Digitale Kommunikation in (Hoch-)Schule

Veranstaltungsdetails

Datum, Uhrzeit 23. Oktober 2019, 19:00
Ort
Campus Friedberg
Technische Hochschule Mittelhessen, Wilhelm-Leuschner-Straße 13, 61169 Friedberg (Hessen), Deutschland
Campus Friedberg
Koordination FB Wirtschaftsingenieurwesen und Präsidium in Kooperation mit dem Bildungsforum im Stadtmarketing und Verkehrsverein Friedberg e. V. zum Schwerpunkt „Im Zeitalter der Digitalisierung“
Zielgruppe Alle Hochschulangehörigen sowie alle Interessierten sind eingeladen.
Gebäude Raum B1 1.03
Hinweis Die Veranstaltung wird live übertragen.
  • Digitale Transformation der Lernenden, Lehrenden und der Lehre in der (Hochschul-)Bildung
    Prof. Dr. Holger Horz, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt
  • Digitale Kommunikation: Sprache und Sprechen im Wandel
    Prof. Dr. Benedikt A. Model, Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik, Technische Hochschule Mittelhessen.
  • Diskussion

Die digitale Transformation des Bildungssystems lässt sich auch mit noch so viel Geld nicht „verordnen“. Sie verläuft schneller als die wissenschaftliche Forschung sie abbilden kann. Die Veränderungen modifizieren unser Verhalten, Denken, Empfinden in allen gesellschaftlichen Belangen dauerhaft.

Der Begriff ‚digitale Kommunikation‘ wird diesem Wandel nicht ausreichend gerecht. Er benennt zunächst nur ein neues Medium, über das Kommunikation stattfindet. Die terminologische Reduktion auf das Medium verstellt allerdings den Blick dafür, dass dieser Medienwechsel für Alltags- wie Fachkommunikation weitreichende Folgen hat, die nicht nur Form und Inhalt der Kommunikationsakte betreffen, sondern auf das Kommunizieren und dessen Regeln allgemein zurückwirken. 

Die Digitalisierung verändert Lehr-/Lernprozesse auf allen Ebenen: individuell, in Bildungsinstitutionen und auf Systemebene. So wird die zukünftige empirische Diagnostik von Lehr-/Lernsituationen zunehmend längsschnittlich und outcomeorientiert erfolgen, was u. a. auf der Basis computerbasierter Assessments möglich wird (z. B. Learning Analytics, computerbasiertes, adaptives Testen). Um mit dem sich weiter beschleunigenden techno-sozialen Wandel nicht nur reaktiv, sondern insbesondere proaktiv und innovativ umzugehen, sollte die Kompetenzentwicklung im akademischen Bereich auch über den Hochschulabschluss hinaus im Sinne des lebenslangen Lernens von den Hochschulen begleitet werden.