Beim Fahrradaktionstag der THM in Gießen durften Interessierte beispielsweise alternative Fahrrad-Konzepte ausprobieren. Foto: THMWer mit dem Rad fährt, tut sich und der Umwelt etwas Gutes. Bei den Fahrrad-Aktionstagen der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen und Friedberg halfen Radler aber auch geflüchteten Menschen aus der Ukraine sowie der studentischen Selbstverwaltung: AStA und das Team des Green Office haben Kaffee und Waffeln gegen eine Geldspende angeboten. Der Erlös ging an die Aktion "Gießen hilft der Ukraine" und die Fachschaften der Hochschule. Der Andrang nach dem – nicht ganz sportlichen – Snack war entsprechend groß.

Ohnehin waren viele Studierende an dem Aktionstag interessiert: Erstmals seit zwei Jahren war er wieder möglich. Besonders neue Studierende nutzten die Gelegenheit, um sich etwa von der Polizei Tipps zum Diebstahlschutz des eigenen Fahrrades geben zu lassen und das eigene Gefährt dabei gleich auch codieren zu lassen. Die Beamten klärten über Risiken des Fahrradfahrens unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol auf.

Einen erfrischenden Smoothie konnten sich beim Fahrradaktionstag der THM – hier in Friedberg – Studierende beim Kooperationspartner TK „erradeln“. Foto: THM Die Sicherheit nahmen viele Radlerinnen und Radler ernst: Gut zu tun hatte Benjamin Ulm vom Bike-Service-Center Rechtenbach beim Fahrrad-Check-Up in Gießen, in Friedberg schraubte das Team von Rückenwind. Dort wurden mitgebrachten Fahrräder innerhalb von nur 15 Minuten kontrolliert, im Nachgang gab es hilfreiche Tipps zu Wartung und Pflege – und auch den einen oder anderen Tropfen Öl für die Kette.

Wie alternatives Radfahren aussehen kann, stellte in der Gießener Wiesenstraße der Verein ALLRad vor: Verschiedene Fahrräder und Fahrrad-Konzepte ließen sich an seinem Stand ausprobieren. Außerdem gab es Informationen zu Ausleihmöglichkeit von Lasten- und Inklusionsrädern, Handwagen und Anhängern für das Fahrrad. In Friedberg war der ADFC zu Gast, der die Wetterau als erfahrbares Ausflugsziel vorstellte.

Für kleines Geld gab es ganze Fahrräder oder Ersatzteile beim Fahrrad-Flohmarkt. Wer sein Rad dort verkaufte, konnte den Gewinn zugunsten von Mitstudierenden spenden. Nicht zuletzt informierte der Hochschulsport zu seinem Angebot, animierte zum Mitmachen beim Stadtradeln und dort speziell im Team der THM. Und weil Sport durstig macht, lud die Techniker Krankenkasse Interessierte zu einem alkoholfreien Smoothie ein. Der musste allerdings auf einem – freilich festmontierten – Fahrrad radelnd selbst „ermixt“ werden.