklassen von Fachoberschulen. Insgesamt nahmen 4921 Studieninteressierte an den HIT-Veranstaltungen der beiden Hochschulen teil. Von den Besucherinnen und Besuchern an der THM kamen etwa 30 Prozent aus dem Landkreis Gießen, rund 20 Prozent aus dem Wetteraukreis und 25 Prozent aus dem Lahn-Dill-Kreis. Mit knapp 2800 Teilnehmerinnen waren es deutlich mehr weibliche Studieninteressierte.