Trend zum digitalen Gesundheitsunternehmen

Veranstaltungsdetails

Datum, Uhrzeit 15. Januar 2020, 19:00
Ort
Campus Gießen
Wiesenstraße 14, 35390 Gießen, Deutschland Gießen, Hessen 35390 Germany
Campus Gießen
Koordination FB Wirtschaftsingenieurwesen und Präsidium
Zielgruppe Alle Hochschulangehörigen sowie alle Interessierten sind eingeladen.
Gebäude B21, Ludwigsplatz 5, (Roxy)
Hinweis Die Veranstaltung wird live übertragen.
  • Alternative Möglichkeiten zur digitalen Teilhabe von Patienten und Bürgern im Gesundheitswesen
    Prof. Thomas Friedl, Fachbereich Gesundheit, Technische Hochschule Mittelhessen
  • Von der klassischen Arztpraxis zum digitalen Gesundheitsunternehmen
    Oliver Stahl, Sr. Director Corporate Affairs, Lilly Deutschland GmbH
    Claudia Fink, Market Access Manager, Lilly Deutschland GmbH
  • Diskussion

Die klassische Arztpraxis mit einem selbstständigen Arzt, der alle unternehmerischen Tätigkeiten übernimmt, wird immer seltener. Ärzte schließen sich immer mehr zu Gemeinschaften zusammen zum Beispiel in Form von medizinischen Versorgungszentren, in denen geregeltere Arbeitszeiten herrschen und das unternehmerische Risiko geteilt wird. Dieser Trend wird sich gerade im Zeichen der Digitalisierung fortsetzen und sogenannte digitale Gesundheitsunternehmen vermehrt entstehen lassen. Diese Unternehmen haben das Ziel den Patienten bei der Mehrheit seiner gesundheitlichen Probleme versorgen zu können, ohne dass der Patient zu einem Arzt außerhalb des Netzwerks gehen muss - Gesundheitsversorgung aus einer Hand über alle Sektoren des Gesundheitswesens hinweg. Somit können ebenfalls integrierte digitale Lösungen innerhalb dieser Unternehmen aufgebaut werden, um den Patienten vor Ort als auch immobile Patienten besser versorgen zu können. Der Vortrag von Claudia Fink und Oliver Stahl vom Unternehmen Lilly Deutschland GmbH soll einen Überblick über erste Initiativen in Richtung dieser Transformation geben und sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen.

Prof. Thomas Friedl vom Fachbereich Gesundheit der THM wird in seinem Vortrag auf alternative Möglichkeiten zur digitalen Teilhabe von Patienten und Bürgern im Gesundheitswesen eingehen. Er möchte Möglichkeiten aufzeigen, die von den Stakeholdern der digitalen Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft bisher bewusst oder unbewusst nicht in den Fokus gerückt werden. Digitalisierung im Umfeld von Gesundheit muss für gesunde Menschen nicht zwingend mit zentralen Strukturen oder Big Data einhergehen. Der Anteil der Bevölkerung, der mit den vorhandenen elektronischen Gadgets auch jenseits von social media smart unterwegs ist, wächst, wenn auch langsam, stetig. Friedl wird die allseits bekannten Vorteile des zu digitalisierenden Gesundheitswesens auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung (z.B. ADA App, Telematik Infrastruktur) beleuchten und versuchen, diese mit Augenmaß zu bewerten. Weiterhin soll im Vortrag aufgezeigt werden, dass die langsamere digitale Durchdringung im Gesundheitswesen manchmal auch ein Vorteil sein kann und schon gar nicht mit Industrieprozessen zu vergleichen ist.