
Ringvorlesung
„Verantwortung Zukunft“
Die Ringvorlesung „Verantwortung Zukunft" findet im Sommersemester 2026 mit vier weiteren Veranstaltungen statt.
Klimawandel, Verbrauch von Rohstoffen, Digitalisierung, Mobilität, Arbeitswelt, Gesundheit, demografischer Wandel, Stadtentwicklung – das sind nur einige Beispiele für Problemfelder, die unsere Gesellschaft in Zukunft intensiv beschäftigen werden.
Als öffentlich finanzierte Hochschule für angewandte Wissenschaften hat die Technische Hochschule Mittelhessen eine gesellschaftliche Verantwortung. In der Vorlesungsreihe wollen wir deshalb zeigen, dass wir zwar nicht die Welt retten können, dass wir aber sehr spezifische Beiträge in praxisnaher Lehre und Forschung leisten, wenn es um die Lösung konkreter Probleme geht. Dabei sind wir mit dem Anspruch „Zukunft gemeinsam gestalten“ immer Kooperationspartner der Unternehmen, Verbände, Kommunen und Schulen der Region.
Zur Ringvorlesung laden wir die Mitglieder der Hochschule ein. Natürlich sind auch alle anderen Interessierten willkommen: Vertreter von Unternehmen und Verbänden, aus Politik, Verwaltung und Schulen sowie auch diejenigen, die ein persönliches Interesse an den Themen haben.
Die Ringvorlesungen werden alle Live übertragen. In der Playlist sind alle Übertragungen zu finden.
Ziele der Ringvorlesung
Die Ringvorlesung „Verantwortung Zukunft“ greift regelmäßig zukunftsrelevante Themen mit Bezug zu Forschung, Entwicklung und Lehre auf. Hierzu werden Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Fachdisziplinen eingeladen, um ein Thema systematisch zu erörtern sowie Trends und Lösungsansätze aufzuzeigen.
Die anschließende Diskussion dient einerseits dem Themenverständnis und -vertiefung, andererseits als Anregung und Gedankenaustausch für mögliche Lösungsansätze und Umsetzungsmaßnahmen.
Aus der Ringvorlesung werden Ideen und Impulse für zukunftsweisende Forschung, Entwicklung und Bildung aufgegriffen. Die TH Mittelhessen als Kooperationspartner in der Region übernimmt hierbei Verantwortung für eine zukunftsfähige Entwicklung.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei und findet jeweils an einem Mittwoch von 19:00 bis 21:00 Uhr statt.
Die Veranstaltung wird live übertragen, Sie können Ihre Fragen über den Chat mit in die Diskussion einbringen. Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Bildungsforum im Stadtmarketing und Verkehrsverein Friedberg e. V. statt. Die Übertragung erfolgt durch das Labor 10 der THM unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Vogt.
Sie haben Ideen, Vorschläge für Themen oder wollen sich in die Ringvorlesung einbringen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Koordination und Gestaltung der Ringveranstaltung
Prof. Holger Rohn, Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen
E-Mail:
Koordination Präsidium
Prof. Dr. Stephanie Hanratht, Vizepräsidentin für Studium und Lehre
E-Mail:
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Bildungsforum im Stadtmarketing und Verkehrsverein Friedberg e. V. und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung im Wetteraukreis mbH statt.
Die Übertragung erfolgt durch das Labor 10 der THM unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Vogt.
Programm für Sommersemester 2026
Veranstaltungsarchiv
2026
Dienstschluss – Herausforderung Kommunalpolitik (12. Mai 2026)
- Begrüßung
Dirk Metzger, Vizepräsident, Technische Hochschule Mittelhessen
Kjetil Dahlhaus, Bürgermeister Friedberg - Kommunale Transformation gestalten: Einblicke aus dem urbanen Maschinenraum
Dr. Uwe Schneidewind, ehem. Oberbürgermeister Stadt Wuppertal - Diskussionsrunde mit Prof. Dirk Metzger und Kjetil Dahlhaus
Wärmewende gestalten (29. April 2026)
- Begrüßung
Olaf Berger, Vizepräsident und Kanzler, Technische Hochschule Mittelhessen - Kommunale Wärmeplanung und die Wärmeversorgung der Zukunft
Dr.-Ing. Stefan Lechner, Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik, Technische Hochschule Mittelhessen - Regionale Wärmewende aus Sicht der Stadtwerke Gießen
Andreas Hergaß und Matthias Funk, Vorstand Stadtwerke Gießen AG - Diskussionsrunde
Thema der 55. Ringvorlesung ist die Gestaltung der Wärmewende. Nach der Begrüßung durch Vizepräsident Olaf Berger wird Prof. Stefan Lechner in das Thema einführen. In seinem Vortrag setzt er sich mit unterschiedlichen Aspekten auseinander, wie die kommunale Wärmeplanung und die Wärmeversorgung der Zukunft aussehen können. Im Anschluss geht es um Gießen: Wie kann die Wärmewende in Gießen und der Region erfolgreich umgesetzt werden und welche Herausforderungen müssen dazu gemeistert werden?
Antworten auf diese Fragen geben Andreas Hergaß, Kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Gießen (SWG), und Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG. Im Rahmen ihres Vortrages geben sie Einblicke in Maßnahmen und Projekte mit denen die Stadtwerke Gießen die Wärmewende vor Ort vorantreiben. Jüngstes Beispiel ist der Bau der zukunftsweisenden iKWK-Anlage PowerLahn, die u.a. mithilfe von Flusswasser-Wärmepumpen klimaschonende Wärme aus der Lahn liefert.
Zusätzlich beleuchten die beiden Vorstände die erforderlichen Schritte rund um Finanzierung und Planung, die aus Sicht eines regionalen Energieversorgungsunternehmens für eine erfolgreiche Gestaltung der Region nötig sind.
Nachhaltigkeit in der zahnmedizinischen Versorgung (22. April 2026)
- Begrüßung
Dr. Stephanie Hanrath, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Nachhaltigkeit in der zahnmedizinischen Versorgung – eine Einordnung
Prof. Dr. Maximiliane Schlenz, Direktorin, Klinik für Zahnmedizinische Prothetik, UKSH/CAU Kiel
Prof. Dr. Harald Weigand, Fachbereich Life Sciences Engineering, Technische Hochschule Mittelhessen - Pilotstudie CO2 Fußabdruck der analogen und digitalen Abformung
Kara Drath, Justus-Liebig-Universität Gießen und Andre Daum, Projektteam THM - Diskussionsrunde
Industrielle Bioökonomie – Regenerative Energie aus Bioabfall (14. Januar 2026)
- Begrüßung
Prof. Dr. Stephanie Hanrath, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Regionale stoffliche und energetische Verwertung von Bioabfällen
Prof. Dr. Harald Weigand, Dr. Felix Brück, Daniel Krahe, Hannah-Sophie Tscherney, RegBioFerm Projektteam THM - Entwicklung und Betrieb eines innovativen Fermenters für Bioabfälle
Steffen Geipert, Kompostierungsanlage Brunnenhof GmbH, Biebesheim am Rhein - Diskussionsrunde
Die Ringvorlesung endet im Wintersemester mit einem aktuellen Thema aus der Forschung und Praxis: Regenerative Energie aus Bioabfall im Kontext der industriellen Bioenergie.
Angesichts der Herausforderungen durch Dekarbonisierung, Energiewende und dem Ziel einer effizienteren Kreislaufwirtschaft, besteht ein Bedarf an der Entwicklung nachhaltiger und integrierter Lösungen zur stofflich-energetischen Nutzung biogener Abfälle.
Das vorgestellte Verbundvorhaben RegBioFerm entwickelt ein innovatives Verfahren zur Bioabfallvergärung weiter, das bereits bis zur Stufe TRL 6 (Technology Readiness Level) erprobt wurde. Ziel ist die Skalierung zu einer großtechnischen multi-input Demonstrationsanlage (TRL 8) mit effizienter Kaskadennutzung von biogenen Abfällen - eingebettet in ein regionales Wertschöpfungsnetz in der hessischen Ökomodell-Region Süd.
Die Veranstaltung beleuchtet sowohl die technisch-wissenschaftliche Perspektive als auch die betriebliche Umsetzung:
Das Projektteam der THM stellt das Teilvorhaben RegBioFerm-TecBil vor - mit Fokus auf die experimentelle Weiterentwicklung und Untersuchung des innovativen Fermenters im Modellmaßstab. Die Versuchsergebnisse bilden gemeinsam mit der numerische Prozesssimulation der FH Münster, die Basis für die Maßstabsübertragung. Ergänzt wird dies durch eine begleitende Ökobilanzierung, die sowohl die Technologie als auch die eingesetzten Substrate und das regionale Netzwerk bewertet.
Steffen Geipert, Geschäftsführer der Kompostierungsanlage Brunnenhof GmbH, gibt praxisnahe Einblicke in die Planung, den Bau und Betrieb des großtechnischen Trommelfermenters am Standort Biebesheim am Rhein. Er erläutert technologische Details, die Einbindung in bestehende Kompostierungsprozesse sowie Herausforderungen bei der Integration neuer Verfahren in bestehende Strukturen.
2025
Nachhaltige Mobilität an der THM (10. Dezember 2025)
- Begrüßung
Prof. Dirk Metzger, Vizepräsident Technische Hochschule Mittelhessen - Nachhaltige Mobilität an Hochschulen
Michael Schramek, EcoLibro GmbH - Mobilitätskonzept der THM – erste Maßnahmen
Felix Pflüger, Nachhaltige Mobilität, Stabstelle Nachhaltigkeit THM - Diskussionsrunde
Die Mobilität der Beschäftigten und Studierenden auf den Arbeits-/Studienwegen sowie auf Dienstreisen machen bei Hochschulen nicht selten den Großteil aller CO2-Emissionen der Organisation aus. Auch an der THM entfallen auf diese Wege ungefähr 70% der ausgestoßenen Treibhausgase. Gleichzeitig haben Hochschulen einen noch geringeren Einfluss auf die Gestaltung der Mobilität als die meisten Behörden oder Unternehmen, weil weder für die Studierenden noch für den Lehrbetrieb verbindliche (An-)Reiserichtlinien gelten. Weil diese Emissionen betrieblich verursacht sind, hat sich die THM dennoch dazu entschlossen, dieser in der Nachhaltigkeitsbilanz zu reporten und zu verantworten.
Minderung der Emissionen kann im Wesentlichen über attraktive Angebote und passende Infrastruktur erwirkt werden. Weil die Studierendenschaft zu einem hohen Anteil aus dem ländlichen Umland stammt, Friedberg und vor allem Gießen enorm autogeprägte Städte sind und die tägliche Anfahrt mit dem ÖPNV für viele mit deutlich höherem Zeitaufwand verbunden ist, ist es schwer, aber nicht unmöglich, langfristig eine Änderung der Verkehrsmittelwahl zu erreichen. Welche Maßnahmen hierzu im neuen Mobilitätskonzept angedacht sind und was an der THM bereits im Bereich Nachhaltige Mobilität "läuft", erklärt Felix Pflüger, verantwortlich für Nachhaltige Mobilität in der Stabsstelle Nachhaltigkeit.
Für Hochschulen gibt es nicht das eine einheitliche Mobilitätskonzept, vielmehr unterscheiden sich die Rahmenbedingungen für Mobilität durch Größe und Lage der Hochschulstadt, durch die Größe des Einzugsgebiets, durch die vertretenen Studiengänge und damit unterschiedliche Präferenzen und Möglichkeiten der Studierenden und Beschäftigten, und vieles mehr. Daher braucht es aussagekräftige Analysen als Grundlage für die Ableitung passgenauer BMM-Maßnahmen. Als Grundlage für die Erstellung des Mobilitätskonzepts der THM wurden sowohl Erreichbarkeitsanalysen als auch eine Mobilitätsbefragung durchgeführt. Erstmalig wurden bei der Erreichbarkeitsanalyse auch subjektive Faktoren berücksichtigt. Verkehrsmittelwahlentscheiden werden ja meist nicht nur auf Basis objektiv messbarer Kriterien wie Zeit, Kosten, Emissionen oder körperliche Bewegung getroffen, sondern es spielen auch Präferenzen sowie Wahrnehmungen eine entscheidende Rolle. Diese Analysen stellt Michael Schramek, Geschäftsführer der EcoLibro GmbH, in seinem Vortrag näher vor.
Brennpunkt Rohstoffe (19. November 2025)
- Begrüßung: Begrüßung, Prof. Dr. Stephanie Hanrath, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen
- Geltungskonsum: Wenn Status den Rohstoffverbrauch bestimmt, Prof. Dr. Christa Liedtke, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
- Ressourcenkompetenz: Schlüssel für den nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen, Prof. Holger Rohn, Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, Technische Hochschule Mittelhessen
- Diskussionsrunde: Die Veranstaltung wird live übertragen, Sie können Ihre Fragen über den Chat mit in die Diskussion einbringen
Mit dem Thema „Brennpunkt Rohstoffe“ feiert die Ringvorlesung ihr 50. Jubiläum. Der effiziente und schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist global, in Europa und auch in Deutschland eine der großen Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Gründe hierfür sind u.a. der dramatische Anstieg des globalen Rohstoffverbrauchs, die Kritikalität von Rohstoffen, die starke Abhängigkeit von Deutschland als Wirtschaftsstandort von Rohstoffen, ökologische und soziale Themen in den Lieferketten der globalen Rohstoffsysteme und Ressourceneffizienz als Wettbewerbsfaktor.
Die beiden Vortragenden des Abends, Prof. Dr. Christa Liedtke vom Wuppertal Institut und Prof. Holger Rohn (THM) arbeiten seit über 30 Jahren gemeinsam an der notwendigen Transformation für eine Ressourcenwende in Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft.
Prof. Dr. Christa Liedtke, ausgewiesene Expertin für nachhaltiges Produzieren und Konsumieren, geht in ihrem Vortrag „Geltungskonsum: Wenn Status den Rohstoffverbrauch bestimmt“ auf die Art und Weise ein, wie wir in den unterschiedlichen Lebensbereichen Konsumieren und damit den Verbrauch von natürlichen Ressourcen beeinflussen. Sie bezieht sich dabei auch auf ihr im Herbst 2025 erschienenes Buch „Wohlstand in Zeiten des Übergangs: Eine Neuvermessung für eine Nachhaltige Zukunft“.
Prof. Holger Rohn fokussiert in seinem Vortrag auf das Thema Ressourcenkompetenz als Schlüssel für den nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen. Er wird einerseits wesentliche Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt Ressourcenkompetenz für Rohstoffnutzung in globalen Wertschöpfungsketten vorstellen, indem bundesweit Ingenieur- und Designstudiengänge untersucht wurden. Andererseits wird er auf Praxisbeispiele aus dem bundesweiten BilRess-Netzwerk eingehen, das sich als Teil des „VDI ZRE – das Kompetenzzentrums für zirkuläre Wirtschaft und Ressourceneffizienz“ seit 2012 mit der Umsetzung und Förderung von Ressourcenkompetenz in allen Bildungsbereichen befasst.
Gemeinwohl-Ökonomie (06. November 2025)
- Begrüßung
Prof. Dirk Metzger, Vizepräsident Technische Hochschule Mittelhessen - Grußwort
Kjetil Dahlhaus, Bürgermeister Stadt Friedberg - Die Gemeinwohl-Ökonomie: Ein ethisches Wirtschaftsmodell
Christian Felber, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie - Ganzheitliche Unternehmensführung im Mittelstand leben
Yasar Sköries, Geschäftsführer biokaiser GmbH - Diskussionsrunde
Das Wintersemester 2025/26 startet mit der 49. Ringvorlesung zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie in Friedberg. Sie greift das Thema Gemeinwohl der Friedberger Sommeruni 2025 auf und wählt bewusst den besonderen Ort der Stadtkirche Friedberg. Die Veranstaltung findet in Kooperation der THM, der dortigen Stabsstelle Nachhaltigkeit, der Stadt Friedberg und mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Friedberg statt.
Nach der Begrüßung durch Vizepräsident Prof. Dirk Metzger (THM) und dem Grußwort des Friedberger Bürgermeisters Kjetil Dahlhaus freuen wir uns die Gemeinwohl-Ökonomie aus 1. Hand durch ihren Initiator Christian Felber aus Wien vorgestellt zu bekommen. Er beschreibt die Gemeinwohl-Ökonomie als eine alternative Wirtschaftsordnung zu Kapitalismus und Kommunismus. Sie versteht sich als ethische Marktwirtschaft, die nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz beruht, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation. Ziel der Gemeinwohl-Ökonomie ist es, die Gesetze des Marktes mit den Werten demokratischer Gesellschaften in Übereinstimmung zu bringen. Unternehmerischer Erfolg wird nicht primär an finanziellen Kennzahlen gemessen, sondern mit der Gemeinwohl-Bilanz für Unternehmen und mit einem Gemeinwohl-Produkt für eine Volkswirtschaft. Diese Vision setzt die 2010 gegründete GWÖ-Bewegung auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene um.
Den Praxispart des Abends übernimmt Yasar Sköries, Geschäftsführer der biokaiser GmbH. biokaiser ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Mainz-Kastel und zählt seit seiner Gründung vor fast 50 Jahren zu den Öko-Pionieren in der Bäckereibranche. Die Arbeit bei biokaiser ist geprägt von sozialer Wertschöpfung, von der Berücksichtigung der Interessen verschiedener Stakeholder, von Sinnerleben, Wertschätzung und von sozial-politischem Engagement – so eine Passage aus dem Gemeinwohl-Bericht des Unternehmens. Yasar Sköries wird in seinem Vortrag sowohl auf die ganzheitliche Unternehmensführung im Unternehmen eingehen als auch die konkrete Umsetzung der Gemeinwohl-Bilanz bei Biokaiser vorstellen.
Wieso und warum diese Veranstaltung genau jetzt in Friedberg stattfindet, werden die Besucher an dem Abend erfahren.
Nachhaltigere Bekleidung: Hebel in der Wertschöpfungskette (04. Juni 2025)
- Begrüßung
Dr. Stephanie Hanrath, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Mehr Nachhaltigkeit in der Textilbranche: Kritische Stellschrauben im Überblick
Dr. Julian Conrads, Fachbereich Wirtschaft, Technische Hochschule Mittelhessen - Nachhaltigere Textilien durch Kooperation: Das Textilbündnis als Multi-Stakeholder-Initiative
Gina Burgard, Leiterin Sekretariat Bündnis für nachhaltige Textilien - Diskussionsrunde
Kaum eine Branche steht so sichtbar im Fokus nachhaltiger Transformation wie die Modeindustrie. Entlang der textilen Wertschöpfungskette – vom Baumwollanbau bis zur Entsorgung – zeigen sich ökologische und soziale Herausforderungen: Chemikalieneinsatz, Wasserverbrauch, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Löhne sind nur einige davon.
Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 in Bangladesch rückte die unternehmerische Verantwortung in globalen Lieferketten ins öffentliche Bewusstsein. Gleichzeitig prägt unser Konsumverhalten das System maßgeblich – zwischen Fast Fashion, Greenwashing und wachsendem Bewusstsein für faire Mode.
In dieser Veranstaltung beleuchten die Vortragenden der 48. Ringvorlesung zentrale Stellschrauben für mehr Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie – aus unternehmerischer wie politischer Perspektive:
Prof. Dr. Julian Conrads, früher Nachhaltigkeitsmanager in der Textilindustrie, heute Professor für Nachhaltigkeitsmanagement an der THM Business School, gibt zu Beginn einen praxisnahen Überblick über die wichtigsten Hebel entlang der textilen Wertschöpfung.
Gina Burgard, Leiterin des Bündnissekretariats für nachhaltige Textilien, stellt die Arbeit der 2014 gegründeten Multi-Stakeholder-Initiative vor, in der Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam an systemischen Verbesserungen arbeiten – etwa durch höhere Transparenz, gegenseitige Unterstützung und die Umsetzung von gemeinsamen Projekten in den Produktionsländern, um Arbeitsbedingungen vor Ort zu verbessern und negative Umweltauswirkungen der Textilindustrie zu vermeiden. Sie berichtet außerdem aus der Praxis, unter anderem über Projekte in der Baumwollproduktion Usbekistans, wo sie selbst mehrere Jahre tätig war.
Reparatur und Kreislaufwirtschaft konkret (21. Mai 2025)
- Begrüßung
Dr. Stephanie Hanrath, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Grußwort
Kjetil Dahlhaus, Bürgermeister Stadt Friedberg - Netzwerk "Reparatur-Initiativen" in Deutschland
Tom Hansing, anstiftung – Netzwerk "Reparatur-Initiativen" - Reparaturwissen als Schlüssel für nachhaltige Innovation
Dr.-Ing. Michael Arndt, Fachbereich IEM, Technische Hochschule Mittelhessen - Repair-Café Friedberg – Einblicke in 10 Jahre Praxis
Barbara König-Guba, Ehrenamtsagentur Friedberg, Repair-Café - Diskussionsrunde
Die 47. Ringvorlesung mit dem Schwerpunkt Reparatur und Kreislaufwirtschaft konkret hat einen aktuellen politischen Hintergrund: Im Dezember 2024 wurde die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) vom Kabinett der Bundesregierung verabschiedet. Die NKWS soll einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung, zum Schutz der Biodiversität und zum Klimaschutz leisten. Nicht zuletzt hat Kreislaufwirtschaft auch eine wichtige ökonomischen Bedeutung für bestehende Unternehmen, aber auch Start-ups mit innovativen Produkten, Technologien und Geschäftsmodellen. Zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft werden eine Vielzahl unterschiedlicher Strategien und Maßnahmen verfolgt.
Was bedeutet dies nun konkret? In der Ringvorlesung wird Kreislaufwirtschaft am Beispiel von Reparatur – als einer möglichen Strategie – in unterschiedlichen Facetten beleuchtet. Nach Einführung und Begrüßung durch das Präsidium und dem Grußwort von Bürgermeister Kjetil Dahlhaus, geht es zuerst um einen Überblick zu Reparatur Initiativen in Deutschland. Diese und das dazugehörige Netzwerk stellt Tom Hansing von der anstiftung aus München vor.
Prof. Michael Arndt geht im Anschluss in seinem Vortrag auf Reparaturwissen als Schlüssel für nachhaltige Innovationen ein. Er behandelt die Thematik nicht nur in seinen Vorlesungen, Praktika und Forschungsarbeiten, sondern setzt dies auch in der Praxis mit Hilfe zur Selbsthilfe im Repair Café Friedberg und im Zukunftsraum OPENA5 am Campus Friedberg der THM um.
Wie eine lokale Umsetzung gelingen kann, greift der 3. Vortrag des Abends auf: Barbara König Guba von der Ehrenamtsagentur Friedberg gibt in ihrem Beitrag unterschiedliche Einblicke in inzwischen schon 10 Jahre erfolgreich gelebte Reparaturpraxis.
Das Publikum vor-Ort im Zukunftsraum der Stadt Friedberg ist ebenso wie die online Zuschauer zur gemeinsamen Diskussionsrunde mit den Vortragenden eingeladen.
Nachhaltige Lieferkette (14. Mai 2025)
- Begrüßung
Dr. Stephanie Hanrath, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Nachhaltige Lieferketten: Ethische Verantwortung trifft gesetzliche Vorgaben
Dr. Theresa Bauer, Fachbereich Management und Kommunikation, Technische Hochschule Mittelhessen - Nachhaltige Transportketten: Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Dr. Leif Fornauf, Fachbereich Management und Kommunikation, Technische Hochschule Mittelhessen - Diskussionsrunde
Die 46. Ringvorlesung Verantwortung Zukunft befasst sich zum Auftakt im Sommersemester 2025 mit dem Thema Nachhaltige Lieferketten:
Wie können Unternehmen sicherstellen, dass Menschenrechte und Umweltstandards entlang ihrer gesamten Lieferkette eingehalten werden? Welche Verantwortung tragen Unternehmen – und welche Rolle spielen wir als Konsument*innen?
Dramatische Ereignisse wie der Einsturz des Rana Plaza in Bangladesch haben die Schwächen globaler Wertschöpfungsnetzwerke deutlich gemacht. Freiwillige Initiativen der Wirtschaft zeigen erste Lösungsansätze, doch sie reichen oftmals nicht aus. Deshalb greifen Regierungen zunehmend zu gesetzlichen Regelungen – wie dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und der EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD).
Dieser Vortrag beleuchtet die ethische Verantwortung von Unternehmen, stellt freiwillige Initiativen vor und erklärt die gesetzlichen Anforderungen, die Unternehmen künftig erfüllen müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt beleuchtet die Bedeutung nachhaltiger Lieferketten mit Fokus auf den Transportsektor, der für einen erheblichen Teil der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich ist. Es werden unterschiedliche Transportarten sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile mit Bezug zur Nachhaltigkeit präsentiert sowie aktuelle Entwicklungen und Lösungsansätze vorgestellt, die helfen können, Emissionen zu reduzieren und Ressourceneffizienz zu steigern. Abschließend wird ein Ausblick auf die Herausforderungen und Chancen nachhaltiger Transportketten mit Fokus auf den Schienenverkehr gegeben und diskutiert.
Mehrweg statt Einweg – Einfach mal nach Mehrweg fragen (15. Januar 2025)
- Begrüßung
Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Etablierung von lokalen Mehrweg-Netzwerken
Robert Reiche, Initiative Reusable-to-go / CONET Solutions GmbH - Mehrweg.Model.Stadt: Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung
Prof. Dr.-Ing. Susanne Hartard, Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld - Nutzung des Mehrwegsystems in der Hochschulgastronomie – Erfahrungsbericht
Annabell Diehl, Studierendenwerk Gießen - Diskussionsrunde
Die 45. Ringvorlesung widmet sich dem Thema „Mehrweg statt Einweg“. Seit 1. Januar 2023 gilt in Deutschland die Mehrwegangebotspflicht in der Außer-Haus-Gastronomie.
Am Mittwoch, 15. Januar 2025, ab 19 Uhr werden praxisorientierte Lösungen zu Mehrwegsystemen und -Netzwerken für Unternehmen, Städte und Kommunen vorgestellt. Dr. Norbert Reiche von der Initiative Reusable-to-go teilt in seinem Vortrag die Erfahrungen zur Etablierung von lokalen Mehrweg-Netzwerken. Im Anschluss stellt Prof. Dr.-Ing. Susanne Hartard die Ergebnisse des von der THM und dem Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier wissenschaftlich begleiteten Projekt „Mehrweg.Modell.Stadt“ aus Wiesbaden und Mainz vor. Komplettiert wird das Programm durch einen Erfahrungsbericht von Annabell Diehl zur Nutzung des Mehrwegsystems in der Hochschulgastronomie des Studierendenwerks Gießen.
Biodiversität durch urbane Grünflächen (22. Juni 2022)
- Begrüßung
Dirk Metzger, Vizepräsident Technische Hochschule Mittelhessen - Chancen urbaner Grünflächen für den Erhalt der biologischen Vielfalt
Dr. Stefan Nawrath, Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie, Friedberg - Dachbegrünung als Beitrag für den Klima- und Artenschutz
Dr. Beate Alberternst, Projekt "Lebendige Dächer" am Botanischen Garten Frankfurt a.M. - Diskussion
Energieeffizienz und Klimaschutz am Campus (01. Juni 2022)
- Begrüßung
Dirk Metzger, Vizepräsident Technische Hochschule Mittelhessen - Energieeffizienz an der THM und das ECO2-Projekt
Dr. Jochen Stengel, Leiter Facility Management THM - CO2-neutrale Landesverwaltung und energieeffizientes Bauen – das Projekt C10 Campus Gießen
Hans-Günter Göddemeyer / Steffen Benz, Referat IV 8, Hessisches Ministerium der Finanzen - Diskussion
Ressourceneffizientes und nachhaltiges Bauen (11. Mai 2022)
- Begrüßung
Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Nachhaltiges Bauen in Lehre und Praxis
Prof. Maik Neumann, Fachbereich Bauwesen, THM - Faktor X – Ressourcen- und klimaschonendes Bauen
Klaus Dosch, Faktor X Agentur, Inden / ResScore GmbH, Siek/Aachen - Diskussion
2021
Giessen: THM als Teil der Stadt - gestern, heute und morgen (08. Dezember 2021)
- Begrüßung
- Prof. Dirk Metzger, Vizepräsident Technische Hochschule Mittelhessen
- Gerda Weigel-Greilich, Stadträtin, Dezernat IV, Stadt Gießen
- Dr. Holger Hölscher, Amtsleiter Stadtplanungsamt, Gießen
- Diskussion
Im Fokus der Ringvorlesung steht die THM als Teil der Stadt Gießen – gestern, heute und morgen. Sie findet im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Fachhochschule Gießen Friedberg / Technische Hochschule Mittelhessen statt. Vize-Präsident Prof. Dirk Metzger eröffnet die Veranstaltung und wird zusammen mit Vertreter*innen der Stadt Gießen unterschiedliche Facetten der Zusammenarbeit aufgreifen und diskutieren.
Gerda Weigel-Greilich und Dr. Holger Hölscher werden als Vertreter*in der Stadt Gießen aus ihrer jeweils eigenen Perspektive und Erfahrung zurückblicken und auf die Rolle der THM in Gießen heute eingehen. Der Schwerpunkt soll auf dem Blick in die Zukunft liegen: Wie wird sich die Rolle der THM in und die Zusammenarbeit mit der Stadt Gießen weiterentwickeln? Welche Herausforderungen, welche Zukunftsthemen, welche Kooperationen werden die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren bestimmen?
Friedberg: Studieren an der THM - gestern, heute und morgen (24. November 2021)
- Begrüßung
Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Prof. Dr.-Ing. Claus Breuer, Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie, THM
- Prof. Dr. Manfred Börgens, Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung, THM
- Diskussion
Im Fokus der Ringvorlesung steht das Studieren am Campus Friedberg – gestern, heute und morgen. Sie findet im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Fachhochschule Gießen Friedberg / Technische Hochschule Mittelhessen statt. Vize-Präsidentin Prof. Dr. Katja Specht eröffnet die Veranstaltung und wird zusammen mit zwei langjährigen Professoren unterschiedliche Facetten des Studierens am Campus Friedberg aufgreifen und diskutieren. Die Professoren Claus Breuer und Manfred Börgens werden als Vertreter verschiedener Fachbereiche und Disziplinen aus ihrer jeweils eigenen Perspektive und Erfahrung zurückblicken und auf das Studieren heute eingehen. Der Schwerpunkt soll auf dem Blick in die Zukunft liegen: Wie wird sich das Studieren nach drei digitalen Semestern an der THM weiterentwickeln? Welche Zukunftsthemen, welche Inhalte werden das Studieren in den nächsten Jahren in Friedberg prägen?
Gießen: Studieren an der THM - gestern, heute und morgen (17. November 2021)
- Begrüßung
Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident Technische Hochschule Mittelhessen - Prof. Dr.-Ing. Sven Keller, Fachbereich Wirtschaft, THM
- Prof. Dr.-Ing. Jens Minnert, Fachbereich Bauwesen, THM
- Prof. Dr. Harald Platen, Fachbereich Life Science Engineering, THM
- Diskussion
Im Fokus der Ringvorlesung steht das Studieren am Campus Gießen – gestern, heute und morgen. Sie findet im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Fachhochschule Gießen Friedberg / Technische Hochschule Mittelhessen statt. Präsident Prof. Dr. Matthias Willems eröffnet die Veranstaltung und wird zusammen mit drei langjährigen Professoren unterschiedliche Facetten des Studierens am Campus Gießen aufgreifen und diskutieren.
Die Professoren Sven Keller, Jens Minnert und Harald Platen werden als Vertreter verschiedener Fachbereiche und Disziplinen aus ihrer jeweils eigenen Perspektive und Erfahrung zurückblicken und auf das Studieren heute eingehen. Der Schwerpunkt soll auf dem Blick in die Zukunft liegen: Wie wird sich das Studieren nach drei digitalen Semestern an der THM weiterentwickeln? Welche Zukunftsthemen, welche Inhalte werden das Studieren in den nächsten Jahren in Gießen prägen?
KI in der Diagnostik des Kardiologen (26. Mai 2021)
- Begrüßung
Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Prof. Dr. med. Till Keller, Fachbereich Medizin, Justus-Liebig-Universität Gießen
- Prof. Dr. Michael Guckert, Fachbereich MND, Technische Hochschule Mittelhessen
- Diskussion
Mustererkennung ist eine klassische Anwendung der künstlichen Intelligenz. Damit ist sie für die Diagnose von Krankheitsbildern, die sich in Daten wie etwa Biomarkern manifestieren prädestiniert. In diesem Vortrag von Prof. Till Keller und Prof. Michael Guckert wird gezeigt, wie die Kardiologie bei der Diagnose anhand des EKG unterstützt werden kann und welche klinischen Anwendungen möglich sind.
KI in der Schraubenfertigung (19. Mai 2021)
- Begrüßung
Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Dr. Thomas Farrenkopf, Fachbereich MND, Technische Hochschule Mittelhessen
- Hilmar Gensert, Geschäftsführer KAMAX Tools & Equipment GmbH & Co. KG
- Diskussion
Kundenindividuelle Produkte innerhalb kürzester Zeit liefern zu können sind zwei entscheidende Faktoren, um in Zukunft erfolgreich am Markt bestehen zu können. Ein Schlüssel hierzu sind insbesondere in der Umformtechnik die Werkzeuge zur Schraubenherstellung. Deren Lieferzeit entscheidet oftmals über den Erfolg eines Produktes, insbesondere bei Neuanläufen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Lösungsfindung oftmals iterativ erfolgt, wodurch die Lieferzeit von Werkzeugen mehrfach kritisch beeinflusst wird. Durch ein völlig neues, modulares Fertigungskonzept reduzierte Tools & Equipment seine Durchlaufzeiten von acht Wochen auf nur wenige Stunden.
Herr Gensert und Herr Farrenkopf werden in ihrem Vortrag einen durchgängig digitalisierten End-to-End-Prozess, der die konsequente horizontale und vertikale Integration der Fertigung, die den gesamten Wertstrom vollständig abbildet, vorstellen.
Megatrend Künstliche Intelligenz (05. Mai 2021)
- Begrüßung
Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident Technische Hochschule Mittelhessen - Künstliche Intelligenz in Hessen
Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung - Das Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz
Dr. Annette Miller, Geschäftsführerin, hessian.AI - hessian.AI und die THM
Prof. Dr. Michael Guckert, Fachbereich MND, Technische Hochschule Mittelhessen - Diskussion
Die Ringvorlesung „Verantwortung Zukunft“ findet im Sommersemester 2021 mit dem Schwerpunkt „Künstliche Intelligenz statt“. Zum Auftakt der drei digitalen Veranstaltungen am 05.05.2021 wird es, zusammen mit Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, um den „Megatrend Künstliche Intelligenz“ und die hessische Perspektive gehen. Das neue Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz „hessian.AI“, ist Schwerpunkt des Vortrages von Dr. Annette Miller (hessian.AI). Das Zentrum, in dem 13 hessische Hochschulen vertreten sind, bündelt exzellente Forschung, Anwendungsorientierung und Transfer. Die THM ist im hessian.AI durch Prof. Dr. Michael Guckert vertreten. Er wird zusammen mit Prof. Dr. Matthias Willems die Perspektive der HAW und insbesondere den Fokus und Interessensgebiete der THM einbringen.
2020
Nachhaltig investieren und anlegen (16. Dezember 2020)
- Begrüßung
Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Die Rolle der Finanzindustrie im Prozess der nachhaltigen Transformation
Prof. Dr. Birgit Wolf, FB Wirtschaft, Technische Hochschule Mittelhessen - Ökonomie und Ökologie im Einklang – So funktioniert nachhaltiges Investieren und Anlegen
Dr. Thomas Deser, Portfoliomanager und ESG Analyst, Union Investment - Diskussion
Banken und anderen Finanzunternehmen als Mittler zwischen Kapitalanbieter und -nachfrager und damit als Bindeglied zum realen Sektor kommt eine besondere Rolle bei der Transformation der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit zu. Diese Rolle und die damit verbundenen Chancen und Risiken aus Sicht der Finanzindustrie werden von Frau Prof. Wolf im Rahmen ihres Vortrags verdeutlicht.
Auch für die private Geldanlage stellt Nachhaltigkeit zunehmend einen Erfolgsfaktor dar, denn sie liefert einen zusätzlichen Risikoblick auf Unternehmen und Staaten. Herr Dr. Deser stellt in seinem Vortrag diese Aspekte und den nachhaltigen Investmentprozess von Union Investment vor, der im Rahmen eines mehrstufigen Systems die Nachhaltigkeitsanalyse mit dem klassischen Investmentansatz kombiniert. Dabei sind positive Renditeaussichten der Anlagealternative genauso wichtig wie die Nachhaltigkeitsbewertung.
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Bildungsforum im Stadtmarketing und Verkehrsverein Friedberg e. V. statt.
Die Übertragung erfolgt durch das Labor 10 der THM unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Vogt.
Handeln für den Klimaschutz – THM for future (09. Dezember 2020)
- Begrüßung
Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident Technische Hochschule Mittelhessen - THM for future – Impulse zum Klimaschutz an der THM
Prof. Dirk Metzger, Vizepräsident / FB Bauwesen, Technische Hochschule Mittelhessen
Prof. Dr. Harald Weigand, FB Life Science Engineering, Technische Hochschule Mittelhessen
Prof. Holger Rohn, FB Wirtschaftsingenieurwesen, Technische Hochschule Mittelhessen - Diskussion
Als öffentlich finanzierte Hochschule für angewandte Wissenschaften hat die TH Mittelhessen eine gesellschaftliche Verantwortung. Dies gilt auch und gerade in Bezug auf Klimaschutz. Klimaschutz an und in einer Hochschule hat viele unterschiedliche Ebenen und Facetten. Die Professoren Dirk Metzger, Harald Weigand und Holger Rohn zeigen in ihren Impulsen auf, wie Handeln für den Klimaschutz im Hochschulbetrieb, in der Forschung, in der Lehre, im Transfer und in Bezug auf Governance der THM aussehen kann.
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Bildungsforum im Stadtmarketing und Verkehrsverein Friedberg e. V. statt.
Die Übertragung erfolgt durch das Labor 10 der THM unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Vogt.
Makerspaces - Raum für neuen Ideen (02. Dezember 2020)
- Begrüßung
Prof. Dr. Katja Specht Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen - Makerspace Giessen – Neue Technologien selbst nutzen und verstehen
Johannes Schmid und Nils Seipel, flux – impulse - Makerspace Friedberg – Ideen und Gründungskompetenz fördern
Prof. Dr.-Ing. Udo Fiedler, MSc. Christian Abt, FB Wirtschaftsingenieurwesen, Technische Hochschule Mittelhessen - Diskussion
In einem kurzweiligen Vortrag werden Johannes Schmid und Nils Seipel der Agentur "flux – impulse" über das Projekt "Makerspace Gießen" berichten: Wie begeistert man die gesamte Bandbreite der Gesellschaft für digitale Technologien? Wie bereitet man Themen wie 3D-Druck und Künstliche Intelligenz für einen solchen Rahmen auf? Welche Bildungsangebote und Technologien werden hierfür angeboten? Wie können Studierende, Unternehmen oder Bürgerinnen und Bürger vom Makerspace profitieren? Auch werden erste Einblicke in die entwickelten Prototypen geboten und weitere Ergebnisse aufgezeigt.
„Von „Äppel zu Apple“, unter diesem Motto berichten Prof. Udo Fiedler und Christian Abt (FB Wirtschaftsingenieurwesen) von der Förderung von Ideen- und Gründungskompetenzen in der THM. Wie holen wir junge Menschen dort ab, wo andere ihre Ideen aufgeben? Wie lassen wir diese Ideen lebendig werden? Und wie schließen wir zu diesem Zweck die Lücke von theoretischer Vorlesung und praktischer Berufswelt? Das neue Gründerökosystem „Gründer:innenherz“ der THM, stellt sich diesen Fragen mit kreativen Konzepten unter den Werten „Sustainable, Agile, Innovative and Learning“ (SAIL). Wie in dem entstehenden Inkubator der THM zwischen Makerspace, SAIL und der WI Lernfabrik, Ideen einen Nährboden finden und zwischen den Äppeln die Apple´s entdeckt werden, zeigen Ihnen die Vortragenden in einem kurzen Pitch.
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Bildungsforum im Stadtmarketing und Verkehrsverein Friedberg e. V. statt.
Die Übertragung erfolgt durch das Labor 10 der THM unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Vogt.
Accordion
- Alternative Möglichkeiten zur digitalen Teilhabe von Patienten und Bürgern im Gesundheitswesen
Prof. Thomas Friedl, Fachbereich Gesundheit, Technische Hochschule Mittelhessen - Von der klassischen Arztpraxis zum digitalen Gesundheitsunternehmen
Oliver Stahl, Sr. Director Corporate Affairs, Lilly Deutschland GmbH
Claudia Fink, Market Access Manager, Lilly Deutschland GmbH - Diskussion
Die klassische Arztpraxis mit einem selbstständigen Arzt, der alle unternehmerischen Tätigkeiten übernimmt, wird immer seltener. Ärzte schließen sich immer mehr zu Gemeinschaften zusammen zum Beispiel in Form von medizinischen Versorgungszentren, in denen geregeltere Arbeitszeiten herrschen und das unternehmerische Risiko geteilt wird. Dieser Trend wird sich gerade im Zeichen der Digitalisierung fortsetzen und sogenannte digitale Gesundheitsunternehmen vermehrt entstehen lassen. Diese Unternehmen haben das Ziel den Patienten bei der Mehrheit seiner gesundheitlichen Probleme versorgen zu können, ohne dass der Patient zu einem Arzt außerhalb des Netzwerks gehen muss - Gesundheitsversorgung aus einer Hand über alle Sektoren des Gesundheitswesens hinweg. Somit können ebenfalls integrierte digitale Lösungen innerhalb dieser Unternehmen aufgebaut werden, um den Patienten vor Ort als auch immobile Patienten besser versorgen zu können. Der Vortrag von Claudia Fink und Oliver Stahl vom Unternehmen Lilly Deutschland GmbH soll einen Überblick über erste Initiativen in Richtung dieser Transformation geben und sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen.
Prof. Thomas Friedl vom Fachbereich Gesundheit der THM wird in seinem Vortrag auf alternative Möglichkeiten zur digitalen Teilhabe von Patienten und Bürgern im Gesundheitswesen eingehen. Er möchte Möglichkeiten aufzeigen, die von den Stakeholdern der digitalen Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft bisher bewusst oder unbewusst nicht in den Fokus gerückt werden. Digitalisierung im Umfeld von Gesundheit muss für gesunde Menschen nicht zwingend mit zentralen Strukturen oder Big Data einhergehen. Der Anteil der Bevölkerung, der mit den vorhandenen elektronischen Gadgets auch jenseits von social media smart unterwegs ist, wächst, wenn auch langsam, stetig. Friedl wird die allseits bekannten Vorteile des zu digitalisierenden Gesundheitswesens auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung (z.B. ADA App, Telematik Infrastruktur) beleuchten und versuchen, diese mit Augenmaß zu bewerten. Weiterhin soll im Vortrag aufgezeigt werden, dass die langsamere digitale Durchdringung im Gesundheitswesen manchmal auch ein Vorteil sein kann und schon gar nicht mit Industrieprozessen zu vergleichen ist.
2019
Autonome Industrieroboter (11. Dezember 2019)
- Autonome Roboterfahrzeuge
Prof. Dr. Klaus Brillowski, Fachbereich Maschinenbau Mechatronik Materialtechnologie, Technische Hochschule Mittelhessen - Rettungsroboter für den Brand- und Katastrophenschutz
Jens Kläber, TKW Armaturen GmbH, Hanau - Diskussion
Während die ersten Jahrzehnte der Robotik von ortsfesten Industrierobotern geprägt waren, gibt es heute ein wachsendes Interesse an mobilen, autonomen Roboterfahrzeugen. Erste Systeme werden bereits in industriellen Umgebungen eingesetzt. Sie schließen bisher bestehende Automatisierungslücken. So können sie zu bearbeitende Teile zu Maschinen bringen und fertige Werkstücke abholen. Es sind neue digitale Technologien, die dies ermöglichen. Ein zentraler Algorithmus ist SLAM. Die Abkürzung steht für Simultaneous Localization and Mapping bzw. Simultane Positionsbestimmung und Kartenerstellung. Im Vortrag soll ein Überblick über die verschiedenen Verfahren zur Steuerung autonomer Roboterfahrzeuge sowie die damit verbundenen Einsatzmöglichkeiten gegeben werden.
Brände in großen Industrieanlagen oder auch öffentlichen Gebäuden können sich verheerend auswirken. Es kommt darauf an, schnell Fahrzeuge zum Löschen, zur Umgebungserfassung und zur Rettung von Menschenleben zum Brandherd zu bringen. Angesichts des Gefahrenpotenzials könnten ferngesteuerte oder auch autonome Feuerwehrfahrzeuge zukünftig eine große Bedeutung gewinnen. Herr Kläber von der TKW Armaturen GmbH wird das Gefahrenszenario großer Brände schildern und die große Bedeutung von technologisch fortschrittlichen Fahrzeugen zur Feuerbekämpfung darlegen.
Plastik im Meer...und überall! (27. November 2019)
- Helden der Meere
Christian Weigand, Blue Awareness - Mikroplastik - in der Nahrungskette bis zum Mensch
Prof. Dr. Harald Platen, Fachbereich Life Science Engineering, Technische Hochschule Mittelhessen - Diskussion
Im Vortrag von Christian Weigand gibt es weniger Daten und Fakten, dafür umso mehr Emotion. Als begeisterter Surfer verschrieb er sich nach Abschluss seines Studiums der Rettung der Meere. Jeder weiß von der besorgniserregenden Situation in den Meeren, und trotzdem werden die Probleme immer größer. Erkenntnis alleine löst noch keine Handlung aus. Durch Storytelling wird ein emotionales, „blaues“ Bewusstsein geschaffen: Was bedeuten die oft so erschreckenden aber schwer zu begreifenden Schlagzeilen wirklich? Welche Möglichkeit hat jeder Einzelne um vom Teil des Problems zum Teil der Lösung zu werden? In mitreißenden Geschichten liefert der Vortrag „Die Helden der Meere“ Antworten und motiviert dazu die eigene Heldenreise zu starten.
Im Vortrag von Harald Platen geht es um ausgewählte Fakten zum Thema "Kunststoffe in der Umwelt". Dabei liegt der Fokus auf "Mikroplastik", einem Gebiet auf dem er selbst forschend unterwegs ist. Ganz im Sinne des Rahmenthemas zeigt er auf, wie die aktuellen Forschungsthemen in seine Lehre des Studiengangs "Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitsingenieurwesen" der THM einfließen, um so die zukünftigen Absolvent*innen qualifiziert mit diesem Thema vertraut zu machen. Es werden ausgewählte Untersuchungsmethoden und damit gewonnene Ergebnisse vorgestellt, die dabei helfen, die Problematik rational zu verstehen. In einer modernen Wissensgesellschaft liefern diese Fakten die Basis dafür, politische Entscheidungen vorzubereiten, um dem sichtbar gewordene Problem erfolgreich begegnen zu können. Die erkannten Schäden sind nur mit (natur-)wissenschaftlich fundierter Ingenieurtechnik behebbar, genauso wie der zukünftige Umbau der Kunststoffanwendung in umweltverträgliche(re) Produkte dort, wo die modernen Gesellschaften auf Kunststoffe nicht werden verzichten wollen.
Digitalisierung und ethische Verantwortung (06. November 2019)
- Theologisch-ethische Dimension der Digitalisierung
Pfarrer Dr. Dr. h. c. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) - Zu Risiken und Nebenwirkungen im Neuland fragen Sie bitte ... Ihren Ingenieur?
Prof. Dr. Michael Behrens, Fachbereich Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik, Technische Hochschule Mittelhessen - Diskussion
Die digitale Revolution durchdringt nahezu alle Lebensbereiche. Sie erweitert die Möglichkeiten des Menschen und sie stellt den Menschen zugleich in Frage. Das wird insbesondere an der Künstlichen Intelligenz deutlich. Was unterscheidet den Menschen von Maschinen und künstlichem Leben? Für einen souveränen Umgang mit den neuen Technologien braucht es eine grundlegende Vergewisserung, was es bedeutet, Mensch zu sein. Dazu kann eine theologisch-ethische Reflexion der Digitalisierung einen Beitrag leisten. Pfarrer Dr. Dr. h.c. Volker Jung befasst sich in seinem Vortrag mit dieser Thematik, die er zugleich in seinem 2018 erschienen Buch „Digital Mensch bleiben“ niedergeschrieben hat.
Prof. Dr. Michael Behrens führt anschließend die Teilnehmenden in seinem Vortrag in die Tiefen und Untiefen der digitalen Welt: "Willkommen im Neuland, der wunderbaren digitalen Parallelwelt, in der die Erfüllung aller Wünsche nur einen „Klick“ benötigt. Es kann Ihnen nichts geschehen, denn die besten Ingenieure und Wissenschaftler haben alle Probleme schon vor vielen Jahren gelöst. Wischen Sie nur kurz, um zu bestätigen, dass Sie Ihre 59 seitige Einverständniserklärung mit vollständigem Rechteverzicht gelesen und verstanden haben. Und nun los, die Show beginnt und Sie sind dabei!“
Digitale Kommunikation in (Hoch-)Schule (23. Oktober 2019)
- Digitale Transformation der Lernenden, Lehrenden und der Lehre in der (Hochschul-)Bildung
Prof. Dr. Holger Horz, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt - Digitale Kommunikation: Sprache und Sprechen im Wandel
Prof. Dr. Benedikt A. Model, Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik, Technische Hochschule Mittelhessen. - Diskussion
Die digitale Transformation des Bildungssystems lässt sich auch mit noch so viel Geld nicht „verordnen“. Sie verläuft schneller als die wissenschaftliche Forschung sie abbilden kann. Die Veränderungen modifizieren unser Verhalten, Denken, Empfinden in allen gesellschaftlichen Belangen dauerhaft.
Der Begriff ‚digitale Kommunikation‘ wird diesem Wandel nicht ausreichend gerecht. Er benennt zunächst nur ein neues Medium, über das Kommunikation stattfindet. Die terminologische Reduktion auf das Medium verstellt allerdings den Blick dafür, dass dieser Medienwechsel für Alltags- wie Fachkommunikation weitreichende Folgen hat, die nicht nur Form und Inhalt der Kommunikationsakte betreffen, sondern auf das Kommunizieren und dessen Regeln allgemein zurückwirken.
Die Digitalisierung verändert Lehr-/Lernprozesse auf allen Ebenen: individuell, in Bildungsinstitutionen und auf Systemebene. So wird die zukünftige empirische Diagnostik von Lehr-/Lernsituationen zunehmend längsschnittlich und outcomeorientiert erfolgen, was u. a. auf der Basis computerbasierter Assessments möglich wird (z. B. Learning Analytics, computerbasiertes, adaptives Testen). Um mit dem sich weiter beschleunigenden techno-sozialen Wandel nicht nur reaktiv, sondern insbesondere proaktiv und innovativ umzugehen, sollte die Kompetenzentwicklung im akademischen Bereich auch über den Hochschulabschluss hinaus im Sinne des lebenslangen Lernens von den Hochschulen begleitet werden.
Energiewende auf kommunaler Ebene (26. Juni 2019)
- Energiewende am Beispiel Gießen – die Projekte Kommun:E und FlexQuartier
Prof. Dr.-Ing. Stefan Lechner, FB Maschinenbau und Energietechnik, Technische Hochschule Mittelhessen - Energiekonzept der Stadtwerke Gießen AG
Matthias Funk, Technischer Vorstand, Stadtwerke Gießen AG - Diskussion
Prof. Dr.-Ing. Stefan Lechner beleuchtet in seinem Vortrag verschiedene Aspekte der Energiewende aus wissenschaftlicher Sicht. So zum Beispiel beschreibt er die technischen Optionen für die Umsetzung, aber auch die Auswirkungen auf die Energiewirtschaft im Allgemeinen, auf die kommunale Energieversorgung hinsichtlich der technisch-ökonomischen Möglichkeiten und auf die Bürgerinnen und Bürger. Zudem erörtert er den gesetzlichen Rahmen und Konflikte, die sich daraus ergeben – heute und in Zukunft. Am Beispiel des Forschungsprojekts Flexquartier erläutert er das Spannungsfeld.
Matthias Funk stellt in seinem Vortrag die oben benannten Themen aus Sicht der Stadtwerke Gießen (SWG) als Versorger da. Hierbei geht er auf die Strategie der SWG ein und erläutert das verfolgte Energiekonzept. An zahlreichen praktischen Beispielen stellt er dar, was sich in Sachen Energiewende vor Ort bereits getan hat.
Überdies wagt Matthias Funk auch einen Blick in die Zukunft und umreißt, was aus Sicht eines Stadtwerks geschehen muss, um die ambitionierten Ziele für 2035 zu erreichen.
Die große Transformation – Gesellschaft und Hochschule im Wandel (12. Juni 2019)
- Die große Transformation – Eine Einführung in die Kunst des gesellschaftlichen Wandels
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie - Zukunft gemeinsam gestalten – für Studierende und die Region
Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen - Diskussion
Das Wuppertal Institut fordert bei dem Blick auf die anstehenden Veränderungsprozesse eine radikal neue Perspektive: Die Nachhaltigkeitswende muss zum kreativen und gestalterischen Projekt werden. Es geht um eine neue Form der „Zukunftskunst“, die Lust auf Veränderung macht und auch die großen kritischen Fragen, wie die nach der Zukunft unserer Wirtschaftsordnung, nicht scheut. Dies stellt neue Anforderungen an alle gesellschaftlichen Akteure insbesondere auch Wissenschaft und Forschung.
Der Präsident des Wuppertal Instituts, Prof. Dr. Uwe Schneidewind macht in seinem Vortrag zum Buch „Die Große Transformation“ deutlich, wie diese neuen Aufgaben aussehen und wie die Energie- und Ressourcenwende genauso gelingen können wie eine fundamentale Transformation unserer Städte, unserer Mobilität und unser Nahrungsversorgung. „Das Buch will Politik, Zivilgesellschaft, Unternehmen und jeden einzelnen von uns ermuntern Zukunftskünstler zu werden“, betont Schneidewind.
Wie die Technische Hochschule Mittelhessen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt, greift ihr Präsident Prof. Dr. Matthias Willems in seinem Vortrag „Zukunft gemeinsam gestalten – für Studierende und die Region“ auf. Im Sinne der Ringvorlesung wird er aufzeigen, dass die THM zwar nicht die Welt retten kann, dass sie aber sehr spezifische Beiträge in praxisnaher Forschung und Lehre leistet, wenn es um die Lösung konkreter Probleme geht.
Ich zuerst! Oder doch engagiert? (22. Mai 2019)
- Ich zuerst! Eine Gesellschaft auf dem Egotrip
Heike Leitschuh, Buch-Autorin und Moderatorin für Nachhaltigkeit - Studentische Werkstätten an der THM – Engagiert studieren
Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin Studium und Lehre, Technische Hochschule Mittelhessen
Studierende von Labor10, Crowdsourcing, Team Efficiency und Team Racing, Technische Hochschule Mittelhessen - Diskussion
Neoliberales Denken vergiftet die Herzen und Hirne der Menschen. Daher machen sich egozentrisches, respektloses und unsolidarisches Verhalten breit. Das ist die Kernthese der Autorin Heike Leitschuh. Für ihr Buch "Ich zuerst! Eine Gesellschaft auf den Ego-Trip" hat sie in vielen Bereichen der Gesellschaft recherchiert. Ob im Sport, in Behörden, Schulen und Kitas, in Krankenhäusern und Rettungsdiensten, bei der Polizei und Feuerwehr: Überall trifft man auf Ichlinge. Doch wir sind dem nicht hilflos ausgesetzt. Es wird Zeit sich zu wehren, mit einer anderen Politik, aber auch im Alltag von uns allen. Denn eine nachhaltige Gesellschaft braucht Solidarität und Empathie.
Wie stellt sich die Situation an der THM dar? Dies greift Prof. Dr. Katja Specht als Vizepräsidentin für Studium und Lehre in ihrer Einordnung des Themas in das „Selbstverständnis der THM“ auf, stellt das Konzept der studentischen Werkstätten vor und gibt einen Überblick über alle Initiativen. Studierende berichten im Anschluss zu ihren studentischen Werkstätten, ihrem Engagement, Erfahrungen und Motivation.
Wie der Lippenstift von Lady Gaga in Marburg für Betrieb sorgt (08. Mai 2019)
- Einblicke in das Loewe-3 Projekt Intelligente Produktionssteuerung im digitalisierten Unternehmen
Prof. Dr. Michael Guckert, FB Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung der Technischen Hochschule Mittelhessen
Pia Meier, Prokuristin und Mitglied der Geschäftsführung, Seidel GmbH & Co. KG - Diskussion
Schon immer gibt es komplexe Zusammenhänge und Abhängigkeiten in Produktions- und Logistiknetzwerken. In unserer globalisierten, vernetzten Welt stellen diese Abhängigkeiten Unternehmen aber vor völlig neue Herausforderungen und machen zum Beispiel schnelle Reaktionen auf kurzfristige Bestellungen notwendig. Seidel setzt dazu flexible Instrumente für die Planung ein, die einem holistischen Ansatz folgen und eine effektive Nutzung der vorhandenen Ressourcen und Informationen sichern. Zusammen mit der THM werden diese in einem Forschungsprojekt weiterentwickelt.
Megatrend Digitalisierung (10. April 2019)
- Grußwort
Staatsministerin Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst - Digitalisierung – Fluch oder Segen?
Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen - Podiumsdiskussion Digitalisierung in Forschung und Lehre
Staatsministerin Angela Dorn, Prof. Dr. Matthias Willems, Prof. Dr. Katja Specht - Aufgelockert durch Improvisation des Ampere Theater, Frankfurt
Digitalisierung als ein Megatrend im 21. Jahrhundert sorgt für tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) als anwendungsorientierte Hochschule ist auf vielschichtige Weise in Forschung, Lehre und auch in der eigenen Organisation mit den unterschiedlichen Facetten der Digitalisierung befasst und gestaltet diese aktiv mit.
In der Auftaktveranstaltung zum Sommersemester 2019 wird Staatsministerin Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, die Ringvorlesung eröffnen. Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der THM, beleuchtet in seinem Vortrag zu „Digitalisierung – Fluch oder Segen?“ die unterschiedlichen Strategien, Projekte und Herausforderungen für die Gesellschaft und Hochschule. Im anschließenden Podium diskutieren Staatsministerin Angela Dorn, Prof. Matthias Willems und Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Digitalisierung mit Fokus auf die Bereiche Forschung und Lehre. Das Ampere Theater Frankfurt lockert die Veranstaltung durch Improvisation zu Digitalisierung auf.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bildungsforum Friedberg im Theater Altes Hallenbad in Friedberg statt.
Industrie 4.0 – Prozesse und Produktion der Zukunft (16. Januar 2019)
- Die Produktion der Zukunft - Transparent, reaktionsfähig, vernetzt und selbstregulierend
Prof. Dr. Christian Überall, THM FB Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik - Chancen und Herausforderungen im Umgang mit der Digitalisierung - Ein Erfahrungsbericht
Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung RITTAL GmbH & Co. KG - Diskussion
Deutschland ist Mittelstandland und Hochlohnland. Damit die Unternehmen in Deutschland noch wettbewerbsfähige Produkte anbieten können, müssen die nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten auf ein Minimum reduziert werden. Industrie 4.0 bietet diese Möglichkeit. Die Digitalisierung der Produktion schafft Transparenz, welche die Grundlage für die sogenannte Smart Factory darstellt. Neben der Smart Factory ermöglichen neue digitale Geschäftsprozesse die nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten zu minimieren und neue Absatzmärkte zu erschließen. Die genannten Potentiale erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Lieferanten über die Produktion hin zum Kunden. Der Vortragstag widmet sich dem Thema Industrie 4.0 und bietet dem Auditorium einen vertieften Einblick in das Thema.
2018
Zukunftssicherung der Region als Standort optischer Technologien durch Vernetzung: Das neue Optikzentrum in Wetzlar (05. Dezember 2018)
- Entwicklung und Stärkung des regionalen Wirtschaftsraums durch Networking
Ralf Niggemann, Manager Wetzlar Network – Industrienetzwerk Optik, Elektronik & Mechanik - Rolle und Aufgaben des Optikzentrums
Prof. Dr. Markus Degünther, THM FB Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung - Diskussion
Das Wetzlar Network wurde im Mai 2010 gegründet. Das Netzwerk ist von anfangs 20 Gründungsmitgliedern auf inzwischen über 70 Mitglieder und Partner angewachsen. Inzwischen spielt das Industrienetzwerk eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Industrieregion. Das Wetzlar Network zielt darauf ab, Kompetenzen und Innovationspotenziale in der Region durch Vernetzung noch gezielter zu nutzen und auszubauen. Dazu zählen auch Kooperationen zwischen Unternehmen und Bildungs- und Forschungseinrichtungen, um die Bereiche Aus- und Weiterbildung, Technologieentwicklung zum Nutzen der Mitglieder verstärkt in den Fokus zu rücken. Das zur Technischen Hochschule Mittelhessen gehörende neue Optikzentrum in Wetzlar gliedert sich seinen Aufgaben gemäß in drei Säulen. Die erste Säule ist die Lehre. Zum einen sollen hier zukünftige Absolventen im Rahmen eines neu zu etablierenden Masterstudiengangs bereits während des Studiums den Umgang mit typischen Aufgaben in Unternehmen der optischen Technologie erlernen um sich so bei zukünftigen Arbeitgebern einfacher integrieren zu können. Zum andern bekommen bereits in einem Unternehmen fest angestellte Mitarbeiter/-innen durch Fortbildungsmaßnahmen die Möglichkeit sich entsprechend ihrer Aufgaben weiter zu entwickeln. Die zweite Säule trägt Arbeiten an laufenden Projekten. Hier tritt das Optikzentrum in zukunftsorientierten Projekten als Partner auf, der Kompetenzen beisteuert die in einer ersten Phase nach der Gründung noch außerhalb des Zentrums liegen können, aber innerhalb der Hochschule angesiedelt sind. Perspektivisch sollen Kompetenzen unter dem Dach des Optikzentrums gebündelt werden. In der dritten Säule schließlich nimmt das Optikzentrum seine Verantwortung für die Zukunft der Region wahr durch anwendungsorientierte Forschung mit dem Ziel Technologien zu antizipieren und gegebenenfalls mit Partnern zu entwickeln, die für fünf, zehn oder fünfzehn Jahre in der Zukunft liegende mögliche Produkte erforderlich sein werden.
Krankenhauslogistik 4.0 – Projekt Zukunft im Dienst des Patienten (21. November 2018)
- Krankenhauslogistik 4.0 - aktuelle und zukünftige logistischen Herausforderungen und Lösungen
Prof. Dr. Monika Maria Möhring, FB Management und Kommunikation - Krankenhauslogistik 4.0 am Beispiel des Universitätsklinikums Frankfurt
Jens Kellner, Abteilungsleiter Logistik, Universitätsklinikum Frankfurt - Diskussion
Die Krankenhauslogistik verwaltet alle historisch gewachsenen Bewegungen im Klinikum und koordiniert die verschiedensten Anforderungen mit eigenen Fahrern, Zulieferern, Entsorgern und Pflegepersonal. Es geht darum, vertraute Abläufe berechenbar zu halten und hochwertige Routine zu wahren. Bei regelmäßigen Belastungsspitzen muss die Logistik Pufferkapazitäten aufbauen und bei ungewöhnlichen Situationen rasch Notfallprozesse abspulen können. Gleichzeitig muss sie neue Technologien und Prozesse einführen, ohne unsere Gesundheit aufs Spiel zu setzen oder das medizinische Personal beim Heilen und Pflegen zu behindern. Experimente verbieten sich in diesem Bereich ganz von selbst. Umso wichtiger ist der angewandte Forscher der Krankenhauslogistik, der sich umfassend über den Wissensstand in seinem Bereich, aber auch in angrenzenden Disziplinen wie Pharma- oder Katastrophenlogistik orientiert. Gleichzeitig muss die Logistikleitung Zuverlässigkeit, Qualität und Nachhaltigkeit sicherstellen. Dieser Vortrag schildert sowohl die Sicht des Praktikers als auch der Wissenschaft und zeigt die technischen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft auf.
Megatrend Künstliche Intelligenz (24. Oktober 2018)
- Informatik als technologischer Treiber der Künstlichen Intelligenz
Prof. Dr. Andreas Dominik, THM FB Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik - Öffnen wir mit KI die Büchse der Pandora? Trends, Prognosen, Szenarien in einer digitalen Welt
Dipl.-Inform. Karlheinz H.W. Thies, THM FB Management und Kommunikation - Diskussion
Der „Megatrend Künstliche Intelligenz“ (KI) wird von den beiden Referenten aufgegriffen, wobei Herr Prof. Dominik aus Sicht von Wissenschaft und Forschung das Thema „Informatik als technologischer Treiber der KI“ erörtert und Herr Thies dann auf Chancen und Risiken durch KI unter dem Titel „Öffnen wir mit KI die Büchse der Pandora?“ eingeht.
Prof. Dominik fokussiert seinen Vortrag aus dem Blickwinkel der Wissenschaft und Forschung. Wie definiert sich KI aus akademischer Sicht und wie hat sich dieses Fachgebiet historisch entwickelt. Herr Dominik geht auf die bisherigen Trends und auf den aktuellen Forschungsstand ein und berichtet über bisherige und geplante KI-Forschungsprojekte der THM. In der abschließenden Prognose zeigt Herr Dominik generelle KI-Forschungs- und Entwicklungsthemen auf und fokussiert mögliche Schwerpunkte, die bei der THM aufgegriffen werden könnten.
Herr Thies betrachtet KI primär unter dem Fokus einer Technikfolgenabschätzung und zeigt mögliche Chancen aber auch Risiken auf, die durch die sich abzeichnenden vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von KI unsere Welt grundlegend verändern wird. Was wird KI unter Betrachtung unterschiedlicher Szenarien für den Einzelnen, für die Gesellschaft für Politik und Wirtschaft an Veränderungen bringen? Auf was müssen wir uns einstellen, um einerseits die Chancen dieser Technologie zu nutzen, aber auch unter Risikoabwägung Entwicklungen steuern oder sogar vermeiden müssen. Herr Thies wird bisherige Erkenntnisse aus der Trend- und Zukunftsforschung erörtern, die bei dem Einsatz der KI-Technologie, insbesondere unter dem Aspekt des epochalen Entwicklungs- und Einsatzpotenzials von KI, bei einer Risikobetrachtung mit einbezogen werden sollten.
Auswirkungen der Digitalisierung (20. Juni 2018)
Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand
Prof. Dr. Gerrit Sames, THM FB Wirtschaft
Digitalisierung und Jobs
Prof. Dr. Daniel Piazolo, THM FB Wirtschaftsingenieurwesen
Diskussion und Gedankenaustausch
Gesamtmoderation: Prof. Holger Rohn, Dipl.-Inf. Karlheinz Thies
Industrie 4.0 und die Digitalisierung führen zu umfassenden Veränderungen in der Wirtschaft. Insbesondere die bisherigen Geschäftsmodelle der Unternehmen werden in Frage gestellt oder sind massiv gefährdet. Veränderung bedeutet aber auch die Entwicklung von neuen Chancen und Geschäftsfeldern, auf die sich die Wirtschaft und Gesellschaft einstellen müssen. Der Vortrag „Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand“ zeigt die sich abzeichnenden Veränderungen auf, geht auf die Risiken des Ignorierens ein, zeigt aber auch Gestaltungsmöglichkeiten für Veränderungen und Ergänzungen von bestehenden Geschäftsmodells für die Unternehmen auf. Im zweiten Vortrag werden die Auswirkungen von Digitalisierung auf die Arbeitswelt betrachtet. Viele Arbeitsabläufe werden durch Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Technologien ersetzbar. Die Automatisierung wird dazu führen, dass zukünftig viele gleichartige Verwaltungsvorgänge und sich häufig wiederholende Aufgaben nicht mehr von Menschen durchgeführt werden. Es zeichnet sich ab, dass selbst höher qualifizierte Aufgaben durch intelligente Technologien abgelöst werden können. Zugleich ergeben sich durch Digitalisierung und Virtualisierung sowie den Einsatz von KI neue und höhere Qualifikationsprofile. Es stellt sich wie bei jedem bisherigen Technologiesprung die Frage, ob die Digitalisierung zum „Jobkiller“ wird oder als „Jobmotor“ zukünftig mindestens gleichviel neue, tendenziell anspruchsvollere Arbeitsplätze geschaffen werden?
Gute Strahlung – Böse Strahlung (16. Mai 2018)
Nutzen und Risiko von Strahlung in der Medizin
Prof. Dr. Klemens Zink, THM FB Life Science Engineering
Prof. Dr. Joachim Breckow, THM FB Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik
Diskussion und Gedankenaustausch
Gesamtmoderation: Prof. Holger Rohn, Dipl.-Inf. Karlheinz Thies
Seit über 100 Jahren wird Strahlung in der Medizin weltweit zum großen Nutzen der Patienten angewandt. Die medizinischen Möglichkeiten, die sich aus Strahlenanwendungen in der Strahlentherapie, in der Nuklearmedizin und vor allem in der Röntgendiagnostik ergeben, sind enorm. So werden allein in Deutschland jährlich etwa 140 Millionen Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Strahlung wird gezielt zur Krankheitsbekämpfung eingesetzt, kann aber auch Krebs auslösen. Diese Doppelseitigkeit von Nutzen und potenziellem Schaden ist typisch für wissenschaftliche Errungenschaften in einer technisierten Gesellschaft. Solche Entwicklungen fordert insbesondere die Hochschulen heraus, bei der Ausbildung nicht nur das Machbare sondern auch mögliche negative gesellschaftliche Folgen technischer Entwicklungen zu berücksichtigen. In dem Vortrag werden der Nutzen und das Risiko von Strahlenanwendungen in der Medizin eingehend beleuchtet.
Ressourceneffizienz – mehr denken, weniger verbrauchen (25. April 2018)
Koordination: FB Wirtschaftsingenieurwesen, FB Management & Kommunikation und Präsidium
Zielgruppe: Alle Hochschulangehörigen sowie alle Interessierten
100 Betriebe für Ressourceneffizienz
Prof. Dr. Mario Schmidt, Hochschule Pforzheim, Institute for Industrial Ecology INEC
Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz
Prof. Dipl.-Ing. Holger Rohn, THM FB Wirtschaftsingenieurwesen
Diskussion und Gedankenaustausch
Gesamtmoderation: Prof. Holger Rohn, Dipl.-Inf. Karlheinz Thies
Die auf der Erde zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen wie Rohstoffe, Wasser, Boden und Fläche sind begrenzt. Ihre Nutzung steigt seit Jahren dramatisch und geht mit erheblichen negativen Auswirkungen für Mensch und Umwelt einher. Spürbare Auswirkungen sind z.B. Klimawandel, Rohstoffverfügbarkeit, Bodenerosion, Luft- und Wasserverschmutzung. Die schonende und effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen wird daher zu einer der wichtigsten Schlüsselkompetenzen zukunftsfähiger Gesellschaften. Spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 findet der Begriff Ressourceneffizienz immer mehr Eingang in die öffentliche Diskussion. Seitdem werden Unternehmen durch hohe und volatile Rohstoffpreise für Ressourceneffizienz Zusehens sensibilisiert. Vor diesem Hintergrund hat die Politik auf internationaler und nationaler Ebene mit entsprechenden Programmen reagiert. So wurde 2012 das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm „ProgRess“ verabschiedet und in Hessen wird an einer Ressourcenschutzstrategie gearbeitet. In den Vorträgen wird die Thematik aus der Perspektive der Wirtschaft mit Beispielen aus dem Projekt „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ sowie aus der Perspektive Bildung mit Erfahrungen und konkreten Beispielen aus Entwicklung und Umsetzung der Roadmap Ressourcenbildung erörtert.
Phosphor – der verborgene Schatz im Klärschlamm (17. Januar 2018)
Koordination: FB Wirtschaftsingenieurwesen, FB Management & Kommunikation und Präsidium
Zielgruppe: Alle Hochschulangehörigen sowie alle Interessierten
Rohstoffkritikalität und Kreislaufwirtschaft am Beispiel Phosphorrückgewinnung aus kommunalem Abwasser und Klärschlamm – Potentiale, Verfahren, erforderliche Organisationsstrukturen
Prof. Dr.-Ing. Ulf Theilen, THM FB Bauwesen
Prof. Dr. Harald Weigand, THM FB Life Science Engineering
Diskussion und Gedankenaustausch
Gesamtmoderation: Prof. Holger Rohn, Dipl.-Inf. Karlheinz Thies
2017
Smart Cities (13. Dezember 2017)
Koordination: FB Wirtschaftsingenieurwesen, FB Management & Kommunikation und Präsidium
Zielgruppe: Alle Hochschulangehörigen sowie alle Interessierten
Megatrend Urbanisierung – die Stadt der Zukunft
Dr. Bernhard Albert, Zukunftsforscher, Foresight Solution
Intelligente Entwicklung eines Hochschulstandortes
Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz, THM FB Bauwesen
Diskussion und Gedankenaustausch
Gesamtmoderation: Prof. Holger Rohn, Dipl.-Inf. Karlheinz Thies
Auftaktveranstaltung
Koordination: FB Wirtschaftsingenieurwesen, FB Management & Kommunikation und Präsidium
Zielgruppe: Alle Hochschulangehörigen sowie alle Interessierten
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin der THM
„Lernen und forschen für morgen“
Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der THM
„Innovationen für ein zukunftsfähiges Hessen“
Dr. Arno Roth, CEO Schunk Group
Diskussion und Gedankenaustausch
Gesamtmoderation: Prof. Holger Rohn, Dipl.-Inf. Karlheinz Thies
Es gibt keine Veranstaltungen in der gewählten Kategorie.